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Mercedes räumt bei Elektroautos auf: Das EQ-Kürzel verschwindet

23. Juli 2026

Mercedes-Benz EQB
Die EQ-Bezeichnung für Elektrofahrzeuge ist bei Mercedes-Benz Geschichte. Die E-Fahrzeuge der Stuttgarter werden in die bestehenden Modellreihen eingereiht. Foto: Dirk Weyhenmeyer / Mercedes-Benz AG.
Mercedes streicht das EQ-Kürzel: Elektroautos heißen künftig schlicht „CLA elektrisch“ oder „GLC elektrisch“. Die Marke setzt auf einheitliche Modellnamen.
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Mercedes-Benz vollzieht den nächsten Schritt bei der Neuordnung seiner Elektrostrategie. Nachdem die eigenständige EQ-Modellfamilie mit Fahrzeugen wie EQA, EQB, EQE oder EQS bereits schrittweise ausläuft, verschwindet nun offenbar auch der Zusatz „mit EQ Technologie“ aus der Kundenkommunikation. Im offiziellen Fahrzeugkonfigurator werden neue Modelle stattdessen lediglich als „CLA elektrisch“ oder „GLC elektrisch“ bezeichnet. Noch zur Weltpremiere des neuen CLA sprach Mercedes-Benz offiziell vom „CLA mit EQ Technologie“. Auch der elektrische GLC wurde zunächst unter dieser Bezeichnung angekündigt.

Inhaltsverzeichnis

Elektroantrieb wird Teil der bekannten Baureihen

Ziel war es, die bekannten Baureihen mit unterschiedlichen Antriebsarten anzubieten, ohne für batterieelektrische Fahrzeuge eine eigenständige Modellfamilie zu schaffen. Im Konfigurator setzt der Hersteller inzwischen jedoch auf eine deutlich einfachere Nomenklatur. Einheitliche Modellnamen statt eigener Elektro-Submarke Mit der Umstellung kehrt Mercedes-Benz zu einer einheitlichen Modellstruktur zurück. Künftig stehen die bekannten Baureihen im Mittelpunkt, ergänzt lediglich durch die jeweilige Antriebsart.

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Ein elektrischer CLA gehört damit genauso zur CLA-Familie wie Varianten mit Verbrennungs- oder Hybridantrieb. Nach Informationen des auf Mercedes-Benz spezialisierten Portals MB Passion Blog war die EQ-Bezeichnung intern von Beginn an als Übergangslösung vorgesehen. Elektrofahrzeuge sollen künftig nicht mehr als separate Produktlinie wahrgenommen werden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des gesamten Modellprogramms.

Für Kunden bedeutet dies eine vereinfachte Modelllogik. Gleichzeitig wird die Antriebstechnik über den Modellnamen weniger stark hervorgehoben. Wer unterschiedliche Varianten vergleichen möchte, muss künftig stärker auf technische Daten, Ausstattungsmerkmale und Modellinformationen achten.

Kein eigenständiges Markenkürzel mehr für E-Mercedes

Die neue Strategie betrifft nicht nur die Vermarktung, sondern auch die Fahrzeugkennzeichnung. Während bisher Bezeichnungen wie EQE oder EQS den Elektroantrieb bereits im Modellnamen signalisierten und später Zusätze wie „mit EQ Technologie“ oder bei Plug-in-Hybriden „EQ Power“ verwendet wurden, entfällt diese Kennzeichnung künftig.

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Am Heck neuer Fahrzeuge sollen lediglich die klassische Modellbezeichnung sowie Leistungs- und Ausstattungsinformationen verbleiben, beispielsweise „GLB 400 4MATIC“. Ob es sich um eine batterieelektrische oder konventionell angetriebene Variante handelt, ergibt sich künftig aus den Fahrzeugdaten und der Ausstattung, nicht mehr aus einem eigenständigen Markenkürzel.

Strategiewechsel folgt auf veränderte Marktanforderungen

Mit dem Verzicht auf die EQ-Submarke reagiert Mercedes-Benz auf die Entwicklung des Elektroautomarktes. Die ursprünglich geschaffene Trennung zwischen Elektro- und Verbrennermodellen soll aufgehoben werden. Stattdessen werden unterschiedliche Antriebstechnologien innerhalb einer Baureihe gleichberechtigt angeboten.

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Diese Strategie entspricht dem aktuellen Ansatz vieler Hersteller, Plattformen und Modellfamilien zunehmend antriebsübergreifend auszulegen. Für Entwicklung und Produktion bietet dies Vorteile bei Komplexität, Variantenmanagement und Skaleneffekten, da mehrere Antriebskonzepte innerhalb derselben Fahrzeugarchitektur realisiert werden können.

Auch das Fahrzeugdesign folgt wieder den klassischen Mercedes-Modellen

Mercedes-Benz auch die Gestaltung seiner Elektrofahrzeuge. Die ersten EQ-Modelle wurden mit einer besonders aerodynamischen Karosserie entwickelt, um Luftwiderstand und Energieverbrauch zu minimieren und dadurch hohe Reichweiten zu erzielen. Das stark stromlinienförmige Design stieß jedoch nicht bei allen Kunden auf positive Resonanz.

Künftige Elektrofahrzeuge orientieren sich deshalb optisch wieder stärker an den konventionellen Baureihen. Die technische Optimierung hinsichtlich Effizienz bleibt zwar ein zentrales Entwicklungsziel, soll jedoch weniger zu einer eigenständigen Designsprache führen.

Elektromobilität soll zum „Normalfall“ werden

Mit dem Verzicht auf die EQ-Bezeichnung beendet Mercedes-Benz eine Markenstrategie, in die über Jahre erhebliche Investitionen geflossen sind. Anstatt Elektromobilität über eine separate Submarke hervorzuheben, wird sie künftig als gleichwertige Antriebsoption innerhalb aller Baureihen positioniert. Der Strategiewechsel spiegelt die zunehmende Reife des Marktes wider.

Batterieelektrische Fahrzeuge sollen nicht länger als eigenständige Produktkategorie wahrgenommen werden, sondern als selbstverständliche Variante innerhalb eines einheitlichen Modellprogramms. Für Kunden entsteht dadurch eine konsistentere Modellstruktur, während sich die Unterschiede künftig stärker über die technische Auslegung als über den Fahrzeugnamen definieren.



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