Cyberkriminalität 02.08.2021, 17:35 Uhr

Vultur: Neuer Trojaner filmt Handy-Bildschirm mit – so werden Sie ihn los

Der Trojaner Vultur ist noch nicht sehr weit verbreitet – geht aber einen völlig neuen Weg. Android-Nutzer sollten jetzt gewappnet sein.

Der Trojaner Vultur sorgt gerade für Aufsehen, weil die Android-Malware einen völlig neue Methode nutzt, um an Daten von Smartphone-Nutzern zu kommen. Foto: panthermedia.net/fizkes

Der Trojaner Vultur sorgt gerade für Aufsehen, weil die Android-Malware einen völlig neue Methode nutzt, um an Daten von Smartphone-Nutzern zu kommen.

Foto: panthermedia.net/fizkes

Diese neuartige Malware ist ein Aasgeier: Vultur heißt der Trojaner, der derzeit auf Android-Smartphones die Runde macht. Das Üble: Vultur zeichnet Bildschirmdaten aus, liest also gewissermaßen mit, was der Nutzer eingibt und welche App er geöffnet hat.

Mit der Malware haben es Cyberkriminelle vor allem auf Online-Banking und Krypto-Wallet-Daten sowie Messenger- und Social-Media-Apps abgesehen. Dabei geht Vultur einen völlig neuen Weg. Die meisten bekannten Banking-Trojaner funktionieren mit sogenannten Overlays, bei denen Fenster über der tatsächlich genutzten Banking-App eingeblendet werden.

Vultur: Android-Trojaner nutzt völlig neuen Weg

Auf diese greift der Trojaner bei der Eingabe zum Beispiel Login-Daten ab. Vultur hingegen nutzt Screen Recording und Keylogger. Sobald die Schadsoftware erkennt, dass bestimmte Apps geöffnet sind, zeichnet sie auf, was auf dem Bildschirm geschieht und protokolliert zugleich die Tastatureingaben. Über die neue Malware berichtete zuerst die IT-Sicherheitsfirma ThreatFabric, die Vulture entdeckt hatte.

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Vultur ist demnach ein Remote-Access-Trojaner, der Cyberkriminellen den Fernzugriff auf das Smartphone ermöglicht. Dazu nutzt die Malware Virtual-Networking-Computing (VNC) und das Programm Ngrok. Der Trojaner selbst versteckt sich laut ThreatFabric in einer App namens „Protection Guard“. Diese wiederum lässt sich nur sehr schwierig wieder entfernen – eine einfache Deinstallation auf herkömmlichem Wege ist kaum möglich. Denn sobald sich Nutzer in den Android-Einstellungen durch das entsprechende Menü tippen, aktiviert die Schadsoftware den „Zurück-Button“.

Wie lässt sich die Malware entfernen?

Dafür gibt es aber eine Lösung, wie das Magazin Connect berichtet: Demnach müssen Nutzer in den Einstellungen zum Menüpunkt „Sicherheit und Standort“ navigiere, „Apps zur Geräteverwaltung“ wählen und dort die App „Protection Guard“ entfernen.

Trojaner und Spionage: Das können Sie gegen die Schadsoftware unternehmen

Trojaner Vultur nutzt Virendropper zur Verbreitung

Zur Verbreitung von Vultur nutzen die Caberkriminellen die Schadsoftware „Brunhilda“. Diese wiederum ist ein sogenannter Viren-Dropper, also eine Art Trägerprogramm, das nach der Installation einer App die eigentliche Schadsoftware ins System lädt. „Brunhilda“ ist in Fachkreisen schon bekannt, bislang versteckte er sich vornehmlich in Fitness-Apps.

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Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben ist Content Manager und verantwortlicher Redakteur für ingenieur.de. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs. Er schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen.

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