Deutscher Ingenieurbaupreis 2018 27.11.2018, 14:20 Uhr

Ausgezeichnete Baukunst in Deutschland

Heute Abend werden in Stuttgart Bauingenieure für besondere Projekte geehrt.

Turm in winterlicher Landschaft

Der Preisträger des Deutschen Ingenieurpreises 2018 ist der Thysenkrupp Testturm in Rottweil, der vom Ingenieurbüro Werner Sobek aus Stuttgart entworfen und umgesetzt wurde.

Foto: Detlef Berndt, Zimmern

Blick in den Aufzugschacht

Mit dem Turm testet Thyssenkrupp neue Hochgeschwindigkeitsaufzüge.

Foto: Christian Marquart, Stuttgart

Blick in die lichtdurchflutete Lagerhalle

Eine Auszeichnung erhält die Salzlagerhalle Geislingen an der Steige, mit dem das staatliche Hochbauamt Ulm das Ingenieurbüro Furche Geiger Zimmermann beauftragt hatte.

Foto: Burckhard Walther, Stuttgart

Blick auf die Außenfassade der Salzlagerhalle

Die Halle orientiert sich an den Abmessungen der Sattelschlepper, die das Salz anliefern, ebenso wie an der zersetzenden Wirkung von Salz auf die Baumaterialien und dem begrenzten Budget derer, die Salzlagerhallen errichten.

Foto: Burckhard Walther, Stuttgart

Straßenbrücke "Rotes Steigle"

Ebenfalls ausgezeichnet wird die Straßenbrücke "Rotes Steigle" über die A8, die vom Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Partner umgesetzt wurde.

Foto: Ingolf Pompe, Stuttgart

Ausgezeichnete Baukunst in Deutschland

Eine Anerkennung geht an das Ingenieurbüro Knippers Helbig Advanced Engineering in Stuttgart, das eine Nachhallgalerie für die Staatsoper Unter den Linden in Berlin konzipierte. Das Rautenmuster erlaubt es dem Schall, sich unter der eigens angehobene Saaldecke auszubreiten.

Foto: Marcus Ebener

Kraftwerk Lausward bei Nacht aus der Ferne

Für das Stadtfesnter des Kraftwerks Lausward in Düsseldorf erhalten Bollinger + Grohmann Ingenieure aus Frankfurt eine Anerkennung. Das Hochhaus in Stahlbauweise hat einen Stahlbetonkern und musste erdbebensicher konstruiert werden.

Foto: Jens Kirchner

Lahntalbrücke bei Limburg von unten

Eine weitere Brücke und eine weitere Anerkennung: Die Lahntalbrücke über die A3 bei Limburg wurde von der Konstruktionsgruppe Bauen AG konstruiert. Sie besteht aus zwei Teilbauwerken, wovon eines zur Mitte der Bauzeit bereits den Verkehr der alten Brücke übernehmen musste.

Foto: Konstruktionsgruppe Bauen AG, Kempten

Bahnhofsgebäude von Chemnitz von außen

Die vierte Anerkennung geht an Buro Happold Engineering, das den Umbau des Hauptbahnhofs Chemnitz mitgestaltete. Der alte Bahnhof wurde im Zuge der Umbauarbeiten zurückgebaut, die unterste Etage geöffnet und das Gebäude mit Luftkissen verkleidet, die Tageslicht ins Innere bringen.

Foto: Jan Bitter, Berlin

Zum zweiten Mal wird heute Abend der Deutsche Ingenieurpreis vergeben. Er soll das hohe Niveau der Ingenieurbaukunst in Deutschland ehren und wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie der Bundesingenieurkammer verliehen. Die Auszeichnung, die mit 30.000 Euro dotiert ist, geht an den Thyssenkrupp Testturm in Rottweil, genauer gesagt an das verantwortliche Ingenieurbüro Werner Sobek Stuttgart AG. Wir berichteten über den Turm als er 2015 im Rohbau fertig war und bei der Vorstellung des ersten seillosen Aufzugs durch Thyssenkrupp zwei Jahre später.

Bundesbauminister Horst Seehofer würdigte das Projekt nun mit den Worten: „Wir zeichnen ein Hochleistungslabor aus, in dem ingenieurtechnische Entwicklungen für Wolkenkratzer weltweit getestet und zertifiziert werden. Mit der höchsten Besucherplattform Deutschlands begeistert das Ingenieurbauwerk zusätzlich als beeindruckendes Beispiel dafür, welchen Beitrag Ingenieurinnen und Ingenieure für attraktive Städte und Gemeinden in unserem Land leisten.“ Auch Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer betont, dass die öffentliche Zugänglichkeit des Turm ein entscheidender Faktor war, weshalb er sich gegen die anderen Bauwerke durchsetzen konnte. „Das ist es, was wir mit dem Preis wollen: Beeindruckende Ingenieurleistungen erlebbar machen“, so Kammeyer.

Das Siegerprojekt ebenso wie die anderen ausgezeichneten und anerkannten Projekte sehen Sie in unserer Bildergalerie. Dort finden Sie neben den Bauwerken auch die zuständigen Ingenieurbüros.

Von Lisa Schneider

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