30.11.2016, 13:16 Uhr | 0 |

Smartphone steuert Dr!ft Racer Cooles Spielzeug für Ingenieure: Modellauto driftet wie echter Rennwagen

Rasen wie Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg auf dem Bürolaminatboden: Diesen Traum lässt eine Firma aus Speyer Realität werden. Mit ihren Dr!ft Racern können Männerbünde schnelle Rennen fahren. Mit quietschenden Reifen, Driften und was so alles dazugehört zum ultimativen Männersport. Gesteuert wird bequem vom Smartphone aus.

Michael Bernd Schmidt, besser bekannt als Texter und Rapper Smudo von den Fantastischen Vier hat sichtlich Freude an dem kleinen silbrigen Rennwagen im Maßstab 1:43: „Geiles kleines Ding, was für ein Spaß“, sagt er im Video auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter, die gerade um Unterstützer wirbt für den Dr!ft Racer. In diesem Film saust der 107 mm lange Modellrennwagen auf der polierten Oberfläche eines Pianos um ein Wasserglas umher, driftet nur auf den Vorderrädern um die enge Kurve.

Und das Modellauto zeigt dabei, was möglich ist, wenn mit modernster Computertechnologie die originalgetreuen Fahreigenschaften von Rennwagen perfekt simuliert und ins Rennwagenmodell übertragen werden: Der Dr!ft Racer ist das weltweit erste Modellauto, das sich mit der Fahrdynamik eines realen Autos bewegt.

„Ausgabemedium einer komplexen Fahrsimulation“

„Wenn man ein Auto im Modellmaßstab verkleinert, gehen die Dynamik und die orginalgetreuen Fahreigenschaften verloren. Denn man kann die physikalischen Gesetzmäßigkeiten natürlich nicht mit skalieren“, sagt Martin Müller, Chef der Sturmkind GmbH mit Sitz in Speyer, die jetzt den Dr!ft Racer als Prototyp vorgestellt hat. Müller und sein Team haben eine Rennsimulation entwickelt, die per Smartphone-Technologie und speziell entwickelten Automodellen in die Realität überführt wird.

„Die Autos sind gewissermaßen das Ausgabemedium einer komplexen Fahrsimulation, die auf dem Smartphone abläuft“, erklärt Müller. „Mit unserem zum Patent angemeldeten Antriebskonzept haben wir ein Modellauto entwickelt, das instabile Fahrzustände wie Untersteuern oder Driften simuliert, ohne dass das Fahrzeug jemals tatsächlich den Kontakt zum Untergrund verliert.“

Umgerechnet 300 km/h schnell 

Der gerade erst amtlich gekürte Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg sollte ins Grübeln kommen, angesichts der Möglichkeiten, die Dr!ft Racer allen ambitionierten Amateur-Renn-Piloten bietet. Dr!ft simuliert die komplette Fahrphysik der großen Vorbilder. Die kleinen Rennwagen fahren, beschleunigen, driften und lenken absolut genauso wie ein Rennwagen in der realen Welt.

Die kleinen Racer können bis zu 2 m/s fahren, was umgerechnet etwa 300 km/h entspricht. Und das können sie auf jeder Oberfläche, die hinreichend glatt ist: auf Smudos Piano, auf Küchentischen, auf Fußboden, im Büroflur oder auf der selbst gestalteten Modellrennstrecke.

Nach 30 Minuten aufladen

Und dort können die Amateur-Renn-Piloten dann üben: 10, 20 oder gar 30 und mehr Rennwagen können gleichzeitig gegeneinander antreten und sich messen. Das hängt letztlich nur von den Räumlichkeiten und der WLAN-Qualität ab. Und vom Akku, nach etwa 30 Minuten Race-Spaß ist erst einmal Schluss, dann müssen die Rennwagen für eine halbe Stunde ans Netz.

Angetrieben werden die kleinen Rennmonster von mehreren hochdrehenden Coreless-Motoren. Und das kann man hören. Das Smartphone spielt die jeweilige Motorcharakteristik eines Sechszylinder-Turbomotors oder eines V8-Motors realgetreu ab. Besonders witzig: Über die App wird es die Möglichkeit geben, die Fahrzeuge zu tunen und auch einen anderen Motor „einzubauen“. 

Vollständig updatefähig

Die Mini-Rennwagen sind alle mit einer intelligenten Sensorik ausgestattet und zudem vollständig updatefähig. Die Dr!ft-Racer sind ab 129 Euro auf Kickstarter zu haben, die neon-grüne Version des Racers gibt es exklusiv auf Kickstarter für 179 Euro. Das alles scheint die Racer-Gemeinde der Welt mehr als überzeugt zu haben: Mehr als 600 Unterstützer haben aktuell über 100.000 Euro zugesagt. Und es sind noch satte 30 Tage bis zum Kampagnenende.

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Von Detlef Stoller
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