7 MW Leistung 21.05.2015, 08:58 Uhr

Siemens startet Probebetrieb seiner größten Offshore-Windenergieanlage

Sie ist ein Gigant: Die Rotoren der größten Windkraftanlage von Siemens haben einen Durchmesser von 154 m. Die 7 MW-Anlage kann 7000 Haushalte mit Strom versorgen. Ob die Offshore-Windturbine das auch in der Praxis zuverlässig kann, erprobt Siemens nun im dänischen Testfeld Østerild.

Der Prototyp der SWT-7.0-154 wurde jetzt im dänischen Østerild für den Probebetrieb installiert. Die Anlage kann auf hoher See so viel Strom produzieren, dass sie 7000 Haushalte versorgen kann.

Der Prototyp der SWT-7.0-154 wurde jetzt im dänischen Østerild für den Probebetrieb installiert. Die Anlage kann auf hoher See so viel Strom produzieren, dass sie 7000 Haushalte versorgen kann.

Foto: Siemens

„Die Errichtung der 7-MW-Version ist ein eindrucksvoller Meilenstein in der Weiterentwicklung dieser Anlagen“, schwärmt Morten Pilgaard Rasmussen, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Siemens Wind Power. Der Prototyp der neuen Offshore-Windenergieanlage SWT-7.0-154 steht nun im dänischen Østerild für den Testbetrieb. Mit dem Probebetrieb will Siemens insbesondere praktische Erkenntnisse im Betrieb des leistungsgesteigerten Generators und der verstärkten elektrischen Komponenten sammeln.

SWT-7.0 soll 2017 serienreif sein

Bereits im Mai 2011 hatte der Konzern den ersten Prototyp SWT-6.0-154 seiner direkt angetriebenen Offshore-Windturbinen installiert. Mit der noch etwas leistungsstärkeren Anlage 7.0 kommt nun schon das Folgemodell. Das neue Topmodell ist mit noch stärkeren Dauermagneten und optimierten Generatorsegmenten ausgestattet. Die Konverter- und Trafoeinheiten wurden der höheren Leistung angepasst. „Weil wir recht wenig ändern müssen, sind wir überzeugt, innerhalb von zwei Jahren die Serienreife zu schaffen“, hofft Rasmussen.

Die weiterentwickelte Windturbinenanlage kann bis zu 7000 Haushalte mit Strom versorgen. Unter den Bedingungen des Hochseewindes erzeugt die Anlage jährlich 32 Mio. kWh, erwartet Siemens. Das ist eine Leistungssteigerung von weiteren zehn Prozent gegenüber dem Vorgängermodell. Da die Betriebskosten gleich bleiben, verbessere sich die Rentabilität der Großanlagen, so Siemens. Die Anlage soll 25 Jahre lang Offshore-Betrieb durchhalten.

Die neue Großanlage von Siemens soll in zwei Jahren die Serienreife erreichen.

Die neue Großanlage von Siemens soll in zwei Jahren die Serienreife erreichen.

Foto: Siemens

Die Bezeichnung SWT steht für „Siemens Wind Turbine“, die 7.0 beziehungsweise 6.0 beziffert die Leistung der Turbine in MW, und die 154 gibt Auskunft über den Rotordurchmesser in Metern. Die 7-Megawatt-Turbine deckt mit ihren Rotoren eine Fläche von 18.600 Quadratmetern ab, das ist mehr als die Fläche von drei Fußballfeldern.

Offshore-Strome für 7000 Haushalte

Die SWT-7.0-154 ist laut Siemens die leichteste Windturbine ihrer Leistungsklasse. Durch das geringere Gewicht und die Robustheit sollen die Kosten für die Offshore-Infrastruktur, Installation und Wartung sinken. So kann die Großanlage mit den vorhandenen Kränen und Installationsschiffen installiert werden, ohne dass neue Anschaffungen getätigt werden müssen. Zudem ist ein kompaktes Anlagendesign möglich, denn die Windturbine läuft ohne Getriebe.

Als einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien ist Siemens die Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau. Auch die neuen Windturbinen mit Direktantrieb sind bereits erfolgreich. So wurden bereits zehn Systeme des Vorgängermodells SWT-6.0-154 bestellt.

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