Von Selbstdisziplin und großer Freiheit 26.03.2018, 07:24 Uhr

Home Office: Das sind die wichtigsten Vor- und Nachteile

Der Wecker klingelt später, kein Kantinenessen und die Kinderbetreuung ist auch gesichert. Arbeiten im Home Office hat viele Vorteile. Auf der anderen Seite stehen fehlende soziale Kontakte, mangelnde Sichtbarkeit und drohende Ablenkung. Ist das Arbeiten von Zuhause also erstrebenswert? Wir haben Pro und Contra aufgelistet.

Frau mit kleinem Kind und Telefon am Ohr am Schreibtisch

Home Office kann eine freiwillige Entscheidung sein oder eine Notwendigkeit. In beiden Fällen sind einige Dinge zu beachten.

Foto: panthermedia.net/IuriiSokolov

Für alle Springer und Schnellleser geht es hier zu den wichtigsten Vorteilen und Nachteilen des Arbeitens im Home Office und zum Fazit.

Arbeiten, wann und wo man möchte. Knoblauchspaghetti essen, ohne dass die Kollegen die Nase rümpfen. Und keine nervigen Bürogenossen, die einem ständig die Ohren vollquatschen. Das klingt gut. Doch wie nahezu alles hat auch der Trend zum Home Office seine Schattenseiten. Etwa, dass es im Home Office dann gar niemanden mehr zum Quatschen gibt. Zumindest nicht von Angesicht zu Angesicht. Das kann an die Substanz gehen. Denn wir Menschen sind nun einmal soziale Wesen und der Plausch in der Kaffeeküche stärkt die soziale Bindung. Ob die Pros oder die Contras überwiegen, hängt jedoch von jedem selbst ab – und natürlich vom jeweiligen Job. Während sich produzierende Berufe aus naheliegenden Gründen in der Regel nicht für die Arbeit von Zuhause aus eignen, bieten viele der klassischen „Schreibtischtäter“-Arbeiten bessere Möglichkeiten. Wenn alles gut läuft, sich jeder an die Regeln hält und nicht gleich in sämtliche Fallen tappt, die dieses Modell mit sich bringt, können Arbeitnehmer und Arbeitgeber beiderseitig profitieren.

Vier von zehn Arbeitgebern bieten Mitarbeitern Home Office an

Viele deutsche Unternehmen reagierten und führten die Heimarbeit ein. Der Zulieferkonzern Bosch z.B. bot seinen Mitarbeitern schon 2014 freie Arbeitsplatzwahl an. Doch von Zuhause wollten damals nur wenige Deutsche arbeiten, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Zahlen waren sogar rückläufig. Einige Konzerne wie Yahoo hatten die Heimarbeit zu dem Zeitpunkt schon wieder eingestellt. Heute gilt Home Office wieder (oder noch immer) als Mitarbeiter-Goodie (aus Sicht der Unternehmen) und Standardanforderung an einen modernen Arbeitsplatz (aus Sicht der Arbeitnehmer).

Wie eine Studie des Bitkom ergab, bieten derzeit 39% der Unternehmen den Arbeitsplatz von Zuhause an – ganz oder teilweise. Bei British Telecommunications etwa nutzen viele Mitarbeiter ein Modell, bei dem sie gelegentlich von zu Hause oder auch von unterwegs arbeiten können, aber die meiste Zeit im Büro verbringen. Der aktuelle Stand an ständigen Home Office-Mitarbeitern liegt bei gerade einmal 17 Prozent. Und das, obwohl alle Angestellten die Option auf Home Office haben – wenn sie nicht gerade einer Tätigkeit nachgehen, die persönliche Präsenz erfordert. 50 Prozent arbeiten dennoch nur sporadisch von zu Hause aus, z.B. wenn die Kinder früher von der Kita kommen oder wenn der S-Bahn-Verkehr mal wieder stockt.

Grundlage für den schnellen Wechsel zwischen stationärer Arbeit im Büro, mobiler Arbeit von unterwegs und Home Office ist nicht zuletzt der technologische Fortschritt. „Digitale Technologien erlauben es, zu jeder Zeit und von jedem Ort aus zu arbeiten. Home Office wird in den Unternehmen zum Standard“, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Von den Unternehmen sei Vertrauen gefordert, von den Mitarbeitern Selbstdisziplin.

Selbstdisziplin ist die Basis für Heimarbeit

Zuhause kann man sich so richtig schön gehen lassen: erst mal ausschlafen, und ausgiebig frühstücken. Schick machen muss man sich auch nicht. Denn es interessiert ja schließlich niemanden, ob man im Bademantel arbeitet, oder im löchrigen Schlabberpulli. Zu leger sollte es aber nicht zugehen. „Viele Menschen neigen dazu, sich dann gehen zu lassen“, warnt Sascha Ballach. Der Experte für Zielerreichung, Willensstärkung und Prokrastination rät, sich selbst feste Arbeitszeiten zu setzen. Und sich so zu kleiden, wie man sich auch für das Büro anziehen würde. Einfach um in die entsprechende Stimmung zu kommen. Die ist notwendig. „Normalerweise verbringt man Zuhause seine Freizeit und ist entsprechend konditioniert“, so Ballach. Daraus erwächst die Gefahr, dass man sich allzu leicht ablenken lässt. Denn wenn man schon daheim ist, kann man doch gleich die Lampe aufhängen, die Wohnung putzen, oder sich was Leckeres zu essen kochen. Wobei wir schon beim nächsten Punkt wären.

Leidet die Produktivität im Home Office?

Viele Chefs befürchten, dass ihre Mitarbeiter zuhause weniger leistungsfähig sind. Auch 56% der Bitkom-Befragten fürchten, dass die Produktivität ohne den direkten Austausch mit Kollegen sinke. Dass das nicht zwangsläufig der Fall ist, zeigt die Studie „Does working from home work“ an der 16.000 Mitarbeiter einer chinesischen Reiseagentur teilnahmen. Sie ergab, dass Heimarbeiter 13 Prozent produktiver sind. Allerdings zahlt der Mitarbeiter allzu oft einen hohen Preis. Denn eine Studie der UN hat gezeigt, dass Kollegen im Home Office mehr unbezahlte Arbeit leisten und eher an Stress und Schlaflosigkeit leiden. Dazu kommt, dass Heimarbeiter mitunter kritisch von ihren Kollegen beäugt werden. Getreu dem Motto: „Der schafft ja eh nichts“. „Folglich mutet sich so mancher Home-Office-Mitarbeiter zu viel zu. Bis hin zum Burnout“, so Ballach. Viele Angestellte arbeiten aus diesem Grund wieder regulär im Büro.

Frau mit Laptop und Arbeitsunterlagen auf der Couch

Wer Zuhause arbeitet, sollte sich unbedingt eine Arbeitsatmosphäre schaffen und möglichst wenig ablenken lassen.

Foto: Daniel Naupold/dpa

Die Freiheit, nach dem eigenen Biorhythmus zu arbeiten

Wer die Gefahren allerdings kennt und damit umzugehen weiß, kann die Freiheiten des Home Office richtig ausnutzen. Denn im richtigen Maß ist gerade die Flexibilität ein großer Vorteil. Mütter können arbeiten, wenn die Kinder schlafen oder in der Kita sind. Menschen, die körperlich nicht mehr so mobil sind, können leichter in Lohn und Brot kommen. Und Angehörige können sich besser um pflegebedürftigen Verwandten kümmern. Immerhin werden in Deutschland 1,38 Millionen Pflegebedürftige in ihrem Zuhause durch Angehörige versorgt – Tendenz steigend. Jeden Tag von neun bis 17 Uhr im Büro anwesend zu sein, ist für diese Menschen keine Option mehr.

Dagegen können Heimarbeiter ihre Arbeitszeiten an ihren persönlichen Rhythmus anpassen. „So manche „Nachteulen“ sind spät am Abend besonders produktiv, während „Early Birds“ die frühen Morgenstunden nutzen möchten“, sagt Emine Yilmaz, Associate Director bei Robert Half am Standort München. Dass es diese Unterschiede nicht nur gefühlt, sondern ganz real im Gehirn gibt, haben übrigens Jülicher Wissenschaftler herausgefunden. Für Yilmaz ist klar, dass die Arbeitswelt darauf reagieren sollte. Denn: „wer nicht mehr dem sozialen Jetlag der vorgeschriebenen Arbeitszeit unterliegt, arbeitet meist effizienter und liefert schneller Ergebnisse“.

Fachkräfte aus aller Welt rekrutieren

Für Arbeitgeber hat die freie Arbeitsplatzwahl noch einen ganz anderen Vorteil: „Unternehmen können aus einem größeren Pool an Bewerbern auswählen“, so Yilmaz. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann das der entscheidende Schritt sein, den ein Arbeitgeber einem Wettbewerber voraus ist. Denn nur wenige Menschen wollen für ihren Job mehrere Stunden am Tag pendeln oder sich zwischen Familie und Beruf entscheiden müssen. „Ist die Anwesenheit im Büro nicht an jedem Arbeitstag erforderlich, wird die Stelle auch für Kandidaten interessant, die in größerer Entfernung zum Unternehmenssitz wohnen“, so Yilmaz. Und für Eltern, die keinen Ganztagesplatz in der Kita ihrer Wahl gefunden haben. Und für Arbeitnehmer, deren Angehörige pflegebedürftig sind.

Vorsicht vor dem teuersten Kaffee der Welt im Home Office

 Es gibt einen Umstand, den jeder anders bewertet: Im Gegensatz zu manchen Bürogebäuden hat ein Home Office keine Kantine. Das heißt, man muss selbst kochen. Für den einen ist das ein Nachteil, für passionierte Hobbykochs ist das eher ein Vorteil. Hier lauert jedoch eine ganz eigene Gefahr. Denn laut Unfallstatistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) passieren die meisten Unfälle in den eigenen vier Wänden. Die BAuA beruft sich unter anderem auf Schätzungen des Robert-Koch-Instituts, wonach im Haushaltsbereich zuletzt 3,15 Millionen Unfälle passierten. Dem stehen 1,13 Arbeitsunfälle gegenüber.

Und es gibt noch ein weiteres Problem: Wenn sich ein Mitarbeiter im Büro einen Kaffee holt und stürzt, ist das ein Arbeitsunfall. Wenn dem Mitarbeiter das Malheur aber auf dem Weg von der heimischen Küche zum Schreibtisch passiert, hat er Pech gehabt. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

Die fünf wichtigsten Vorteile des Arbeitens im Home Office

1. Zeitersparnis

Während sich die Kollegen, die im Büro arbeiten, am kollektiven Rushhour-Wahnsinn beteiligen, kann man sich noch einmal genüsslich strecken und langsam wach werden. Die Fahrt in vollen Bussen und Bahnen oder das Stehen im Stau mit anschließender, nerviger Parkplatzsuche entfällt. Das bringt gleich zwei Vorteile. Denn öffentliche Verkehrsmittel sind oft die reinsten Virentaxis. Und auch im Büro ist die Ansteckungsgefahr durch Kollegen naturgemäß höher als am heimischen Schreibtisch. Dazu sparen Heimarbeiter durch die ganze Pendelei und Parkplatzsuche Geld für Benzin und Lebenszeit. Wenn der tägliche Arbeitsweg 10 m statt 30 km beträgt, ist das schnell mal eine gewonnene Stunde pro Tag. Auf Dauer kommt da so einiges an ersparter Zeit zusammen – wenn man sie nicht direkt wieder bei Facebook & Co. vertrödelt. Aber das Thema „Ablenkung“ steht auf einem anderen Blatt.

2. Flexibilität

Die Schulaufführung des Sohns ist mitten am Tag – warum nicht ein bis zwei Stunden dort verbringen und die Zeit am Abend dranhängen? Der Arzt hat nur einen Termin um 11 Uhr frei? Die Handwerker haben sich angekündigt, ohne eine konkrete Zeit zu nennen? Für Heimarbeiter sind diese Termine deutlich besser zu koordinieren als für den klassischen Bürogänger. Dabei gibt es allerdings einige Regeln zu beachten: Das Arbeitspensum muss erfüllt werden, Termine sind keine Deko im Kalender. Sehr hilfreich ist auch eine klare Ansage an die Kollegen, wann man am Schreibtisch sitzt und wann nicht – das erleichtert die Absprache und beugt Gerede vor.

3. Work-Life-Balance

Die Kinder sind zu groß für den Hort, aber den ganzen Nachmittag allein sollen sie auch nicht sein? Die Betreuung hat Ferien, der Wintergarten sieht verlockend aus oder der Hund braucht Gesellschaft? Das Home Office bietet die perfekte Grundlage für eine gute Work-Life-Balance. Das führt nicht zuletzt dazu, dass viele Eltern mit der Möglichkeit zum Home Office früher aus der Elternzeit zurückkehren. Natürlich kommt es stark auf den Wortteil „Balance“ an: Das (Privat-)Leben darf nicht Überhand nehmen. Wenn der Nachwuchs alle zehn Minuten bespaßt werden will oder der Partner dauernd Redebedarf hat, kommt man zu gar nichts. Konzentrationsphasen und vor allem -möglichkeiten sind auch zu Hause Pflicht.

4. Stressreduktion

Apropos Konzentrationsphasen: Es kann so angenehm sein, wenn der Kollege nicht ständig seine Witze reißt, nicht ewig das Telefon klingelt und man nicht dauernd Angst hat, zu spät zu kommen – zum Meeting, zur Arbeit, zum Termin. Wenn einem nicht permanent der Chef über die Schulter schaut und der Krach aus dem Großraumbüro an den Nerven zehrt. Damit ist das heimische Büro eine effektive Burnout-Prävention – allerdings nur, wenn man nicht im Gegenzug rund um die Uhr erreichbar sein muss oder das Telefon dann alle zwei Minuten in der eigenen Wohnung klingelt.

5. Reduzierte Kosten

Arbeiten kostet – nicht nur den Arbeitgeber. Tägliche Fahrten, Kleidungs- und Reinigungskosten, Kantinenessen oder der traditionelle Pausenkaffee mit den Kollegen gehen auf Dauer ins Geld. Das kann auch die Pendlerpauschale bei der Steuererklärung nicht rausreißen. All das sind Kosten, die der Heimarbeiter nicht hat. Wenn man allerdings extra für den Home-Office-Job eine größere Wohnung braucht, hat sich das Plus in der Geldbörse wieder erledigt. Es sei denn, man verhandelt noch einmal nach, weil der Arbeitgeber ja keinen Schreibtisch zur Verfügung stellen muss und damit Büromiete spart.

Und das sind die fünf größten Nachteile des Home Office

1. Fehlen von sozialen Kontakten

Wer den täglichen Austausch am Kantinentisch, die kurze Absprache mit dem Kollegen am Nebentisch oder die Inspiration von einem motivierenden Team braucht, hat im Home Office leider schlechte Karten. Auch der gerne mal unterschätze Flurfunk, bei dem man doch so einiges über Strategien und Entwicklungen erfährt, fällt weg. Gelegentliche Abstimmungstelefonate oder Video-Meetings ersetzen das alles nicht. Bei aller Ruhe zum Arbeiten: Das Home Office begünstigt das Vereinsamen. Im schlimmsten Fall kann das zum Karriereknick führen. Experten halten daher eine Begrenzung der Home-Office-Zeit auf zwei bis zweieinhalb Tage pro Woche sinnvoll, um den Rest der Zeit im Team zu verbringen.

2. Starke Ablenkung

Das Kind schreit, der Laubbläser vorm Fenster nervt, Postdienste und Paketboten geben sich die Klinke in die Hand, das Internet steht allzeit bereit und Freunde kommen spontan vorbei, weil man ja „Zuhause ist“: Der Ablenkungsfaktor am heimischen Schreibtisch ist nicht zu unterschätzen. Wenn man sich nicht selbst klare Regeln setzt, tut das niemand – mit entsprechenden Folgen für die Ergebnisse und die Produktivität. Also: Zeiten definieren und einhalten, Freunde auch mal vertrösten und den Nachbarn klarmachen, dass man gerne mal ein Paket entgegennimmt, jedoch nicht die Postzentrale ersetzen möchte.

Mann zockt ein Computerspiel auf seinem TV

Home Office liegt im Trend: Doch wer Zuhause arbeitet, sollte sich nicht ablenken lassen. Feste Regeln und Arbeitszeiten sind unerlässlich, wenn man auch Zuhause sein Pensum schaffen will.

Foto: Nvidia

3. Fehlende Motivation

Wenn da kein Team ist, das einen mitzieht, wenn man die Ergebnisse der Arbeit kaum sieht, weil der Blick fürs große Ganze fehlt, und wenn man ja „noch ewig Zeit“ hat und es deswegen nicht so drauf ankommt, wann man anfängt, fehlt irgendwann die Motivation.

Soziale Kontrolle durch die Kollegen kann nerven, aber auch beflügeln: Teamgeist eben. Disziplin, enge Kontakte zu Kollegen und regelmäßiges Feedback können da helfen. Und auch, wenn es eigentlich niemand sieht: raus aus der Jogginghose, rein in die Business-Klamotten. Selbst zuhause: Manch einem verhilft das zu einer professionellen Haltung – im Wortsinn.

4. Vorurteile

Solange Home Office in der Firma die Ausnahme und nicht die Regel ist, gibt es jede Menge Vorurteile gegenüber denen, die nicht jeden Tag auf der Unternehmensmatte stehen. „Lauer Job“, „zu wenig Engagement“ und „fehlender Karrierewille“ sind da nur einige. Helfen können klare Absprachen zu Zielen, Aufgaben und Erreichbarkeiten, eigene Disziplin und nicht zuletzt ein Umdenken bei den Vorgesetzten. Problematisch wird es allerdings, wenn man vor lauter Angst, als faul zu gelten, zu viel arbeitet. Klare Arbeitszeiten müssen in beide Richtungen funktionieren.

5. Vermischung von Beruf und Privat

Die Unterlagen liegen in der ganzen Wohnung, abends um sieben kommen noch Anrufe von Kunden und auch beim gemütlichen Fernsehabend kreisen die Gedanken noch um den Job? Wer im privaten Umfeld arbeitet, läuft Gefahr, keine klaren Grenzen zu ziehen – weder anderen noch sich selbst gegenüber. Auch und gerade Heimarbeiter brauchen einen definierten Feierabend und einen festen Platz zum Arbeiten.

Fazit: Wann ist Home Office die Lösung?

Ist Home Office nun die große Freiheit oder führt es doch eher zur individuellen Ausbeutung? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Denn auch ohne Home Office arbeiten viele Menschen schon heute von Zuhause. Weil Laptops und Smartphones für den beruflichen Gebrauch die Grenze zwischen Privatem und Arbeit verschwimmen lassen. Und so wird die Präsentation noch schnell am Abend fertig gemacht, obwohl man eigentlich Feierabend hat.

Für eingespielte Organisationen, in denen die Arbeitsabläufe klar definiert sind, kann Home Office dennoch eine Option sein. Für Unternehmen im Umbruch oder Teams mitten in der heißen Projektphase, ist die Heimarbeit einzelner Mitarbeiter eher hinderlich. „Die strategische Ausrichtung eines Unternehmens verändert man nicht im Chat“, hat Fraunhofer-Forscher Udo-Ernst Haner mal gegenüber den VDI nachrichten gesagt. Dieser Satz hat seither nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt.

 

Home Office – viele wollen es, doch nicht alle können es. Zwei der häufigsten Stolpersteine sind mangelnde Selbstdisziplin und ein Hang zur Selbstausbeutung. Wie man von Zuhause arbeitet und seine Work-Life-Balance wahrt, erfahren Sie mit diesen Tipps für mehr Effizienz im Home Office.

Außerdem gibt es einige Gesetze vom Datenschutz bis zur Arbeitsplatzgestaltung zu beachten. Diese Rechte und Pflichten stellt das Home Office.

Von Sabine Philipp und Judith Bexten mit Material von Constantin Gillies Tags:
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