Automobil 30.04.2025, 14:00 Uhr

VW, Mercedes, Porsche: Warum die Aktien trotz Gewinneinbruch nicht fallen

Volkswagen –36,9 %, Mercedes –40,7 %. Die Gewinne der deutschen Autobauer schmelzen dahin. Dabei sind die drohenden US-Zölle noch gar nicht berücksichtigt. Warum die Aktien dennoch kaum fallen.

Deutschlands Autobauer melden herbe Gewinnrückgänge. Die Börsianer nehmens gelassen. Foto: picture alliance / imageBROKER/Lilly

Deutschlands Autobauer melden herbe Gewinnrückgänge. Die Börsianer nehmens gelassen.

Foto: picture alliance / imageBROKER/Lilly

Die Quartalszahlen, die Deutschlands Autobauer in dieser Woche verkünden, sind schlecht. Porsche machte am Montag den Anfang. Die Zuffenhausener melden einen Gewinnrückgang von 40,6 %. 36,9 % büßte der VW Konzern ein, der einen Tag später seine Zahlen meldete, genauso wie Mercedes mit einem Minus von 40,7 %.

Margen bei VW, Mercedes und Porsche erodieren

Die Margen der drei deutschen Autobauer schmelzen damit dahin. Selbst Porsche bringt es zurzeit nurmehr auf 8,6 %. Vor einem Jahr blieben noch 14,2 % vom Umsatz als Gewinn. Auch Mercedes kann mit 7,3 % (2024 noch 9 %) im Premiumsegment nicht zufrieden sein. Bei Volkswagen stellt sich die Lage mit einer schmalen Marge von 3,6 % trotz leicht gestiegener Umsätze ebenfalls dramatisch dar.

Dennoch reagierten die Papiere der Autobauer kaum auf die Hiobsbotschaften. Volkswagen notierte an der Börse in etwa auf dem Vortagesniveau. Mercedes gab nach Veröffentlichung der Zahlen im frühen Handel weniger als 2 % nach. Selbst die Papiere von Porsche, die nach der Gewinnwarnung kurz nach unten gezuckt hatten, erholten sich rasch wieder. „Wie das?“, fragen sich manche Anleger.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Projektleitung Großprojekte Wasserwerke (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 
Sweco GmbH-Firmenlogo
Teamleitung Verkehr & Wasser (w/m/x) Sweco GmbH
Hannover Zum Job 
Stadtwerke Strausberg GmbH-Firmenlogo
Techniker Stromnetz - Netzkoordination & Digitalisierung (m/w/d) Stadtwerke Strausberg GmbH
Strausberg Zum Job 
Logistik Stahlbau Fischer GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) im Stahlbau Logistik Stahlbau Fischer GmbH & Co. KG
Karlsruhe Zum Job 
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen-Firmenlogo
Lehrkraft (m/w/d) Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen-Firmenlogo
Lehrkraft (m/w/d) Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau - Außenstelle Hagen Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) konstruktiver Ingenieurbau - Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Straßenplanung und Straßenentwurf - Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
HIC Consulting GmbH-Firmenlogo
Senior Projektleiter / Ingenieur Fernwärme (m/w/d) HIC Consulting GmbH
Hamburg, Linau Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständige/-r (m/w/d) Explosionsschutz TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Frankfurt am Main-Höchst Zum Job 
VDZ Service GmbH-Firmenlogo
Auditor (m/w/d) für die Validierung von Umweltmerkmalen und für die Produktzertifizierung VDZ Service GmbH
Düsseldorf Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Experte (w/m/d) Vertrags- und Nachtragsmanagement Die Autobahn GmbH des Bundes
Fachhochschule Münster-Firmenlogo
Professur für "Antriebssysteme im Maschinenbau" (w/m/d) Fachhochschule Münster
Steinfurt Zum Job 
Pero AG-Firmenlogo
Sales Engineer (m/w/d) Pero AG
Königsbrunn, remote Zum Job 
Firmengruppe Max Bögl-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Planung Ingenieurbau Firmengruppe Max Bögl
Sengenthal Zum Job 
EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Anlagenbau / Umwelttechnik EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH
Viersen Zum Job 
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH-Firmenlogo
Senior Projektleiter TGA (m/w/d) Schwerpunkt Versorgungs-/Elektrotechnik INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH
Celle, Wolfsburg, Salzgitter Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Elektrotechnik als Projektleiter EMSR (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 
Q1-Zahlen 2025 (Vorjahr)
Volkswagen Mercedes Pkw Porsche
Absatz Pkw 2,13 Mio. Fahrzeuge (2,1 Mio.) 446.300 Fahrzeuge (430.800) 64.693 Fahrzeuge (70.605)
Umsatz 77,56 Mrd. € (75,46 Mrd. €) 33,22 Mrd. € (35,87 Mrd. €) 8,86 Mrd. € (9,01 Mrd. €)
Operatives Ergebnis (vor Steuern) 2,87 Mrd. € (4,55 Mrd. €) 2,29 Mrd. € (3,86 Mrd. € 762 Mio. € (1,28 Mrd. €)

 

Operative Marge 3,6 % (6 %) 7,3 % (9 %) 8,6 % (14,2 %)

Sonderaufwendungen drücken das Ergebnis von VW und Porsche

Zum einen können zumindest Volkswagen und Porsche auf hohe Sonderaufwendungen verweisen, die das Ergebnis zusätzlich belastet haben. Porsche nennt zum Beispiel höhere Investitionen in Software und Batterien in Höhe von 1,3 Mrd. €. Volkswagen relativiert den Ergebnisrückgang mit Restrukturierungskosten für die Softwaretochter Cariad und Rückstellungen für höhere Co2-Abgaben.

Deutsche Autobauer holen bei der E-Mobilität auf

Viel wichtiger ist aber: Die Elektromobilität nimmt wieder Fahrt auf. Porsche erzielt mittlerweile 39 % der Erlöse mit elektrifizierten Fahrzeugen. Auch Volkswagen bestätigt, besonders in Europa zieht die Nachfrage nach E-Autos aus dem Hause VW an.

Mercedes und VW halten an ihren Jahreszielen fest

Zudem bestätigten sowohl Mercedes als auch Volkswagen ihre Prognose für das Gesamtjahr 2025. Die Konzerne gehen also davon aus, dass Absatz und Marge sich im Jahresverlauf steigern und den schlechten Start in das erste Quartal sogar kompensieren können. Das steht freilich bei allen Autobauern unter dem Vorbehalt der US-Politik. Eine weitere Zollkaskade aus den USA könnte die Ziele der Deutschen torpedieren. Mercedes hatte beispielsweise überschlagen, dass US-Zölle von 10 % die operative Marge im Pkw-Geschäft einen Prozentpunkt kosten könnten.

Trump mildert die Zölle für Autobauer ab

Doch auch von dieser Seite zeichnet sich eine Entspannung ab. US-Präsident Donald Trump wies die US-Zollbehörden an, die Einfuhrabgaben für Autos mit denen für Stahl und Aluminium zu verrechnen, um die Autobauer wenigstens nicht doppelt zu belasten. Die Zollminderung entspricht bis zu 3,75 Prozentpunkten. Ab dem 1. Mai 2026 sinkt der Vorteil auf 2,5 Prozentpunkte, ehe er ein weiteres Jahr später ganz entfällt.

Gewinnrückgänge sind lange eingepreist

Wesentliches Argument für die Investoren, nicht noch harscher auf die Zahlen der deutschen Autobauer zu reagieren, dürfte aber gewesen sein, dass die Gewinneinbrüche sich längst abgezeichnet haben und bereits in den Aktienkursen eingepreist sind. So verlor Porsche im vergangenen halben Jahr rund ein Drittel des Börsenwertes, Mercedes etwas mehr als 6 %. Allein Volkswagen notiert für den genannten Zeitraum leicht im Plus.

Ein Beitrag von:

  • André Weikard

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: Politik, Wirtschaft, Geldanlage, Unternehmensfinanzierung, Steuern, Rohstoffe

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.