Familie

Zwei Hände halten Silhouetten auf Papier von einer Familie, zwei Kindern und zwei Erwachsenen, die sich an den Händen halten

Foto: panthermedia.net/Andriy Popov

Der Stellenwert von Familie hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht wesentlich abgenommen. Ihr Charakter hat sich allerdings verändert. Das klassische Familienmodell ist heute nicht mehr Standard, es gibt viele Formen und viele Fragen – etwa zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Work-Life-Balance

Job und Kind zu vereinbaren, ist nicht einfach. Doch gerade Akademiker wägen vor der Gründung einer Familie sehr genau ab, ob sich Familie und Beruf verbinden lassen. Diese Vereinbarkeit, auf Englisch reconciliation, verspricht einerseits finanzielle Sicherheit, zum anderen verhindert sie auch, dass Kinder insbesondere für junge Frauen mit einem Karriereknick gleichzusetzen sind.

Wer als Mutter frühzeitig auf eine Kinderbetreuung setzen kann, wer als Arbeitnehmer eventuell einen Betriebskindergarten in Anspruch nehmen kann, der muss sich nicht fragen, ob er auf Karriere oder Familie, ob er auf Kind oder Job setzen sollte. Er kann beides vereinen.

Förderung von Familiengründung in Deutschland

Deutschland tut viel, um die Familiengründung zu fördern. Ob Mutterschutz oder Elternzeit, in kaum einem anderen Land gibt es eine so umfangreiche Freistellung für Eltern. Wenn die Kleinen etwas größer sind, folgt das Kindergeld und das Kinderkrankengeld. Finanzielle und organisatorische Unterstützung ist also gegeben, wenn auch im klassischen Regelwerk nach deutschem Gusto.

Warum also ist es schwer, Familie und Beruf zu verbinden? Insbesondere fehlt es an Betreuungsangeboten für die Kleinen und an flexiblen Arbeitsmodellen für Mütter und Väter. Und auch die zeitliche Belastung, die das Managen einer Familie neben einem Job mit sich bringt, ist noch immer nicht gleichmäßig auf den Schultern von Mutter und Vater verteilt. Frauen investieren auf im 21. Jahrhundert wesentlich mehr Zeit in die Familie als Männer – unabhängig davon, ob es um die Kindererziehung, die Haushaltsführung oder die Pflege von Angehörigen geht. Die Hans-Böckler-Stiftung fand sogar heraus, dass flexibles Arbeiten und Home Office Mütter zusätzlich belastet.

Pflege von Angehörigen

Familie bedeutet nicht nur Kinder großzuziehen, auch die Pflege von Angehörigen fällt unter dieses Stichwort. Zumindest wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, lohnt sich auch ein Blick in das Pflegezeitgesetz. Es beantwortet, wer, wann, wie lange Pflegezeit in Anspruch nehmen darf und was das finanziell für Arbeitnehmer bedeutet.

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