Vision Urbanetic 13.09.2018, 13:15 Uhr

Einer für alle: Modularer autonomer Mercedes transportiert Güter oder Personen

Mit seiner neuen Systemlösung Vision Urbanetic will Mercedes-Benz das Mobilitätskonzept in unseren Städten revolutionieren. Die Idee: Eine Fahrplattform kann wahlweise mit Modulen für den Güter- oder den Personentransport minutenschnell umgerüstet werden. Der neue Mercedes fährt elektrisch und völlig autonom.

Einer für alle: Modularer autonomer Mercedes transportiert Güter oder Personen

Weltpremiere: Mercedes präsentierte seine Vision Urbanetic erstmals am 10. September 2018 in Kopenhagen.

Foto: Daimler

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Der CargoModul genannte Kofferaufbau für den Gütertransport – separat und aufgeschnallt auf die Fahrplattform.

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Die autonome Fahrplattform.

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Vision Urbanetic als People Mover unterwegs.

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In seiner Funktion als Kleinbus ist der Mercedes nicht auf Routen festgelegt.

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Der Mercedes Vision Urbanetic mit dem Gütertransportmodul.

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Der Mercedes Vision Urbanetic fährt autonom und elektrisch.

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Als Kleinbus bietet der Mercedes Vision Urbanetic Platz für zwölf Personen.

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Blick in den Laderaum des Mercedes Vision Urbanetic als Gütertransporter. Bis zu zehn Euro-Paletten haben hier Platz.

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Auf einen Blick: die separate Fahrplattform und in Kombination mit den beiden Modulen.

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Das Herzstück dieses Konzeptes ist eine flache Fahrplattform, in der sich neben dem Batteriepaket und Elektromotor auch bereits die gesamte Fahrwerkstechnik inklusive ausfahrbarer Sensoren befindet. Dadurch kann das Chassis völlig autonom und ohne Aufbau zum nächsten Einsatzort fahren. Dort gibt es dann zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Fahrplattform mit einem Cargo-Modul zum Gütertransporter oder mit einem Modul für die Personenbeförderung zum Kleinbus aufgerüstet.

Das Cargo-Modul sieht aus wie ein großer Koffer, kann innen in zwei Ebenen unterteilt werden und in seinem Laderaumvolumen von 10 m³ insgesamt bis zu zehn Euro-Paletten transportieren. Alternativ könnten auch andere Laderaumsysteme wie etwa vollautomatische Paketstationen darin untergebracht werden. Der Warentransporter hat eine Laderaumlänge von 3,70 m bei einer Gesamtlänge von 5,14 m.

Im Kleinbus haben zwölf Personen Platz

Sollen aber Personen transportiert werden, kommt eine Art Kleinbus auf das Untergestell. Bis zu zwölf Leute können hier, teils sitzend und teils stehend, untergebracht werden. Weil es keinen Fahrer mehr gibt in dieser autonomen Fortbewegung, werden Haltepunkte und andere Informationen digital an der Wagendecke eingeblendet. Weitere Infos gibt es über eine App, die mit Augmented Reality, also erweiterter Realität, arbeitet und zum Beispiel Bilder einblendet. Mit der App lässt sich auch eine Mitfahrgelegenheit im Mercedes-Bus oder eine Fahrt zum Flughafen organisieren und bestellen. Das System hat dafür eine IT-Infrastruktur, die in Echtzeit Angebot und Nachfrage in einem bestimmten Gebiet analysiert.

Keine starren Routen oder feste Fahrpläne

Laut Daimler soll das System auch über eine künstliche Intelligenz verfügen. „Dank Vollvernetzung, Auswertung lokaler Informationen – zum Beispiel über Konzerte und Veranstaltungen – und einer intelligenten Steuerung kann das System nicht nur aktuelle Bedarfe analysieren, sondern auch daraus lernen. So ist es in der Lage, zukünftige Bedarfe zu antizipieren und darauf zu reagieren.“ Damit können Prozesse optimiert und beispielsweise Warte- oder Lieferzeiten verkürzt und Staus vermieden werden. Beispielsweise kann das Gesamtsystem über die Datenerfassung eine wartende Menschengruppe an einem Veranstaltungsort erkennen. Es kann Fahrzeuge dorthin schicken, die den gesteigerten Bedarf schnell und effizient bedienen. Das System kann also flexibel reagieren und basiert nicht auf starren Routen oder festen Fahrplänen.

Angst vor autonomen Fahrzeugen?

Das klingt fast schon ein wenig unheimlich, aber auch diese häufig anzutreffende Skepsis gegenüber autonomen Fahrzeugen hat Mercedes berücksichtigt. „Über verschiedene Kamera- und Sensorsysteme nimmt das Fahrzeug seine Umgebung vollumfänglich wahr und kommuniziert aktiv mit ihr. Fußgänger, die vor ihm die Straße überqueren, werden durch das großzügige Display in der Fahrzeugfront mittels speziellen Animationen informiert, dass sie wahrgenommen wurden.

Morgens und nachmittags Personen transportieren, ansonsten Waren

„Beim Vision Urbanetic handelt es sich um ein völlig neues Mobilitätskonzept, das konsequent auf die tatsächlichen Bedarfe sowie auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt ist“, sagt Gerd Reichenbach, Leitung Strategie bei Mercedes Vans. „Frühmorgens und am späteren Nachmittag im Berufsverkehr kann die Flotte verstärkt mit dem People-Mover bestückt werden. In anderen Zeiten wird das System mit dem CargoModul genannten Kofferaufbau mehrheitlich für den Warentransport genutzt.“

Die Vision Urbanetic von Mercedes wurde in Kopenhagen präsentiert und wird bei der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover, die am 20. September beginnt, zu sehen sein.

Angekündigt hat Mercedes auch den Bau eines Brennstoffzellen-Laster. Mehr darüber erfahren Sie hier.

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