Betriebssystem schwach 05.01.2016, 12:58 Uhr

Au Backe: Windows 10 auf dem Niveau von XP

Auch fünf Monate nach Einführung hat das Betriebssystem Windows 10 von Microsoft bei den Nutzern keine Begeisterung ausgelöst. Windows 10 hat gerade den Anteil des veralteten XP erreicht. Vor allem Nutzer der Version 7 wehren sich gegen das Update. Jetzt sollen es Windows-10-Smartphones richten.

Daran kann auch Microsoft-Gründer Bill Gates nichts ändern: Seit dem Flop des Betriebssystems Windows 8 sind die Computernutzer skeptisch. Auch das neue Windows 10 erlebt keinen Durchbruch. Es läuft auf genauso wenig Rechnern wie das alte Windows XP. Favorit mit einem Marktanteil von 56 % bleibt Windows 7.

Daran kann auch Microsoft-Gründer Bill Gates nichts ändern: Seit dem Flop des Betriebssystems Windows 8 sind die Computernutzer skeptisch. Auch das neue Windows 10 erlebt keinen Durchbruch. Es läuft auf genauso wenig Rechnern wie das alte Windows XP. Favorit mit einem Marktanteil von 56 % bleibt Windows 7.

Foto: Andrew Gombert/dpa

Der Schock über das misslungene Betriebssystem Windows 8, der durch die kostenlos verteilte Version 8.1 nur leicht gemildert wurde, sitzt bei Computernutzern offensichtlich tief.

Obwohl der Software-Konzern Microsoft seinen Kunden, die die Versionen 7, 8 und 8.1 nutzen, das neue Betriebssystem schenkt, beißen die nicht so recht an. Fünf Monate nach der Vorstellung hat Windows 10 einen Weltmarktanteil von nur 10 %. Windows 7 eroberte, obwohl man es kaufen musste, in der gleichen Zeitspanne einen Marktanteil von fast 12 %.

Windows 10 wächst von Monat zu Monat schwächer

Sorgen dürfte sich Microsoft auch über die Zuwächse machen. Von Monat zu Monat wird das prozentuale Plus geringer. Auch das Weihnachtsgeschäft brachte keine Wende, ebenso wenig die immer aggressiver werdenden Bemühungen Microsofts, das Betriebssystem an den Mann zu bringen.

Die neuen Betriebssysteme von Windows bleiben schwach. Selbst das neue Windows 10 erreicht trotz des Weihnachtsgeschäftes gerade den Marktanteil des uralten Windows XP. 

Die neuen Betriebssysteme von Windows bleiben schwach. Selbst das neue Windows 10 erreicht trotz des Weihnachtsgeschäftes gerade den Marktanteil des uralten Windows XP. 

Foto: Microsoft

Anleitungen in Fachzeitschriften und im Internet haben Hochkonjunktur, die den Nutzerz erklären, wie man das automatische Herunterladen unterbindet.

Windows 10 hat derzeit etwa den gleichen Marktanteil wie das Uralt-System XP, das Microsoft gar nicht mehr unterstützt. Windows 7, das letzte Betriebssystem, das sicher und nutzerfreundlich war, liegt nach Angaben des amerikanischen Marktforschers Netmarketshare mit einem Marktanteil von 56 % weit in Führung. Dass die Nutzer den Wechsel scheuen, liegt wohl daran, dass sie weitgehend zufrieden sind und sich nicht an ein neues Erscheinungsbild gewöhnen wollen.

200 oder nur 164 Millionen Geräte mit Windows 10?

Im Oktober 2015 meldete Microsoft, auf weltweit 110 Millionen Geräten sei Windows 10 bereits installiert. Das war für das Unternehmen noch ein Grund zum Jubeln. Danach gab es keine Zahlen mehr. Erst zum Jahreswechsel teilte der Softwareriese eher verschämt mit, mittlerweile seien es 200 Millionen Geräte, darunter auch Xbox-Spielekonsolen, die das neue Betriebssystem ebenfalls kostenlos erhielten. Das kalifornische Marktforschungsunternehmen Net Application schätzt die Zahl der Geräte mit Windows 10 aktuell auf nur 164 Millionen.

Jetzt setzt Microsoft auf das Smartphone Lumia

Da besteht noch Nachholbedarf, wenn der für Windows 10 zuständige Microsoft-Vize-Präsident Terry Myerson Recht behalten will. Innerhalb von zwei bis drei Jahren werde das neue Betriebssystem auf einer Milliarde Geräten laufen, sagte er bei Microsofts Entwicklerkonferenz Build im vergangenen April.

Das Microsoft-Smartphone Lumia 950 soll Windows 10 jetzt zum Durchbruch verhelfen.

Das Microsoft-Smartphone Lumia 950 soll Windows 10 jetzt zum Durchbruch verhelfen.

Foto: Microsoft

Zu den aktuellen Hoffnungsträgern gehören die ersten Smartphones der Baureihe Lumia 950, die mit Windows 10 ausgerüstet sind. Deren Besitzer können sich im umfangreichen App-Store von Microsoft bedienen. Für die bisherigen Microsoft-Smartphones gab es nur wenige Programme.

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