Gehalt 04.07.2014, 00:00 Uhr

Im Ausland: Der Plan zur internationalen Pension für Ingenieure

Ein internationaler Plan für die Pension ist vor allem für Ingenieure interessant, die längere Zeit im Ausland arbeiten. Zum Teil gelten in verschiedenen Ländern unterschiedliche Regeln. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig über Möglichkeiten und die Gesetzeslage zu informieren.

Pension im Ausland wird immer beliebter.

Pension im Ausland wird immer beliebter.

Foto: panthermedia.net/Shebeko

Die Bedeutung von internationalen Pensionsplänen (IPP) in Unternehmen steigt. Dies lässt sich sowohl aus der wachsenden Teilnehmerzahl des International Pension Plan Survey von Towers Watson (sie stieg 2013 um zehn Prozent) als auch in der Anzahl der hierfür gemeldeten Pensionspläne (2013: + 4 Prozent) ableiten. Wesentliches Ziel der Unternehmen ist nach wie vor, international mobilen Mitarbeitern eine betrieblich finanzierte Altersversorgung zu gewähren. Dabei stehen die Ingenieure im Vordergrund, die weder im Pensionsplan ihres Herkunfts- noch im Pensionsplan ihres Tätigkeitslandes versorgt werden können.

Daneben werden IPP heute aber auch für lokale Belegschaften geöffnet oder etabliert, vor allem in Ländern, die über keine oder nur eine unzureichende Infrastruktur für Altersversorgung verfügen. Dazu gehören Länder im Nahen und Mittleren Osten und Afrika, die noch nicht über einen diversifizierten Kapitalmarkt und ausreichend versierte Finanzdienstleister sowie eine geregelte Pension für Ingenieure verfügen.

Trend zu einem internationalen Plan für die Pension bei Ingenieuren

Als weiterer Trend ist zu erkennen, dass IPP mit einem grenzüberschreitenden Plan für eine Pension bei Ingenieuren im Sinne der EU-Gesetzgebung (Institutions for Occupational Retirement Provision, IORPs) kombiniert werden, um beispielsweise steuerliche Förderungen nutzen zu können. Denn während die Arbeitgeberbeiträge zu einem klassischen IPP steuerlich wie Gehaltszahlungen und Mitarbeiterbeiträge wie private Sparbeiträge behandelt werden, kommen IORP in den Genuss steuerlicher Förderungen, wie zum Beispiel den Aufschub der Besteuerung von Arbeitgeberbeiträgen und Investmenterträgen bis zur Zahlung der Altersleistungen.

Die Survey-Resultate verweisen auf einen weiteren Trend in Bezug auf die Pension bei Ingenieuren. In zunehmendem Maße werden IPPs nicht hauptsächlich als Instrument der Altersversorgung eingesetzt, sondern als Sparplan mit einer kürzeren Zeitperspektive. Dies ist auch eine Folge kürzerer Betriebszugehörigkeit von entsandten und lokalen Mitarbeitern. Rund ein Drittel der im Survey untersuchten IPP wird als Sparplan genutzt, während die restlichen zwei Drittel die Versorgung nach Eintritt in den Ruhestand zum Ziel haben.

Survey zu internationalen Plänen für die Pension von Ingenieuren

Für Ingenieure interessant: Der aktuelle International Pension Plan Survey bietet einen umfassenden Überblick über die wesentlichen Gestaltungsmerkmale und Teilnahmekriterien von 438 International Pension Plans (IPP). Dazu zählen etwa:

  • Plantyp: Defined Benefit oder Defined Contribution
  • Unverfallbarkeitskriterien und -fristen
  • Finanzierungsvehikel, z. B. Trusts oder Vertragsarrangements
  • Beitragsformel und -höhe für Arbeitgeber- und Mitarbeiterbeiträge
  • Investment der Beiträge: Art und Anzahl der zur Verfügung stehenden Fonds und Investmentkonzepte
  • Auszahlungsformen der Pension bei Ingenieuren (Kapital, Auszahlungsplan oder Rente).

Der Survey beruht auf den Angaben von 406 großen und mittelgroßen multinationalen Unternehmen weltweit. Die betrachteten IPP erfassen zwischen zehn bis zu über 7.000 Mitarbeiter.

www.towerswatson.de

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