828 m reichen noch für Platz 1: Die 10 höchsten Gebäude der Welt
Welche sind die höchsten Gebäude der Welt? Das aktuelle Top-10-Ranking mit Burj Khalifa, Merdeka 118 und den kommenden Rekordtürmen.
Der Burj Khalifa prägt mit 828 m Höhe die Skyline von Dubai. Seit seiner Fertigstellung 2010 ist er das höchste Gebäude der Welt.
Foto: Smarterpix / a211233
Seit 2010 thront der Burj Khalifa an der Spitze der weltweiten Hochhaus-Rangliste. Seine 828 m sind bis heute unerreicht. Dahinter hat sich allerdings einiges verändert: Mit Merdeka 118 steht inzwischen ein fast 679 m hoher Wolkenkratzer auf Platz 2, der Shanghai Tower ist auf Rang 3 gerutscht.
Und der nächste große Sprung zeichnet sich bereits ab. In Saudi-Arabien wächst der Jeddah Tower weiter. Er soll als erstes Gebäude der Welt die Marke von einem Kilometer überschreiten.
Inhaltsverzeichnis
- Was zählt überhaupt als höchstes Gebäude?
- Platz 10: CITIC Tower – eine Vase als Vorbild
- Platz 8: Tianjin CTF Finance Centre – der Wind bestimmte die Form
- Platz 8: Guangzhou CTF Finance Centre – 530 m mit Terrakotta
- Platz 7: One World Trade Center – warum die Spitze mitzählt
- Platz 6: Lotte World Tower – koreanische Keramik als Inspiration
- Platz 5: Ping An Finance Center – 90 cm fehlen zur 600-m-Marke
- Platz 4: Makkah Royal Clock Tower – deutsche Technik für eine 43-m-Uhr
- Platz 3: Shanghai Tower – drehen gegen den Wind
- Platz 2: Merdeka 118 – Beton bis in extreme Höhen
- Platz 1: Burj Khalifa – warum 828 m seit 2010 unerreicht sind
- Was bedeutet „Supertall“ und „Megatall“?
- Warum fehlt der 634 m hohe Tokyo Skytree?
- Welches Gebäude könnte den Burj Khalifa überholen?
- Und welches ist das höchste Gebäude Europas?
Was zählt überhaupt als höchstes Gebäude?
Bei Hochhäusern ist die Frage nach der Höhe komplizierter, als sie zunächst klingt. Eine Antenne kann ein Gebäude um Dutzende Meter verlängern. Sie macht den darunterliegenden Wolkenkratzer aber nicht zwangsläufig architektonisch höher.
Maßgeblich für internationale Ranglisten ist deshalb die sogenannte architektonische Höhe. Sie wird vom niedrigsten relevanten Gebäudezugang bis zum höchsten architektonischen Bestandteil gemessen. Fest zur Architektur gehörende Spitzen zählen mit, technische Antennen, Fahnenmasten oder andere technische Aufbauten dagegen nicht.
Die Regeln stammen vom Council on Vertical Urbanism (CVU). Die Organisation hieß bis 2025 Council on Tall Buildings and Urban Habitat, kurz CTBUH, und gilt international als maßgebliche Instanz bei der Vermessung und Einordnung von Hochhäusern.
Das aktuelle Ranking der fertiggestellten Gebäude sieht so aus:
Die zehn höchsten Gebäude der Welt 2026
| Platz | Gebäude | Stadt | Höhe |
| 1 | Burj Khalifa | Dubai | 828 m |
| 2 | Merdeka 118 / Menara Merdeka Maybank | Kuala Lumpur | 678,9 m |
| 3 | Shanghai Tower | Shanghai | 632 m |
| 4 | Makkah Royal Clock Tower | Mekka | 601 m |
| 5 | Ping An Finance Center | Shenzhen | 599,1 m |
| 6 | Lotte World Tower | Seoul | 554,5 m |
| 7 | One World Trade Center | New York | 541,3 m |
| 8 | Guangzhou CTF Finance Centre | Guangzhou | 530 m |
| 8 | Tianjin CTF Finance Centre | Tianjin | 530 m |
| 10 | CITIC Tower | Peking | 527,7 m |
Die beiden CTF-Türme teilen sich mit jeweils 530 m Rang 8. Grundlage des Rankings ist die Liste der fertiggestellten Gebäude des CVU.
Auffällig ist die geografische Verteilung: Neun der zehn höchsten Gebäude der Erde stehen in Asien, fünf davon allein in China. Nordamerika ist nur mit dem One World Trade Center vertreten. Ein europäisches Gebäude schafft es nicht annähernd in die Top 10.
Platz 10: CITIC Tower – eine Vase als Vorbild
527,7 m reichen derzeit für Platz 10. Der CITIC Tower in Peking wird auch „China Zun“ genannt. Das ist kein Zufall: Seine ungewöhnliche Silhouette orientiert sich an einem traditionellen chinesischen Ritualgefäß namens Zun.
Der Turm wird von der Basis zunächst schmaler und weitet sich im oberen Bereich wieder. Dadurch entsteht die charakteristische, leicht taillierte Form.

Für die Tragwerksplaner bedeutete das eine besondere Herausforderung. Peking liegt in einer Region, in der mit starken Erdbeben gerechnet werden muss. Ein äußeres Megatragwerk und sogenannte Gürtelträger versteifen deshalb das Gebäude. Die ungewöhnliche Form ist damit nicht nur Architektur, sondern Teil des statischen Konzepts.
Platz 8: Tianjin CTF Finance Centre – der Wind bestimmte die Form
Das 530 m hohe Tianjin CTF Finance Centre wirkt auf den ersten Blick vergleichsweise schlicht. Seine weichen Rundungen haben jedoch einen technischen Hintergrund.
Bei sehr hohen Gebäuden kann Wind auf der Rückseite regelmäßig Wirbel ablösen. Entstehen diese Wirbel in einem ungünstigen Rhythmus, können sie das Gebäude zu Schwingungen anregen. Ingenieurinnen und Ingenieure sprechen vom „Vortex Shedding“.

Beim Tianjin CTF Finance Centre verjüngt sich der Baukörper deshalb nach oben. Gleichzeitig wurden die Ecken abgerundet und die Fassade leicht gewellt. Dadurch wird die Strömung immer wieder gestört. Auch eine poröse Krone hilft dabei, die Windkräfte zu reduzieren.
Acht geneigte Megastützen tragen zusätzlich zur Steifigkeit bei. Die Konstruktion musste schließlich nicht nur Wind aushalten, sondern auch die hohen Anforderungen einer Erdbebenregion erfüllen.
Platz 8: Guangzhou CTF Finance Centre – 530 m mit Terrakotta
Exakt gleich hoch ist das Guangzhou CTF Finance Centre. Trotzdem sehen die beiden Schwesterrekordhalter völlig unterschiedlich aus.
Der Turm in Guangzhou springt an mehreren Stellen zurück. Dahinter steckt die Nutzung des Gebäudes: Büros, Wohnungen und Hotelbereiche benötigen unterschiedliche Grundrisse. Statt den gesamten Wolkenkratzer gleichmäßig zu verjüngen, verändert sich sein Querschnitt an den Übergängen zwischen diesen Bereichen.

Eine weitere Besonderheit steckt in der Fassade. Vor den Glasflächen sitzen vertikale Terrakottaelemente. Sie dienen unter anderem der Verschattung. Unterhalb des Turms befinden sich zudem Verbindungen zu Einkaufsflächen und zum öffentlichen Nahverkehr. Der 530-m-Wolkenkratzer funktioniert damit eher wie ein übereinandergestapeltes Stadtquartier als wie ein klassischer Büroturm.
Platz 7: One World Trade Center – warum die Spitze mitzählt
Das One World Trade Center zeigt besonders deutlich, warum bei Hochhaus-Rankings genaue Messregeln nötig sind.
Der New Yorker Wolkenkratzer erreicht offiziell 541,3 m. Das entspricht exakt 1776 Fuß. Die Zahl erinnert an das Jahr 1776, in dem die amerikanische Unabhängigkeitserklärung verabschiedet wurde.

Ein großer Teil dieser Höhe entfällt allerdings auf die Spitze. Der höchste regelmäßig genutzte Gebäudebereich endet schon deutlich darunter. Trotzdem zählt die Spitze zur offiziellen Höhe, weil sie vom damaligen CTBUH als architektonischer Bestandteil und nicht lediglich als technische Antenne eingestuft wurde.
Das Beispiel zeigt: Die Rangliste misst nicht einfach den höchsten Punkt eines Bauwerks, sondern folgt einer festgelegten architektonischen Definition.
Platz 6: Lotte World Tower – koreanische Keramik als Inspiration
Der Lotte World Tower erreicht 554,5 m und prägt seit seiner Fertigstellung die Skyline von Seoul. Seine schlanke, leicht geschwungene Form orientiert sich nach Angaben der Architekten an traditioneller koreanischer Keramik, Porzellan und Kalligrafie. Der Turm wird auf dem Weg nach oben immer schmaler und endet in einer zweigeteilten Krone.

Hinter der eleganten Hülle arbeitet ein deutlich massiveres Tragwerk. Ein Stahlbetonkern und acht große Außenstützen übernehmen einen erheblichen Teil der Lasten. Stahlfachwerke verbinden Kern und Außenstützen miteinander. Dadurch nutzt der Turm seine gesamte Breite, um Wind- und Erdbebenkräfte aufzunehmen.
Solche sogenannten Outrigger-Systeme finden sich in verschiedenen Gebäuden dieser Rangliste. Das Prinzip ist einfach: Statt nur den Kern gegen seitliche Kräfte arbeiten zu lassen, werden weiter außen liegende Stützen mit eingespannt. Der Hebelarm wird größer – und das Gebäude lässt sich effizienter versteifen.
Platz 5: Ping An Finance Center – 90 cm fehlen zur 600-m-Marke
Kaum ein Rekord kann knapper verpasst werden: Das Ping An Finance Center in Shenzhen ist 599,1 m hoch. Nur 90 cm fehlen zur 600-m-Marke.

Auch hier spielte der Wind bei der Formfindung eine wichtige Rolle. Acht große Verbundstützen zeichnen sich an der Außenhaut ab, während sich die Fassade nach oben verjüngt. Nach Angaben des CVU senkt die aerodynamisch optimierte Form die grundlegenden Windlasten um rund 35 %.
Interessant ist auch die Fassade. Rund 1700 t korrosionsbeständiger Edelstahl wurden dafür eingesetzt. Das Material soll dem salzhaltigen Küstenklima von Shenzhen langfristig standhalten.
Platz 4: Makkah Royal Clock Tower – deutsche Technik für eine 43-m-Uhr
Mit 601 m überschreitet der Makkah Royal Clock Tower in Mekka als erstes Gebäude dieses Rankings die 600-m-Marke.
Der obere Gebäudeteil ist kaum zu übersehen: In rund 450 m Höhe sitzen riesige Zifferblätter. Die größten messen 43 × 43 m. Allein die Zeiger sind mehr als 20 m lang.

An der Konstruktion war auch deutsche Technik beteiligt. Das Stuttgarter Unternehmen SL Rasch plante den Uhrenaufsatz, die Turmuhrenfirma Perrot aus Calw war an der Realisierung der Uhr beteiligt.
Weil Gewicht in dieser Höhe besonders problematisch ist, kamen unter anderem glas- und kohlenstofffaserverstärkte Verbundwerkstoffe zum Einsatz. Die selbsttragenden Zeiger funktionieren konstruktiv ähnlich wie eine leichte Bootsschale: Ihre Steifigkeit entsteht weitgehend durch die äußere Hülle.
Platz 3: Shanghai Tower – drehen gegen den Wind
Der Shanghai Tower war nach dem Burj Khalifa jahrelang das zweithöchste Gebäude der Welt. Mit der Fertigstellung von Merdeka 118 rutschte der 632-m-Turm auf Platz 3. Schon von Weitem fällt seine verdrehte Fassade auf. Das ist weit mehr als ein gestalterischer Effekt.

Während der Planung wurden zahlreiche Varianten im Windkanal untersucht. Die Ingenieure variierten sowohl die Verjüngung als auch die Drehung des Gebäudes. Die schließlich gewählte Geometrie mit einer Rotation von rund 120° reduzierte bei den Untersuchungen die strukturellen Windlasten und Fassadendrücke um bis zu 24 % gegenüber dem untersuchten verjüngten Basisentwurf.
Das zeigt ein Grundproblem von Wolkenkratzern: Je höher sie werden, desto wichtiger wird nicht allein die Festigkeit des Tragwerks. Ebenso wichtig ist, wie der Wind um das Gebäude herumströmt. Eine günstigere Form kann enorme Kräfte vermeiden, bevor sie überhaupt vom Tragwerk aufgenommen werden müssen.
Platz 2: Merdeka 118 – Beton bis in extreme Höhen
Seit 2023 steht der zweithöchste Wolkenkratzer der Erde in Kuala Lumpur. Merdeka 118 erreicht 678,9 m und überragt den Shanghai Tower um fast 47 m. Das CVU führt das Gebäude in seiner aktuellen Weltrangliste unter dem Namen Menara Merdeka Maybank. Die Tragwerksplaner mussten vor allem zwei Probleme lösen: das enorme Eigengewicht und die seitlichen Windkräfte.
Im Inneren steht ein massiver Stahlbetonkern. Über mehrere Stockwerke hohe Fachwerke wird er mit großen Stützen im Außenbereich gekoppelt. Kern und Außenstützen stemmen sich dadurch gemeinsam gegen die seitliche Bewegung des Turms.

Eine besondere Rolle spielte der Beton. Arup entwickelte zusammen mit dem Bauunternehmen einen Hochleistungsbeton, der sich trotz seiner hohen Festigkeit über außergewöhnlich große Höhen pumpen ließ. Gleichzeitig sollte er steif genug sein, um die Verformungen des Gebäudes unter Windlast zu begrenzen.
Auch die lange Spitze musste separat untersucht werden. Sie macht beinahe ein Viertel der Gebäudehöhe aus und ist vergleichsweise schlank und flexibel. Windkanalversuche halfen dabei, ihre Schwingungen zu beherrschen.
Platz 1: Burj Khalifa – warum 828 m seit 2010 unerreicht sind
Der Abstand ist weiterhin gewaltig. Zwischen Merdeka 118 und dem Burj Khalifa liegen rund 149 m. Das 828 m hohe Gebäude in Dubai steht bereits seit 2010 an der Spitze. Dass der Rekord so lange hält, hat auch damit zu tun, wie konsequent die Konstruktion auf extreme Höhe ausgelegt wurde.
Der Grundriss ähnelt einem Y. Drei Gebäudeflügel treffen auf einen starken zentralen Kern und stützen sich gegenseitig. Dieses System wird als „buttressed core“ bezeichnet. Die Flügel stabilisieren den Kern, der Kern wiederum hält die drei Flügel zusammen.

Gleichzeitig ändert sich die Gebäudeform auf dem Weg nach oben immer wieder. Einzelne Flügel springen zurück, der Querschnitt wird kleiner. Dadurch findet der Wind kaum eine über Hunderte Meter gleichbleibende Form vor, an der sich regelmäßige Wirbel ausbilden könnten.
Windkanalversuche beeinflussten deshalb nicht nur Details des Tragwerks, sondern die gesamte äußere Form des Burj Khalifa. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus dem Ranking: Bei extrem hohen Wolkenkratzern lassen sich Architektur und Tragwerksplanung kaum noch voneinander trennen. Die Form muss selbst Teil der technischen Lösung werden.
Was bedeutet „Supertall“ und „Megatall“?
Eine weltweit verbindliche Grenze dafür, wann ein Gebäude überhaupt als „Tall Building“ oder Wolkenkratzer gilt, gibt es nicht. Das CVU weist ausdrücklich darauf hin, dass dabei auch die Umgebung und die Proportionen eines Bauwerks eine Rolle spielen.
Für besonders hohe Gebäude gibt es dagegen klare Kategorien:
- Supertall sind Gebäude ab 300 m Höhe.
- Megatall beginnt bei 600 m.
Nach dieser Definition liegen die ersten vier Gebäude unseres Rankings jenseits der 600-m-Marke.
Deutschland spielt bei solchen Dimensionen in einer völlig anderen Liga. Hier beginnt ein Hochhaus baurechtlich bereits dort, wo der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 22 m über der Geländeoberfläche liegt. Welche zusätzlichen Sicherheitsanforderungen daraus entstehen, erläutern wir in unserem Beitrag über die Sicherheit von Hochhäusern in Deutschland.
Warum fehlt der 634 m hohe Tokyo Skytree?
Wer nur die absolute Höhe betrachtet, könnte sich über das Ranking wundern. Der Tokyo Skytree ist schließlich 634 m hoch und würde damit sogar den Shanghai Tower überragen. Er taucht trotzdem nicht auf.
Der Grund: Der Tokyo Skytree ist kein Hochhaus, sondern ein Fernseh- und Aussichtsturm. Das CVU wertet ein Bauwerk nur dann als Gebäude, wenn mindestens 50 % seiner Höhe aus nutzbaren Flächen bestehen. Andernfalls wird es als Telekommunikations- oder Aussichtsturm geführt.
Wer diese Bauwerke vergleichen möchte, findet sie in unserem separaten Ranking der zehn höchsten Fernsehtürme der Welt.
Welches Gebäude könnte den Burj Khalifa überholen?
Der nächste Wechsel an der Spitze wird möglicherweise kein Duell um ein paar Meter. In Saudi-Arabien entsteht ein Gebäude, das den bisherigen Rekord regelrecht überspringen soll.
Der Jeddah Tower ist mit einer geplanten Höhe von mehr als 1000 m wieder im Bau. Das CVU führt derzeit 2030 als erwartetes Fertigstellungsjahr. Sollte der Turm tatsächlich die Kilometermarke überschreiten, wäre er mindestens rund 170 m höher als der Burj Khalifa.
Der Baufortschritt ist inzwischen deutlich sichtbar: Ende Juli 2026 hatte der Turm rund 430 m erreicht. Warum trotzdem noch viel Arbeit vor den Bauleuten liegt und welche deutsche Technik im Projekt steckt, haben wir ausführlich im Beitrag Jeddah Tower wächst weiter – deutsche Technik an Bord beschrieben.
Ein weiterer Kandidat entsteht ausgerechnet in Dubai. Der Burj Azizi soll 725 m erreichen und 2030 fertiggestellt werden. Damit würde er Merdeka 118 überholen, dem Burj Khalifa aber weiterhin mehr als 100 m fehlen.
Auch ein alter Bekannter könnte noch ins Ranking zurückkehren. Das lange unter dem Namen Goldin Finance 117 bekannte Tianjin 117 Building hat seine architektonische Höhe von 596,6 m bereits erreicht. Nach jahrelanger Verzögerung führt das CVU das Projekt inzwischen mit einer erwarteten Fertigstellung 2027. Würde das gelingen, läge es nach heutiger Rangliste zwischen Ping An Finance Center und Lotte World Tower.
Damit dürfte sich die Top 10 in den kommenden Jahren deutlich verändern. Nur der älteste Rekordhalter an der Spitze erweist sich bislang als erstaunlich hartnäckig.
Und welches ist das höchste Gebäude Europas?
Europas Rekordhalter liegt deutlich außerhalb der globalen Top 10. Das Lakhta Center in St. Petersburg erreicht 462 m und steht im aktuellen CVU-Ranking weltweit auf Platz 16.
Eine Besonderheit des russischen Wolkenkratzers: Deutsche Ingenieure waren maßgeblich an seiner komplexen Glasfassade beteiligt. Mehr dazu steht in unserem Porträt des Lakhta Center, des höchsten Gebäudes Europas.
Quellen
- Council on Vertical Urbanism: Aktuelles Ranking der höchsten fertiggestellten Gebäude der Welt
- Council on Vertical Urbanism: Kriterien zur Messung und Einordnung hoher Gebäude
- Council on Vertical Urbanism: Tall Building Trends & Forecasts 2026
- Arup: Tragwerk und Hochleistungsbeton von Merdeka 118
- Burj Khalifa: Tragwerkskonzept und Konstruktion des Burj Khalifa
- Gensler: Fassadenentwicklung und Winduntersuchungen des Shanghai Tower
- SL Rasch: Konstruktion des Makkah Royal Clock Tower
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