Ratgeber 16.11.2012, 19:56 Uhr

Kfz-Versicherung: Autofahrer können immer noch sparen

Innerhalb von zwölf Jahren haben die deutschen Autoversicherer rund 4 Mrd. € Verlust eingefahren. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Autofahrer werden kaum noch umworben, trotzdem lässt sich sparen.

Seit Jahren galt: Wer bis Ende November seine Autoversicherung kündigt, fährt im nächsten Jahr billiger – entweder, weil er zu einem günstigeren Autoversicherer wechselt oder weil der bisherige Anbieter nach Erhalt der Kündigung Rabatte einräumt. Doch mit dem Hauen und Stechen soll jetzt endgültig Schluss sein. Die Talsohle beim Preisverfall sei durchschritten, meldete kürzlich Check24.

Die Hannover Rück rechnet für 2013 mit einer Verteuerung der Versicherungsprämien um durchschnittlich 7 %. Da viele Kunden durch unfallfreies Fahren beim Schadenfreiheitsrabatt aber weiterrücken, dürfte sich die Durchschnittsprämie (Kraftfahrthaftpflicht plus Kasko) nur um 3,5 % auf 380 € im Jahr erhöhen.

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Dabei liegen die Prämien der Versicherer weit auseinander. Deshalb lohnen sich Preisvergleiche für die meisten Autofahrer dennoch, wie aktuelle Umfragen zeigen.

Finanztest ermittelt große Preisunterschiede bei Kfz-Versicherungen

Finanztest berichtet im November-Heft über die Analyse von 157 Angeboten von 74 Versicherern. Für einen 50-jährigen Audi-Fahrer wurden Preise zwischen 764 € und 1501 € ermittelt. Für eine 19-jährige Modellkundin lag die Preisdifferenz bei über 2500 € pro Jahr.

Parallel bat Stiftung Warentest die Autofahrer um ihre Erfahrungen: Rund 80 % der 780 Personen, die sich am Leseraufruf beteiligten, berichteten von Einsparungen – im Schnitt waren es 122 € pro Jahr. In Einzelfällen betrug der Preisvorteil bis zu 1200 €.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität kam im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv beim Vergleich unterschiedlicher Fahrzeugkategorien und drei unterschiedlicher Kundenprofile bei Filial- und Direktversicherern auf Einsparpotenziale in vierstelliger Größenordnung.

Diese Preisunterschiede resultierten teilweise auch aus dem Verzicht bestimmter Vertragsleistungen. Bei den dort untersuchten Direktversicherern lag die maximale Ersparnis für das Kundenprofil „Familie mit VW Golf“ bei mehr als 800 € pro Jahr.

Bei den Filialversicherern wurden im Testfall „Single mit 5er BMW“ fast 3000 € gespart, wenn statt des teuersten Komforttarifs der günstigste Basistarif gewählt wurde. Wurde der Leistungsumfang beibehalten, betrugen die Einsparungen bis zu 60 %.

Kfz-Versicherung: „Begleitetes Fahren ab 17“ bringt Kostenvorteile

Neben den Preisvergleichen gibt es auch andere Möglichkeiten zu sparen, wenn der Versicherte bestimmte Bedingungen erfüllt. So erhalten Fahranfänger, die ihre Fahrprüfung bereits mit 17 Jahren ablegen und am „Begleiteten Fahren ab 17“ teilnehmen, bei fast allen Autoversicherern Rabatt.

Nach Erfahrungen des Verbraucherportals toptarif.de können dies bis zu 20 % sein. Die Preisnachlässe für die jungen und recht teuren Fahranfänger gibt es bei der Absicherung über die elterliche Police, bei einigen Versicherern aber auch, wenn der Fahranfänger eine eigene Versicherung abschließt.

Auch Fahrer von Autos mit einem so- genannten umweltfreundlichen Antrieb sollten nach Preisnachlässen fragen. Die statistisch geringere Unfallhäufigkeit dieser Modelle schlägt sich bei vielen Gesellschaften auch im Beitrag nieder.

Gleiches gilt für Versicherte, die mehr als einen Pkw besitzen. Sie können seit dem 1. Juli ein Wechselkennzeichen nutzen, vorausgesetzt, es handelt sich um die gleiche Fahrzeugklasse mit denselben Abmessungen der Kennzeichen. Da immer nur ein Fahrzeug verwendet werden kann, wird die geringere Fahrzeugnutzung in die Prämie einkalkuliert.

Kfz-Versicherung: Bis 21. Dezember 2012 sind „Bisex-Tarife“ noch gültig

Und schließlich sollten sich Autofahrerinnen beim Wechseln sputen, um noch in den Genuss der „Bisex-Tarife“ zu kommen: Denn aufgrund einer EU-Gleichstellungsrichtlinie dürfen die Versicherer spätestens ab dem 21. Dezember nicht mehr geschlechtsspezifisch kalkulieren.

Da Frauen statisch die geringeren Unfallkosten verursachen, zahlten sie in vielen Tarifen bisher weniger als Männer. Die neuen Unisex-Tarife haben diesen Vorteil nicht mehr.

Der ADAC empfiehlt Wechselwilligen, Versicherungsleistungen genau zu vergleichen. Die meisten Versicherer haben die bisherige Schadenfreiheitsstaffel von 25 auf 35 Jahre erweitert. Wer aus einem alten Tarif wechselt, wird damit vielfach zurückgestuft. Zudem fällt der Rabattschutz in diesen Tarifen weg und muss extra gegen einen Mehrbeitrag erworben werden. Auch lohne sich der Wechsel von der Voll- in die Teilkasko nicht immer. Anders als in der Vollkasko wird die Prämienhöhe in der Teilkasko nicht durch den Schadenfreiheitsrabatt beeinflusst.

 

Ein Beitrag von:

  • Monika Lier

    Monika Lier ist Diplom-Volkswirtin und freie Journalistin.

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