28.05.2014, 08:55 Uhr | 0 |

Smartphone als Steuerung Skateboard beschleunigt mit Elektromotor auf 32 km/h

Für Skateboardfans kommt jetzt eine Fahrsensation aus den USA: das elektrische Skateboard Marble. Auf 32 km/h kann der Fahrer beschleunigen – in der Hand das Smartphone als Fernbedienung für den 2000 Watt starken Motor. Kostenpunkt: 1100 US-Dollar. 

Mit einer mitgelieferten Fernbedienung oder dem Smartphone kann der Fahrer beschleunigen und bremsen
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Mit einer mitgelieferten Fernbedienung oder dem Smartphone kann der Fahrer beschleunigen und bremsen. Die Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h soll er laut Marble sogar bergauf erreichen können.  

Foto: Marble

Fahrradfahrer kennen das: Während man sich abstrampelt und außer Puste ist, rauscht ein Radler vorbei, scheinbar mühelos und ohne die geringste Anstrengung. Den Frust schmälert es dann immerhin erheblich, wenn man gerade noch so den kleinen Kasten am Rahmen entdeckt, der den Elektromotor verbirgt. In Zukunft könnte Ähnliches auch auf Skateboardfahrer zukommen, denn sie bekommen ernsthafte Konkurrenz von einer Elektrovariante.

Crowdfundingplattform hat das Elektroskateboard finanziert

Äußerlich ist Marble nicht anzusehen, dass sich in seinem schlanken Inneren ein Elektromotor verbirgt. Das Elektroskateboard wiegt nur knapp 4,5 Kilogramm und ist an seiner dicksten Stelle gerade mal drei Zentimeter stark. Über zwei Jahre lang hat Erfinder Matt Belch aus Tampa in Florida an dem neuen E-Board getüftelt.

Den ersten Prototypen stellte er mit seinem Team auf der Crowdfundingplattform Kickstarter vor und konnte dort das gesetzte Ziel von 90.000 US-Dollar deutlich übertreffen. Fast 130.000 Dollar sind von Unterstützern zusammengekommen. Jetzt sollen im Juli 2014 die ersten Marble-Boards zum Einstiegspreis von 1100 Dollar ausgeliefert werden.

Vor allem sein geringes Gewicht soll das E-Board besonders attraktiv machen. Nach Angaben des Herstellers aus Tampa ist es das leichteste seiner Art. Die gut vier Kilo kann man, wenn das Board seine Arbeit getan hat, nicht nur einfach unter den Arm nehmen. Sie erhöhen auch die Reichweite des Marble. Eine Akkuladung soll für mindestens 16 Kilometer reichen und, wie Marble betont, seien das echte Straßen- und keine Laborkilometer. Nach 90 Minuten Ladezeit an einer Haushaltssteckdose sei das Board wieder voll geladen.

Schmutz und Nässe sollen dem Motor, der unter dem Brett aus Kohlefaser liegt, nichts anhaben können. Am vorderen und hinteren Ende gibt es dann noch zusätzlich Stoßfänger aus Urethan-Gummi, aus dem auch die Reifen bestehen.

Board beschleunigt mit 2000 Watt auf 32 km/h

Die Frage, die ihnen am häufigsten gestellt werde, sei die nach der Höchstgeschwindigkeit, sagt Belch. Die Antwort kommt selbstbewusst: „Mit 2000 Watt Antriebskraft kann das Board bis zu 32 Kilometer pro  Stunde schnell werden – und das sogar bergauf.“ Ihnen sei bewusst, dass das ziemlich schnell sei. Deshalb hätten sie die Einstellungen für das Board so programmiert, dass der Kunde sie komplett auf seine Bedürfnisse anpassen könne.

Das geschieht über eine Smartphone-App, die es für iOS und für Android gibt. Im Startermodus, der für Anfänger empfohlen wird, fährt das Board knapp zehn km/h schnell und reduziert die Beschleunigung auf ein Viertel.

Im Ecomodus rechnet das Programm aus, wie die Reichweite des Boards erhöht werden kann, und im Sportmodus bringt das Board 100 Prozent Beschleunigung und volle Geschwindigkeit. Ein weiterer Modus gibt dem Fahrer volle Freiheit in allen Einstellungen. Hier wählt er zum Beispiel seine individuelle Höchstgeschwindigkeit selbst aus.

Gefahren wird das Board mit der Fernbedienung in der Hand. Mit dem Daumen steuert man die Geschwindigkeit oder einen Bremsvorgang über einen Regler. Lässt man den Regler los, fährt das Board ohne Motor wie ein normales Skateboard. Über das Smartphone lässt sich auch eine Straßenkarte einsehen, auf der genau angezeigt wird, welche Ziele innerhalb der Reichweite des Boards liegen.

Auf- und zugeschlossen wird das E-Board über ein Passwort, so dass Marble auch vor unbefugtem Gebrauch geschützt werden kann.

Ein ähnlich verrücktes Gefährt bringt übrigens bald Hersteller Razor auf den Markt: ein elektrisches Gokart, das sogar das Driften ermöglicht. 

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Von Gudrun von Schoenebeck
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