Elektromobilität 24.11.2021, 16:00 Uhr

Ford baut Ladesäulen im Tesla-Design – mit einem entscheidenden Unterschied

Ford setzt auf Elektroautos und investiert auch ins Ladenetz in den USA. Dort tauchten jetzt auch gebrandete Ladesäulen auf, die sehr stark an Teslas Supercharger erinnern. Allerdings nur optisch.

Design spielt bei Tesla immer eine Rolle, sogar die Supercharger sind schick. Ford hat sich bei seinen Ladesäulen womöglich inspirieren lassen. Foto: Peter Sieben

Design spielt bei Tesla immer eine Rolle, sogar die Supercharger sind schick. Ford hat sich bei seinen Ladesäulen womöglich inspirieren lassen.

Foto: Peter Sieben

„Warum sollen wir jetzt das Rad neu erfinden?“, haben sich die Designer bei Ford womöglich gefragt, als sie die Optik der neuen Ladesäulen bestimmten. Die sehen nämlich fast genauso aus wie die Supercharger von Tesla.

Der US-Elektroautobauer hat mittlerweile in vielen Ländern ein recht dichtes Netz mit seinen Schnelladern aufgebaut. Erst vor einem Jahr ist der größte Schnellladepark Deutschlands im nordrhein-westfälischen Hilden entstanden, ebenfalls ausgestattet mit zahlreichen Tesla-Superchargern.

Hier Bilder von der Eröffnung des Ladeparks: 

Eröffnung der größten Schnellladestation von Tesla, Fastned und Seed&Greet in Hilden (NRW).

Foto: Peter Sieben

In 15 Minuten wird der Tesla auf 300 Kilometer Reichweite geladen.

Foto: Peter Sieben

Die neuen Batterien von Tesla sollen für eine höhere Reichweite von Elektroautos sorgen.

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Tesla-Ladestationen in Hilden.

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Der größte Schnellladepark für E-Autos in Hilden.

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Bio-Bäcker Roland Schüren bei der Eröffnung des Schnellladeparks.

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Tesla ist in Norwegen jetzt die Nummer 2 hinter VW-Tochter Audi.

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Tesla beteiligt sich an ATW in Neuwied.

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Das Gelände lag brach, als Roland Schüren vor 8 Jahren die Idee hatte, hier einen Schnellladepark zu errichten.

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Tesla: Im neuen Werk bei Berlin sollen besondere Batterien produziert werden. Foto (Archivbild): Peter Sieben

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Fastned-CEO Michiel Langezaal.

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Julius Hoffstaedter von Tesla.

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NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart lobte das Projekt in Hilden.

Foto: Peter Sieben

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Andreas Pinkwart vor den Fastned Ladesäulen.

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NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart.

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Ein bisschen Show muss sein: Mit einem Tesla und einem VW id.3 weihen Andreas Pinkwart, Roland Schüren und Hildens OB Claus Pommer den neuen Schnelladepark in Hilden ein.

Foto: Peter Sieben

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NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im VW id.3.
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im VW id.3. Der Politiker will bei der Umsetzung von innovativen Energie-Projekten "aufs Gas treten". Das unterstreicht er bei der Digitalkonferenz des Bundesverbandes Deutscher Startups e.V.

Foto: Peter Sieben

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Ford will Ladenetzausbau in den USA vorantreiben

Auch Ford setzt verstärkt auf Elektromobilität – auch im europäischen Markt: So hatte der Autobauer im Februar angekündigt, sein Kölner Werk zum Zentrum der europäischen Produktion von Elektroautos zu machen. In den nächsten zwei Jahren will Ford eine Milliarde Dollar, also rund 830 Millionen Euro, investieren. „Der Wettlauf zur Elektrifizierung Europas ist in vollem Gange, und das Ford Cologne Electrification Center wird unsere künftigen Elektrofahrzeuge für Kunden in ganz Europa entwickeln und fertigen,“ sagte damals Stuart Rowley, Präsident von Ford Europa. In Amerika ist die Elektrosparte bereits in vollem Gang. In Mexiko etwa lässt Ford unter anderem sein Modell Mach e bauen, eine Art Crossover-SUV mit sportlicher Anmutung.

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Und tatsächlich engagiert sich Ford auch beim Ausbau eines Ladestationen-Netzes in den USA. Dort kooperiert der Konzern mit Electrify America. Das Unternehmen war 2017 aus dem VW-Dieselskandal hervorgegangen. Volkswagen hatte sich seinerzeit im Zuge des Prozesses verpflichtet, zwei Milliarden US-Dollar zu investieren: Mit dem Geld soll Electify America damit für eine entsprechende Ladeinfrastruktur sorgen. Bis Ende 2025 will das Unternehmen in den USA und Kanada mehr als 1.800 Ladestationen mit über 10.000 Ladegeräten bauen. Nicht zuletzt die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden macht Druck beim Ausbau: Noch Ende dieses Jahres 800 Stationen mit mehr als 3.500 Ladepunkten stehen.

Ladesäule von Ford sieht so aus wie Supercharger von Tesla

Ford will womöglich nun auch eigens gebrandete Ladesäulen etablieren – mindestens aus Marketinggründen. Bilder im Netz zeigen Ladesäulen mit Ford-Logo. Wie Teslas Supercharger haben die Säulen ebenfalls eine große Aussparung in der Mitte. Der äußerlich fast einzige große Unterschied: Die Charger sind Ford-blau statt Tesla-rot. Twitter-Nutzer haben solche Ladesäulen unter anderem bei einem Ford-Händler in Delaware entdeckt.

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Ein zweiter und durchaus gewichtiger Unterschied: Die Ladestationen sollen Level-2-Wechselstromlader sein, schreibt ein Twitter-Nutzer. Diese hätten eine maximale Leistung von 21kw – während die Level-2-Supercharger von Tesla bis zu 150 Kw bieten können.

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Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs.

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