Richtig schenken 29.11.2017, 01:00 Uhr

Weihnachtskarten & Weihnachtsgeschenke: Tipps und Tricks

Alle Jahre wieder ist es soweit: Kunden und Geschäftspartner wollen mit Weihnachtskarten und Weihnachtsgeschenken bedacht werden. Auch Kollegen und Mitarbeiter freuen sich über eine Aufmerksamkeit. Was im Falle der Weihnachtskarten eine Frage von Geschmack, Stil und der richtigen Ansprache ist, gestaltet sich für Weihnachtsgeschenke komplizierter: Hier müssen Ingenieure rechtliche Aspekte beachten – Stichwort Korruption. Und auch sie müssen als potenzieller Geschenkempfänger manches beherzigen.

Weihnachtsgrüße und Geschenke: Ein kreativer Balanceakt.

Weihnachtsgrüße und Geschenke: Ein kreativer Balanceakt.

Foto: panthermedia.net/rfphoto

Auch heute noch zählen Weihnachtskarten für viele Ingenieure zu den Aufgaben, die mehr als lästige Pflicht wahrgenommen werden und weniger als das, was sie sind: Ein wirksames Mittel der Kundenbindung und Kontaktpflege, das Wertschätzung ausdrückt und mit der richtigen Einstellung auch Spaß macht. Die wichtigsten Voraussetzungen dabei: Nehmen Sie sich Zeit für Auswahl und Texte der Weihnachtskarten und überlegen Sie genau, wem Sie welchen Weihnachtsgruß übermitteln wollen. Vermeiden Sie unbedingt Weihnachtskarten, die mit einem Einheitstext bedruckt sind, unter den Sie nur noch Ihre Unterschrift setzen. Das ist unpersönlich und gerät schnell in Vergessenheit. Weihnachtsgrüße sollten immer individuell getextete Botschaften sein, die etwas über den Sender sagen und natürlich auch darüber, was er vom Empfänger hält.

Weihnachts-E-Mail oder Weihnachtskarte?

Bis vor wenigen Jahren kamen Weihnachts-E-Mails und Weihnachts-SMS bei Kunden und Geschäftspartnern nicht gut an. Nicht zuletzt, weil viele Weihnachtsgrüße aufgrund ihres Betreffs im Spamfilter hängenbleiben, denn genau mit solchen Begriffen arbeiten Spam-Mails in der Regel. Doch grundsätzlich spricht heute auch im beruflichen Umfeld nichts mehr gegen Weihnachtsgrüße per E-Mail, wenn sie gut gemacht sind. Denn auch Weihnachts-E-Mails, die sichtbar an mehrere Empfänger versendet wurden, sind tabu. Und auch sämtliche Kriterien, die bei der Weihnachtskarte aus Papier und Pappe gelten, sollten hier beachtet werden.

Wichtigste Kriterien sind Geschmack, Stil und Ansprache. Deswegen sollten Sie auf keinen Fall krampfhaft witzige oder obszöne Weihnachtsmotive auswählen, geschweige denn, entsprechende Grußtexte verfassen. Die Weihnachtsgrüße sollten stattdessen zum Fest der Liebe passen. Am schönsten, aber auch am schwierigsten ist ein selbst erdachter und individuell formulierter Text. Darüber hinaus können Sie auch auf das Weihnachtsfest in seiner ursprünglichen, christlichen Bedeutung eingehen oder gleich dazu übergehen, Grüße zum Jahresende zu verschicken. Immerhin feiert vielleicht nicht jeder Ihrer Geschäftspartner das christliche Weihnachtsfest. Wer derart verfährt, der setzt sich deutlich von der Masse ab und sammelt Pluspunkte bei Kunden, Geschäftspartnern, Kollegen und Mitarbeitern.

Weihnachtskarten in großen Mengen

Wer tatsächlich sehr viele Weihnachtsgrüße zu verfassen hat, der kann natürlich nicht jede Grußkarten persönlich schreiben. Dennoch kann die Gestaltung individuell ausfallen – über die Unterschrift hinaus. So können die Grüße um ein handschriftliches Zitat, eine persönliche Fußnote oder einen persönlichen Gruß ergänzt werden. Wem nichts Kreatives einfällt, der bedankt sich schlicht für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen und wünscht frohe Weihnachten sowie viel Glück und Erfolg für das kommende Jahr.

Eine Besonderheit sind auch hier Weihnachtsgrüße an Kunden, Kollegen oder Mitarbeiter, die einer anderen Religion oder Kultur angehören. Denn statt des allgemeinen Motivs, empfiehlt es sich, neutrale Weihnachtskarten zu wählen, also weder christliche Motive noch Weihnachtsmänner. Im Gruß-Text können Sie dann ebenfalls neutralere Formulierungen wählen und beispielsweise „ruhige Feiertage“ wünschen oder „besinnliche, erholsame Tage im Kreis der Familie“.

Fertige Weihnachtskarten werden immer in einem Kuvert verschickt. Die Vorderseite der Karte ist dabei immer der Rückseite des Kuverts zugewandt, so dass sie beim Öffnen zuerst zu sehen ist. Zudem sollten Sie sich – wie eigentlich immer – als Absender auf der Rückseite des Umschlags vermerken. Das bietet dem Empfänger direkt die Chance, sich zu bedanken oder zu revanchieren.

Weihnachtsgeschenke: Nette Aufmerksamkeit oder versuchte Bestechung?

Neben Weihnachtskarten gehören Weihnachtspräsente an Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden in vielen Unternehmen zum guten Ton. Was für viele als harmlose Tradition und Geste daherkommt, kann Beschenkte und Absender durchaus in Bedrängnis bringen. Denn die Grenze zwischen einer nett gemeinten Aufmerksamkeit und versuchter Bestechung ist fließend. Das Verschenken und Entgegennehmen von Geschenken gleicht daher nicht selten einer Gratwanderung. Schließlich gibt es keine gesetzlichen Wertgrenzen, mit deren Überschreiten ein Geschenk als Bestechung gilt. Einige Unternehmen sowie Verbände haben aber solche Regeln für sich und ihre Mitglieder, bzw. Mitarbeiter aufgestellt.

Denn die viel zitierte, steuerliche Wertgrenze von 35 Euro ist kein verlässlicher Gradmesser. Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Wer in der Weihnachtszeit im Vorfeld einer Auftragsvergabe eine Flasche Champagner im Wert von 25 Euro verschenkt, der kann durchaus der versuchten Bestechung bezichtigt werden und sich strafbar machen. Besonders kritisch wird es dann, wenn das Präsent an den verantwortlichen Entscheider und nicht an die gesamte Abteilung geht. Darüber hinaus gilt: Geldgeschenke sind tabu, während exklusive Zuwendungen wie etwa kostspielige Eintrittskarten noch verbreitet sind. Hier ist jedoch höchste Vorsicht geboten.

Für „Schenker“ und „Beschenkte“ gilt im Falle von Weihnachtsgeschenken gleichermaßen: Fragen Sie vor der Auswahl oder dem Entgegennehmen von Geschenken bei Ihrem Vorgesetzten nach. Setzen Sie sich außerdem mit den Compliance-Richtlinien oder -Verantwortlichen Ihres Unternehmens auseinander. Sie können Orientierung bieten und Antworten liefern. In vielen Arbeitsverträgen ist zudem geregelt, ob und in welcher Höhe Geschenke angenommen werden dürfen. Fazit: Wer beim Verschenken und Sich-Beschenken-Lassen auf sein Bauchgefühl hört und angemessen und transparent agiert, befindet sich zumeist auf der sicheren Seite. Im Zweifelsfall bedeutet das auch, ein Geschenk mit freundlichen Dankesworten zurückzuschicken oder bei der Geschenksuche wieder von vorne zu beginnen.

Weihnachtsgeschenke: Tipps für die Auswahl

Apropos Geschenksuche: Die ist für viele Firmen eine Gratwanderung zwischen Kreativität und Compliance-Richtlinien. Natürlich möchten Sie als Ingenieur in puncto Weihnachtsgeschenke ideenreich und kreativ sein, das Image Ihres Unternehmens verbessern und die Kundenbindung sowie die werbliche Präsenz erhöhen. Das ist aber meist nur mit kostspieligen Weihnachtsgeschenken wie etwa Tickets für ein Champions-League-Spiel oder Karten für ein House-Running möglich. Solche Geschenke haben immer den Beigeschmack von Bestechung, da sie teuer sind. Viele ambitionierte Ideen enden deswegen in bekannten Kompromissen: Bücher, Schreibgeräte, Kalender, Kaffeetassen oder Nahrungsmittel.

Dennoch können Sie auch mit Klassikern punkten, zum Beispiel mit edlen Süßigkeiten oder ausgesuchten Pralinen. Sie eignen sich grundsätzlich für Kunden jeglicher Kultur- und Religionszugehörigkeit. Einzige Ausschlusskriterien: Die Beschenkten machen gerade eine Diät oder sind von einer Zuckerkrankheit betroffen.

Zwischen Rotwein, Tee und Bildband

Auch eine gute Flasche Rotwein, Sekt oder Champagner kommt zu Weihnachten gut an. Sie lässt sich für die Festtage ebenso verwenden wie für die Silvester-Party. Eine weitere Idee zum Thema Weihnachtsgeschenke von und für Ingenieure: Ausgesuchte, exklusive Teesorten mit einem kleinen Zubehörset. Das ist unverfänglich und wirkt – mit Ausnahme von ausgemachten Teehassern – eigentlich immer nett.  Last, but not least: Ein schöner Bildband oder ein gutes Buch sind immer gern gesehen. Voraussetzung hierbei: Sie müssen den Geschmack des Beschenkten kennen. Hier ist also etwas Recherche notwendig, um Hobbys und Vorlieben ausfindig zu machen.

Entsprechend ausgerüstet mit Tipps und Tricks rund um Weihnachtskarten und Weihnachtsgeschenke heißt es dann nur noch: Ab in die Weihnachtsvorbereitung!

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