Photovoltaik 14.03.2024, 07:00 Uhr

Rekordjahr beim Photovoltaik-Ausbau: Millionen-Marke geknackt

Noch nie zuvor wurden in Deutschland so viele Solaranlagen neu installiert wie 2023. Einen großen Sprung machten auch der Leistungszuwachs und die Zahl der Batteriespeicher, zeigt eine Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme.

PV-Anlage

Mehr PV-Dächer, Balkonkraftwerke und Stromspeicher: Der Photovoltaik-Ausbau ging 2023 voran.

Foto: PantherMedia.net/Elenathewise

Auf immer mehr Dächern und Balkonen in Deutschland blitzen Solarpanele im Sonnenlicht. Zum letzten Jahreswechsel erzeugten insgesamt 3,7 Millionen Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von über 82 Gigawatt Strom. Davon wurden über eine Million PV-Anlagen erst im Jahr 2023 installiert – ein Riesenschritt beim Ausbau der Photovoltaik.

Beigetragen hat dazu laut der dritten Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE vor allem das Segment der kleinsten Anlagen: die Balkon- und Mini-PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu zwei Kilowatt-Peak (kWp) Leistung. 293.000 dieser Mini-Anlagen, mit denen praktisch jede und jeder komplikationslos die persönliche Energiewende vorantreiben kann, wurden 2023 neu angemeldet.

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Photovoltaik-Trend Balkonkraftwerk

Im Jahr 2019 waren Balkonkraftwerke noch exotisch: Sie machten gerade einmal einen Anteil von zwei Prozent am Zubau aus. Inzwischen ist dieser relative Anteil an neu installierten Anlagen auf 29 Prozent gestiegen. „Balkon-PV-Anlagen sind leicht zu installieren und ermöglichen es auch Mieterinnen und Mietern, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen“, sagt Tobias Reuther, Autor der ISE Kurzstudie. Der Trend sei mittlerweile so stark, dass es sich beim Leistungszubau der Photovoltaik bemerkbar mache, „auch wenn weiterhin die größeren Anlagenklassen für dem Solarausbau in Deutschland entscheidend bleiben.“

Den Löwenanteil am Zubau neuer Kraftwerke machen jedoch seit 2001 Gebäudeanlagen mit zwei bis zehn kWp aus – also mit einer Leistung, die für viele Eigenheimdächer geeignet ist. Ihr relativer Anteil am Anlagenzubau liegt im Schnitt bei 64 Prozent. Es gibt aber seit 2021 auch eine deutliche Zunahme von leistungsstärkeren Photovoltaik-Anlagen, mit einer Leistung zwischen zehn und zwanzig kWp. Unterm Strich ist damit heute der Anteil an installierter Leistung in beiden Gruppen von PV-Anlage ähnlich groß: Die etwas kleineren tragen 19 Prozent des Zubaus bei, die größeren 22 Prozent.

Interessant: Auch wenn nach wie vor die meisten neuen PV-Anlagen in Richtung Süden installiert sind (45 Prozent), findet eine Diversifizierung in die verschiedenen Himmelsrichtungen statt. So werden Anlagen inzwischen öfter als früher nach Ost-West ausgerichtet, sodass sie morgens und abends Sonnenstrom produzieren.

Ausbauziel Photovoltaik 2023 schon im August erreicht

An Fahrt aufgenommen hat seit 2020 auch die Bedeutung von Freiflächenanlagen ab einem MW für den Photovoltaik-Leistungsausbau. Zwischen 2021 und 2023 sorgten sie durchschnittlich für ein Plus von 33 Prozent.

In der Gesamtbetrachtung, so das Ergebnis des Kurzberichts, wurden 14,4 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu gebaut – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Dass dies eine großer Erfolg ist, macht auch ein Blick auf das Ausbauziel der Bundesregierung für 2023 deutlich: Die politisch vorgegebene Marke lag bei neun Gigawatt Leistung – sie wurde bereits im August 2023 gerissen.

Allerdings: Nicht in allen Bundesländern geht der Ausbau gleich fix voran. Bayern und Baden-Württemberg sind zuletzt deutlich zurückgefallen. Ihr Anteil neu gebauter Photovoltaik-Anlagen ist von 50 Prozent im Jahr 2010 auf 32 Prozent 2023 zurückgegangen. Abgesehen von diesen beiden verteilt sich der PV-Ausbau zunehmend gleichmäßig auf die Bundesländer. Besonders stark legten im vergangenen Jahr Nordrhein-Westfalen mit 21 Prozent und Niedersachsen mit 13 Prozent zu.

Zahl der Batteriespeicher stieg rasant

Die Autoren der Fraunhofer-Kurzstudie analysierten auch, wie es mit der Installation von Stromspeichern vorangeht. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Nutzung von Photovoltaik, weil sie den Ökostrom auch dann verfügbar machen, wenn die Sonne nicht scheint. Die Zahlen zeigen: Die Anzahl der jährlich neu installierten Batteriespeicher ist in den vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt. Ende 2023 waren in Deutschland über 1,1 Millionen Batteriespeicher installiert. Beinahe 50 Prozent davon wurden allein im Jahr 2023 zugebaut.

Fast 83 Prozent der gesamten installierten Speicherkapazität machte Ende 2023 das Segment der sogenannten Heimspeicher bis 30 Kilowattstunden Speicherkapazität aus. Diese Stromspeicher werden vor allem in Kombination mit PV-Anlagen auf dem Dach eingesetzt. Etwa 13 Prozent entfallen auf Großspeicher ab 1.000 Kilowattstunden.

Ein Beitrag von:

  • Maike Petersen

    Maike Petersen

    Nach dem Geschichtsstudium ließ sich Maike Petersen bei der Deutschen Presseagentur dpa in Hamburg zur Mediendokumentarin in Recherche und Lektorat ausbilden und machte später einer Ausbildung zur Redakteurin an der Journalistenschule Axel Springer. Seit vierzehn Jahren arbeitet sie freiberuflich und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen:  Medizin und Energie.

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