E-Autos 21.07.2025, 15:00 Uhr

E-Auto als Dienstwagen: Kein Beschluss zu CO2-Regeln in der EU

Der Verkehr verursacht viele klimaschädliche CO2-Emissionen. In Brüssel überlegt man, wie man diese verringern kann – aber die EU-Kommission hat noch keine genauen Pläne vorgestellt.

E-Auto als Dienstwagen

Unternehmensflotten als Schlüssel zur klimafreundlichen Mobilität.

Foto: PantherMedia / ambrozinio

Die EU-Kommission hat laut eigener Aussage noch nicht entschieden, ob es neue Klimavorgaben für Dienstwagen geben soll. Ein Sprecher sagte, die Autoindustrie wünsche sich klarere CO₂-Regeln für Firmenwagen. Die Kommission prüfe aktuell, welche Auswirkungen solche Vorschläge hätten.

Die „Bild am Sonntag“ berichtete, dass die EU-Kommission plane, Mietwagenfirmen und große Unternehmen ab 2030 zum Kauf von nur noch Elektroautos zu verpflichten. In einem Papier vom März hatte die Kommission bereits angekündigt, bis Ende des Jahres einen Gesetzesvorschlag zur Senkung der Emissionen von Firmenwagen vorzulegen. Dabei sollen verschiedene Antriebstechnologien berücksichtigt werden. Auf Nachfrage der dpa wollte die Kommission keine Einzelheiten zu einem möglichen Vorschlag nennen.

Wenn die EU-Kommission einen solchen Vorschlag in das normale Gesetzgebungsverfahren einbringt, heißt das noch nicht, dass die Regeln schon gelten. Auch das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten müssten dem Vorschlag mehrheitlich zustimmen.

Verkehrswende braucht Tempo?

Bisher wurden im Verkehrssektor nur begrenzte Fortschritte bei der Emissionsreduzierung erzielt: Die CO2-Emissionen bleiben seit Jahren auf einem nahezu konstant hohen Niveau. Um die bis 2030 gesetzten Ziele im Verkehrsbereich zu erreichen, ist eine erhebliche Kursänderung erforderlich. So müsste dem KfW-Klimabarometer (2023) zufolge in den kommenden 8 Jahren etwa 16-mal so viel CO2 pro Jahr eingespart werden wie bisher. Und diese Zahlen sprechen für sich.

Lesen Sie auch:

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Forschungszentrum Jülich GmbH-Firmenlogo
Wissenschaftliche:r Koordinator:in der Graduiertenschule HITEC im Bereich Energie- und Klimaforschung (w/m/d) Forschungszentrum Jülich GmbH
Jülich Zum Job 
GEBHARDT Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Project System Engineer Electrical (m/w/d) GEBHARDT Fördertechnik GmbH
Sinsheim Zum Job 
GEBHARDT Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Project System Engineer Mechanical (m/w/d) GEBHARDT Fördertechnik GmbH
Sinsheim Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung (w/m/d) Umwelt und Landschaftsplanung Die Autobahn GmbH des Bundes
TenneT-Firmenlogo
Commissioning Coordinator Platform 2GW (all genders) TenneT
Batam (Indonesien) Zum Job 
ECB Gesellschaft zur Optimierung der Nutzung regenerativer Energien mbH & Co. KG-Firmenlogo
Techn. Systemplaner:in / Technische Gebäudeausrüstung (TGA) - Planer:in im Planungsteam Fernwärme (m/w/d) ECB Gesellschaft zur Optimierung der Nutzung regenerativer Energien mbH & Co. KG
Bad Endorf Zum Job 
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten-Firmenlogo
Professur (w/m/d) Analog- und Digitalelektronik Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Kempten (Allgäu) Zum Job 
Dürkopp Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur / Konstrukteur (m/w/d) - Zielstellen und Sortiertechnik Dürkopp Fördertechnik GmbH
Bielefeld Zum Job 
PTV Transport Consult GmbH-Firmenlogo
Projektleiter*in Verkehrsplanung & Verkehrstechnik (m/w/d) PTV Transport Consult GmbH
Düsseldorf Zum Job 
VINCORION Advanced Systems GmbH-Firmenlogo
Senior Manager System Engineering Power Systems (all genders) VINCORION Advanced Systems GmbH
Altenstadt Zum Job 
Landesamt für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (w/m/d) für den Bereich Straßenbau im Geschäftsbereich 3 "Erhaltung, Kompetenzzentrum Brücken" Landesamt für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Kiel, Flensburg, Rendsburg, Itzehoe, Lübeck Zum Job 
RSE+ Architekten Ingenieure GmbH-Firmenlogo
Bauleiter Hochbau, Baumanagement - LPH 6-9, Industrie & Gewerbe (m/w/d) RSE+ Architekten Ingenieure GmbH
Stuttgart, Kassel, Göttingen Zum Job 
Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR-Firmenlogo
Fachbereichsleitung Grün (m/w/d) Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR
Heilbronner Versorgungs GmbH-Firmenlogo
Planungsingenieur in den Bereichen Gas und Wasser (m/w/d) Heilbronner Versorgungs GmbH
Heilbronn Zum Job 
Flughafen München GmbH-Firmenlogo
Leiter Elektrotechnik / Stromnetzprojekte (w/m/d) Flughafen München GmbH
Oberding Zum Job 
Intego GmbH-Firmenlogo
Servicetechniker / Field Service Engineer (m/w/d) - Einsatz in Kalifornien (USA) Intego GmbH
Erlangen Zum Job 
PohlCon GmbH-Firmenlogo
Anwendungsingenieur (m/w/d) PohlCon GmbH
Sumitomo Rubber Europe GmbH-Firmenlogo
Ingenieur FEA (m/w/d) Reifensimulation in Hanau Sumitomo Rubber Europe GmbH
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (m/w/d) (Master/Uni-Diplom) Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)
Bergisch Gladbach Zum Job 
wpd infrastruktur GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Projektleiter Bau (m/w/d) wpd infrastruktur GmbH

Die effizienteste Strategie ist in dieser Hinsicht klar – die Elektrifizierung. Mit anderen Worten: Um eine erfolgreiche Transformation des Verkehrssektors zu erreichen, ist es entscheidend, den Straßenverkehr auf elektrische Fahrzeuge umzustellen. Elektroautos mit Batterieantrieb verzeichnen bereits einen kontinuierlich wachsenden Anteil an den Neuzulassungen. Zudem gewinnt die Batterietechnologie auch im Bereich des Straßengüterverkehrs an Bedeutung. Eine große Rolle spielt der E-Auto-Einsatz bei Unternehmen.

Viele Unternehmen setzen auf E-Autos als Firmenwagen

Im Bereich der Firmenwagen geht die Entwicklung bereits in die richtige Richtung. Laut einer Studie setzen Unternehmen stärker auf E-Autos als private Fahrzeughalter. Im  Jahr 2022 war etwa jeder siebte Wagen in Firmenflotten entweder ein Elektroauto (7 %) oder ein Plug-in-Hybrid (8 %). Diese Zahlen gehen aus dem Klimabarometer der staatlichen Förderbank KfW hervor. KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib bestätigte gegenüber der dpa, dass Unternehmen mit ihren Flotten eine entscheidende Rolle bei der Umstellung auf klimafreundliche Mobilität spielen, was die Dekarbonisierung des Verkehrssektors betrifft.

„Ergebnisse des KfW-Klimabarometers zeigen, dass jedes vierte Unternehmen bereits mindestens einen extern aufladbaren Pkw in seinem Fuhrpark hat. Bei größeren Unternehmen findet sich häufiger ein Elektroauto, allerdings liegt die durchschnittliche Elektrifizierungsquote des Fuhrparks über alle Unternehmensgrößen nahezu konstant bei rund 15 %“, hieß es in der Studie.

Unternehmen im Dienstleistungssektor mit der Spitzenposition

Laut den gegebenen Informationen machen gewerbliche Halter über zwei Drittel aller Neuzulassungen von Personenkraftwagen aus. Laut der Umfrage der KfW haben Unternehmen im Dienstleistungssektor die Spitzenposition inne, wobei 7 bzw. 9 % ihrer Pkw-Flotte rein elektrisch oder als Plug-in-Hybrid fahren. Bei Firmenwagen von Bauunternehmen und aus dem Bereich Verkehr und Lagerei liegen die Anteile bei jeweils 5 % für Elektroautos und 4 bzw. 7 % für Plug-in-Hybride. Besonders Transport- und Logistikunternehmen könnten einen bedeutenden Beitrag leisten. Aufgrund ihrer in der Regel überdurchschnittlich großen Flotten und der intensiveren Nutzung ihrer Fahrzeuge könnten sie eine entscheidende Rolle spielen.

Verbrennungsmotoren im Nutzfahrzeugsegment

Unternehmen tendieren stärker als Privatpersonen, dazu, Plug-in-Hybride sowie große und energieintensive Fahrzeuge zu besitzen, deren Klimawirkung umstritten ist. Im Nutzfahrzeugsegment dominieren derzeit noch Verbrennungsmotoren. Dies könnte auch auf Steuervorschriften im Zusammenhang mit Dienstwagen zurückzuführen sein, so die Einschätzung. Die Regelungen begünstigen den Einsatz von Plug-in-Hybriden im Verbrennungsmodus sowie den Erwerb von größeren Dienstwagen.

„Bei den Nutzfahrzeugen spielen batterieelektrische Fahrzeuge aber bisher nur eine Nebenrolle“, kommentierte Köhler-Geib noch im Jahr 2023. Grund dafür könnten diesen Informationen zufolge die spätere technische Verfügbarkeit von E-Nutzfahrzeugen, hohe Anschaffungskosten sowie eine kaum vorhandene Hochleistungs-Ladeinfrastruktur für den schweren Straßengüterverkehr sein.

Laut Köhler-Geib sind die Kosten entscheidend bei den Überlegungen der Unternehmen. „Unternehmen ziehen die Anschaffung eines energieeffizienten und klimafreundlichen Fahrzeuges in Betracht, wenn dessen Wirtschaftlichkeit gegenüber anderen Antriebsarten langfristig gegeben ist“, sagte die Ökonomin. „Mit geeigneten Maßnahmen kann die Politik hier entsprechende Anreize schaffen und Fortschritte bei der Dekarbonisierung des Straßenverkehrs erzielen“, resümierte die Expertin.

(mit dpa)

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.