Elektromobilität 05.05.2025, 16:30 Uhr

Motor-Update: Bosch und DJI geben mehr Leistung für E-Bikes frei

Insbesondere für den Mountainbike-Bereich erhöht Bosch die Leistung seiner Elektroantriebe. Aber auch DJI schraubt die Leistung weiter hoch.    

Mehr Leistung für Mountainbikes: Für Antriebe der aktuellen Performance-Line-CX-Baureihe bietet Hersteller Bosch ein Update auf 750 W Leistung an. Foto:  Christoph Bayer/Bosch eBike Systems

Mehr Leistung für Mountainbikes: Für Antriebe der aktuellen Performance-Line-CX-Baureihe bietet Hersteller Bosch ein Update auf 750 W Leistung an.

Foto: Christoph Bayer/Bosch eBike Systems

Gerade wenn es bergauf geht, wünschen sich viele Radfahrer mehr Unterstützung. Der Wunsch soll jetzt in Erfüllung gehen. Per Software-Update in der App sollen Fans von Elektro-Mountainbikes (eMTB) mit Bosch-Antrieben der Performance Line CX ab Juli 2025 sowohl Leistung als auch Drehmoment ihrer Motoren steigern können. Über einen Schieberegler lässt sich dann die Maximalleistung von 600 W auf bis zu 750 W hochstellen. Auch das maximale Drehmoment steigt auf Wunsch von 85 Nm auf bis zu 100 Nm an. Die maximale elektrische Unterstützung geht damit zudem auf bis zu 400 % hoch. Das heißt, bei 150 W Tretleistung liefert der Motor 600 W dazu. Damit kommt der Antrieb auf Werte, die der Branchenverband der Fahrradindustrie ZIV im April 2025 für die Einordnung von elektrisch unterstützten Fahrrädern (Pedelec/E-Bike) auf europäischer Ebene vorgeschlagen hat.

Leistung elektrisch angetriebener Fahrräder ist in Europa reglementiert

Nach der Europäischen Verordnung (EU) 168/2013 sind Pedelecs (landläufig „E-Bikes“) bisher lediglich so definiert: „Fahrräder mit Pedalantrieb mit Trethilfe, die mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer maximalen Nenndauerleistung von bis zu 250 W ausgestattet sind, deren Unterstützung unterbrochen wird, wenn der Fahrer im Treten einhält, und deren Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und unterbrochen wird, bevor die Geschwindigkeit des Fahrzeugs 25 km/h erreicht.“
Laut ZIV sind die derzeitigen Werte und Anforderungen der Verordnung zwar grundsätzlich sinnvoll, sie decken aber nicht alle fahrdynamisch relevanten Aspekte ausreichend ab und lassen zudem Interpretationsspielraum – z. B. bezüglich der Spitzenleistung. Zur besseren Abgrenzung zu typgenehmigungspflichtigen Kraftfahrzeugen empfiehlt der Verband, die technischen Regelungen für pedalelektrisch betriebene Fahrräder präziser zu formulieren und dabei z. B. ein Unterstützungsverhältnis von 1:4 sowie eine maximale Unterstützungsleistung am Antriebsrad von 750 W anzusetzen.

Bosch lässt Nutzenden bei der Leistung des E-Bike-Antriebs die Wahl

In einem vordefinierten Rahmen lässt Bosch bei seinen leistungsstarken Antrieben den Nutzenden die Wahl, wie viel der maximal 750 W Leistung tatsächlich abgerufen wird. Der Antriebshersteller merkt aber an, dass höhere Werte die mechanischen Komponenten stärker beanspruchen und auch zulasten der Reichweite gehen. Kurz gesagt: „Je mehr Power, desto höher der Verschleiß und desto kürzer die Tour.“

Nach Freigabe durch den jeweiligen Fahrradhersteller soll das Performance-Upgrade für die Performance Line CX der aktuellen Baureihe BDU384Y ab Juli kostenlos heruntergeladen werden können. Die Maximaleinstellungen bestimmen dabei die jeweiligen Hersteller.

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Die neue Antriebseinheit Performance Line CX-R, die Bosch voraussichtlich ab Herbst anbieten will, soll diese Leistungsdaten ebenfalls erreichen.  Claus Fleischer, CEO von Bosch eBike Systems, hebt hervor: „Die neue Performance Line CX-R ist die leistungsstärkste Drive Unit in unserem Portfolio. Bei Materialien, Software und Sensorik sind wir keine Kompromisse eingegangen.“ Dazu wurde die Konstruktion überarbeitet. Für die Robustheit wählten die Entwickler ein pulverbeschichtetes Magnesiumgehäuse. Zusammen mit einer korrosionsbeständigen Titan-Kurbelwelle und hochwertigen Keramikkugellagern wird zudem das Gewicht auf 2,7 kg reduziert. Zum Vergleich: Die 4. Generation des Antriebs wiegt 2,9 kg. Dazu sollen eine überarbeitete Sensorik sowie der neue Fahrmodus „eMTB+“ in dem System zum Einsatz kommen. Durch eine Art Traktionskontrolle innerhalb des neuen Modus bleibt der Vortrieb laut Fleischer „selbst auf anspruchsvollem Terrain, steilen Passagen und nassem Untergrund souverän und kontrolliert.“

DJI lässt E-Bike-Motor mit bis zu 1000 W laufen

Während in Europa noch über die Definition präziserer Regeln für die Kategorisierung pedalelektrischer Fahrräder diskutiert wird, entbrennt anscheinend bereits ein internationaler Wettbewerb.  Denn: Mehr Leistung für seine E-Bike-Antriebe gibt auch der chinesische Hersteller DJI mit seiner gerade erschienenen App-Version 1.1.0 jetzt frei. Bis zu 1000 W können laut dem Unternehmen wahlweise abgerufen werden ­‒ sogar dauerhaft. Zuvor waren es im Boost-Modus für rund 30 s bis zu 850 W. Auch hier hebt der Hersteller hervor, dass die Nutzenden die Einstellungen individuell anpassen können.
Laut dem Magazin E-Bike-News spricht das auch als Drohnenhersteller bekannte Unternehmen DJI derzeit von einer Beta-Version und freut sich über Rückmeldungen. Im Mai soll aber bereits ein finales Update erscheinen. Der chinesische Antriebshersteller setzt damit ein Zeichen für die Branche.

Ob europäische Hersteller mitziehen, bleibt aber offen. Denn auch nach einer Anpassung der EU-Regelungen für E-Bikes dürften Modelle mit 1000 W Dauerleistung weiterhin als Kleinkraft- bzw. Leichtkraftrad gelten und damit eine Zulassung als Kraftfahrzeug erfordern. Damit könnten solche E-Bikes nur auf Privatgelände genutzt werden.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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