Gehalt 06.06.2014, 00:00 Uhr

Über Upgrades und Sparvorschriften bei Firmenwagen für Ingenieure

Viele Ingenieure bekommen von ihrem Arbeitgeber die Chance, einen Firmenwagen zu fahren. Dabei werden jedoch nicht alle Wünsche erfüllt. Jedes Unternehmen hat interne Regelungen. Teilweise sind Modelle und Laufzeiten der Verträge vorgeschrieben, bei anderen ist mehr Flexibilität möglich.

Die Regelungen zu Firmenwagen sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Die Regelungen zu Firmenwagen sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Foto: panthermedia.net/thodonal

Immer noch gilt er eher als Statussymbol denn als Arbeitsgerät – der Firmenwagen für Ingenieure. Tausende Arbeitnehmer fahren damit täglich, nicht nur dienstlich, sondern oft auch privat. Denn die Nutzung des Firmenwagens rentiert sich oft mehr als ein Privatwagen. Schließlich zahlt der Arbeitgeber häufig die laufenden Kosten. Vom Kauf über Benzin bis hin zur Reparatur, von Parkgebühren bis zur Garagenmiete. Im neuen „Company Car Report 2014“ von der Unternehmensberatung Towers Watson gaben rund 82,3 Prozent der befragten Unternehmen an, einen Firmenwagen oder eine Car Allowance anzubieten.

Ein Firmenwagen für Fachkräfte (Vertrieb und Nicht-Vertrieb) kostet durchschnittlich über alle Branchen 32.750 Euro. Für die Mobilität des mittleren Managements investieren Arbeitgeber rund 39.750 Euro, für die oberen Führungskräfte (Top Executives) rund 51.000 Euro und für das General Management (CEO, COO, Profit Center Heads) rund 70.000 Euro. Firmenwagen für Vertriebsmitarbeiter sind in der Regel etwas besser ausgestattet als die Fahrzeuge für vergleichbare Ingenieure aus anderen Abteilungen. Die üblichen Leasingraten schlagen mit 650 Euro für Fachkräfte und mit rund 1.050 Euro für das General Management zu Buche.

Firmenwagen für Ingenieure – Welche Modelle sind verbreitet?

General Management

 Audi A6 3.0 TDI, Audi A6 2.0 TDI, BMW 530d

Obere Führungskräfte (Top Executives)

Audi A6 2.0 TDI, BMW 525d, VW Passat 2.0 TD

Mittleres Management

 BMW 520d, Audi A4 2.0 TDI, VW Passat 1.6

Fachkräfte

VW Golf 1.6 TDI , BMW 316 d, BMW 116 d

Quelle: Towers Watson „Company Car Report 2014“

 
Im Zuge der Kostenoptimierung setzen Unternehmen vielfach als erste Kostensenkungsmaßnahme bei den Firmenwagen für Ingenieure an. Rund 53 Prozent der für die Towers Watson Studie „Company Car Report 2014“ befragten Unternehmen gaben an, dass sie ihre Dienstwagenrichtlinie in den letzten zwölf Monaten überprüft haben. 53 Prozent planen dies auch für die kommenden 12 Monate. Die befragten Unternehmen nannten unterschiedliche Gründe für die Überprüfung ihrer Dienstwagenrichtlinie.

Firmenwagen für Ingenieure stehen auf dem Prüfstand

So werden die Ausrichtung an der marktüblichen Praxis, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, die Reduktion von Kosten und des administrativen Aufwands als auch die Harmonisierung der Firmenstandorte (inklusive der Standorte von Tochterunternehmen) über Ländergrenzen hinweg am häufigsten genannt. Verstärkt werden auch seit den letzten Jahren die Verringerung der CO2 Emissionen und die Einführung einer Green Car Policy beziehungsweise einer Green Fleet Policy als Gründe für die Überprüfung der Firmenwagen für Ingenieure angegeben. Steueraspekte und Flexibilität spielen für die meisten Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle.

Als erste mögliche Maßnahme zur Kostenoptimierung steht häufig die Finanzierungsart auf dem Prüfstand. Nur sechs Prozent der Unternehmen kaufen Firmenwagen für Ingenieure. Viel häufiger sind das einfache Leasing (50 Prozent) oder das Full-Service-Leasing (47 Prozent) anzutreffen. Auch die Höhe der Kosten wird genau überprüft. Da der Firmenwagen jedoch nach wie vor ein hoch emotionales Thema ist, empfiehlt es sich für Unternehmen, hier sensibel vorzugehen, um die Mitarbeiter nicht zu demotivieren. So werden Firmenwagen selten komplett abgeschafft. Stattdessen steigen Unternehmen eher auf kleinere Modelle und insbesondere kleinere Motoren um (Downgrading).

Auswahlkriterien bei den Firmenwagen für Ingenieure

Alternativ werden die Ausstattungsvarianten und Freiheiten in der Modellwahl weiter vereinheitlicht, sodass den Arbeitnehmern häufig Herstellermarken vorgegeben werden aus denen gewählt werden kann. 67 Prozent der von Towers Watson befragten Unternehmen gaben an, ihren Mitarbeitern Wahlmöglichkeiten zwischen einigen vorgegeben Fahrzeugmodellen anzubieten. Etwa 27 Prozent der Unternehmen machen ihren Mitarbeitern hingegen keinerlei Vorschriften bis zu einer bestimmten Kostenobergrenze bei den Firmenwagen für Ingenieure.

Nur neun Prozent der befragten Unternehmen geben das Fahrzeugmodell ohne jegliche Wahlmöglichkeit strikt vor, und nur rund ein Prozent machen ihren Mitarbeitern keine Vorschriften in Bezug auf das Fahrzeugmodell und den Kaufpreis. Lediglich ein Prozent der Unternehmen entscheiden anhand von anderen Kriterien, wie zum Beispiel einem prozentualen Anteil des Jahresgrundgehalts über Firmenwagen für Ingenieure.

Welche Fahrzeugtypen sind als Firmenwagen für Ingenieure üblich?

Über neun Prozent der befragten Unternehmen verbieten die Wahl von bestimmten Fahrzeugtypen als Firmenwagen für Ingenieure. Das Verbot einzelner Fahrzeugtypen unterscheidet sich je nach Unternehmen: 

  • Cabrios und Sportwagen sind bei 99 Prozent der Unternehmen verboten.
  • Bei circa 83 Prozent der Unternehmen stehen keine zwei- oder dreitürigen Fahrzeuge zur Verfügung
  • 75 Prozent der Unternehmen bieten keine SUV als Firmenwagen für Ingenieure an.
  • Knapp 85 Prozent der Unternehmen untersagen die Nutzung von Vans und Fahrzeugen über einem bestimmten CO2 Emissionslevel.
  • Anderweitige Beschränkungen, wie Fahrzeuge, die einen bestimmten Kraftstoffverbrauch überschreiten, gaben 33 Prozent der Unternehmen an.

Sonderwünsche werden (etwa im Hinblick auf die Motorengröße), wenn überhaupt, überwiegend auf Mitarbeiterkosten realisiert, die der Betreffende häufig direkt mit der Leasing-Gesellschaft vereinbaren muss.

Upgrade auf eigene Kosten bei Firmenwagen für Ingenieure

39 Prozent der Unternehmen geben ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich durch Gehaltsumwandlung beziehungsweise aus eigenen Mitteln einen kostspieligeren Firmenwagen als Ingenieur anzuschaffen. Das Trade-up (wie auch das Trade-down) wird je nach Unternehmen individuell geregelt:

  • 71 Prozent der Unternehmen setzen einen fixen Betrag als Höchstgrenze fest.
  • Bei circa 14 Prozent der Unternehmen liegt die Höchstgrenze bei einem Firmenwagen für Ingenieure, der eine Stufe über dem Modell liegt, auf das Anspruch besteht.
  • Rund 14 Prozent der Unternehmen bieten anderweitige Möglichkeiten des Trade-up, wie zum Beispiel eine bessere Fahrzeugausstattung, an.
  • Über 47 Prozent der Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, einen kostengünstigeren Firmenwagen, als derjenige der ihnen zustehen würde, auszuwählen.
  • 13 Prozent der Unternehmen leisten beim Trade-down eine Kompensationszahlung.

Firmenwagen für Ingenieure werden länger gefahren

Eine weitere Variante ist schließlich die Verlängerung der Laufzeit der Firmenwagen für Ingenieure mit der Leasing-Gesellschaft. Die in der Regel gewählte Dauer von rund drei Jahren Laufzeit wird mittlerweile von zahlreichen Arbeitgebern überprüft. Eine nicht zu unterschätzende Anzahl der Unternehmen erwägt, die Leasing-Dauer auf dreieinhalb bis vier Jahre heraufzusetzen. Unternehmen, die Leasingverträge für ihre Fahrzeuge abschließen und einen Zeitraum für den Ersatz festlegen, haben folgende Ersatzzeiträume genannt:

  • Am häufigsten nach 36 Monaten.
  • Am zweithäufigsten nach 48 Monaten.
  • Am dritthäufigsten nach 42 Monaten.

Befragte Unternehmen, die ebenfalls Leasingverträge für ihre Firmenwagen für Ingenieure abschließen, aber den Ersatzzeitpunkt anhand von einer bestimmten Kilometeranzahl festlegen, haben folgende Kilometerlaufleistungen für den Ersatzzeitpunkt genannt:

  • Am häufigsten 120.000 Kilometer.
  • Am zweithäufigsten 150.000 Kilometer.
  • Am dritthäufigsten 160.000 Kilometer.

Firmenwagen für Ingenieure sollten die Umwelt schonen

Bei der Überprüfung von Regelungen bei Firmenwagen für Ingenieure spielen immer häufiger auch Umweltschutzaspekte eine wichtige Rolle. So haben bereits einige größere Firmen abgasfreundlichere Modelle in ihre Vertragswerke mit den Leasing-Gesellschaften aufgenommen (Green Car Policy). Bei größeren Flotten werden Ingenieure von ihren Arbeitgebern häufig auch mit Ausstattungsextras oder einem zusätzlichen Leasing-/Bruttolistenpreis-Budget motiviert, auf umweltfreundliche Wagen zurückzugreifen.

Auch die Treibstoffkosten stehen im Fokus. Manche Unternehmen bieten sogar Trainings zum spritverbrauchsoptimierten Fahren an. Darüberhinaus versuchen die Unternehmen, Optionen aufzuzeigen, wie die Nutzung der Firmenwagen von Ingenieuren unter Umweltaspekten minimiert werden kann. Zum Beispiel durch die Möglichkeit von Telefonkonferenzen oder die Nutzung des Home Office, um Fahrten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Bruttolistenpreise für Firmenwagen für Ingenieure

(Durchschnittlicher Bruttolistenpreis)

Fachkräfte

 32.000 €

Fachkräfte (Vertrieb)

 33.500 €

Mittleres Management

 38.000 €

Mittleres Management (Vertrieb)

 41.500 €

Top Executives

 50.500 €

Top Executives (Vertrieb)

 51.500 €

General Management

 70.000 €

Quelle: Towers Watson „Company Car Report 2014“

Leasingraten für Firmenwagen für Ingenieure

(Durchschnittliche monatliche Leasingwerte)

Fachkräfte

    650 €

Fachkräfte (Vertrieb)

    650 €

Mittleres Management

    750 €

Mittleres Management (Vertrieb)

    800 €

Top Executives

    850 €

Top Executives (Vertrieb)

    900 €

General Management

 1.050 €

Quelle: Towers Watson „Company Car Report 2014“

www.towerswatson.de

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