Eintrag ins Guinness-Buch 20.07.2016, 14:32 Uhr

Elektroauto eLi14: Mit der Energie von 4 l Super einmal um die Welt

Die TU München hat einen unglaublichen Weltrekord aufgestellt: Sie hat das sparsamste Elektroauto der Welt gebaut, das auf einer Teststrecke von Audi mit der Energie eines Liters Superbenzin 10.957,02 km weit fahren kann. 4 l würden theoretisch genügen, um einmal um die Erde zu fahren. Wie das geht?

Elektroauto eLi14: Mit der Energie von 4 l Super einmal um die Welt

Das Elektrofahrzeug eLi14  der TU München verbraucht auf 100 km die Energie von nur 0,009127 l Superbenzin. So sparsam ist kein anderen Fahrzeug auf der Welt.

Foto: TUfast-Eco

Elektroauto eLi14: Mit der Energie von 4 l Super einmal um die Welt

Das Fahrzeug eLi14 hat eine Karosserie aus CFK und wiegt insgesamt nur 20 kg.

Foto: TUfast-Eco

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Das Fahrzeug eLi14 wird über das Hinterrad angetrieben, das über Bowdenzüge auch zur Lenkung gesteuert wird.

Foto: TUfast-Eco

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Das Fahrzeug ist so optimiert, dass dort nur die 50 kg leichte Pilotin Lisa Kugler Platz findet.

Foto: TUfast-Eco

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Das ist ein bemerkenswerter Benzinverbrauch: Die Energie von 0,009127 l Super schluckt das Elektroauto eLi14 auf 100 km. Und unter Beweis gestellt hat die TU München den Verbrauch auf einer Rekordfahrt am vergangenen Samstag, der der TU einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde beschert hat. Damit ist der eLi14 das effizienteste elektrisch betriebene Fahrzeug der Welt.

Und dieser Weltrekord ist nicht Weltmeistern wie Lewis Hamilton oder Sebastian Vettel in ihren Formel-1-Boliden geglückt, sondern Ingenieurstudenten der TU München, die sich als Team selbst TUfast-Eco nennen und das ungewöhnliche Auto entwickelt haben.

Elektroauto Vision.M lässt die Fachwelt stauenen

Begonnen wurde das Wagnis bereits im Jahr 2009, seitdem wurden viele verschiedene Elektroautos an der TU konstruiert und gebaut. Mit dem Elektroauto Visio.M punkten die Münchner Forscher seit Jahren auf allen möglichen Fahrzeugmessen. Bei Wettfahrten auf einem Flughafenrollfeld vor gut zwei Jahren ließ der Visio.M sämtliche Serienmodelle der etablierten Fahrzeughersteller alt aussehen.

Das ist auch kein Wunder: Der Visio.M besitzt einen cW-Wert von 0,24 und liegt damit beim Strömungswiderstand exakt beim Elektroflitzer Tesla S. Das nur 450 kg leichte Fahrzeug soll in einigen Jahren für rund 16.000 Euro als Serienfahrzeug auf den Markt kommen.

60 bange und lange Minuten

Das zeigt: Die Studenten der TU München haben enorme Expertise in Sachen Fahrzeugentwicklung. Und das zahlt sich jetzt beim Guinness-Eintrag aus. Gelungen ist die Rekordfahrt auf  einer Teststrecke von Audi in Niederbayern. Der eLi14 rollte mit einer festen, voreingestellten Geschwindigkeit von 25 km/h eine Stunde lang über die Teststrecke.

Es waren für das TUfast Eco Team 60 bange Minuten, jedes kleine technische Problem hätte wertvolle Zeit kosten können.

Mit einem Liter Superbenzin 10.957 Kilometer weit fahren

Doch der eLi14 zog zuverlässig Runde um Runde mit konstanten Zeiten seine Bahnen und rollte am Ende trotz des frühzeitig abgeschalteten Motors fast einen ganzen Kilometer über das Ziel hinaus. Nach der gefahrenen Strecke von 25 km standen auf dem Energiezähler exakt 81,16 Wh Energieverbrauch auf 100 km.

Umgerechnet bedeutet das: Mit der in einem Liter Benzin gespeicherten Energie wäre der eLi14 sagenhafte 10.957 Kilometer weit gekommen. Anders gesagt: Mit vier Litern einmal um die ganze Welt.

Das zigarrenförmige Gefährt auf drei Rädern ist ein wahrer Zwerg: Das Auto ist nur 2,7 m lang, etwa 50 cm hoch und kaum breiter. Inklusive der Akkupacks wiegt das Fahrzeug nur 20 kg. Zum Vergleich: Ein BMW i3 mit leistungsstärkerer Batterie wiegt gut 1,2 t und rollt nicht ganz 300 km.

Nun will der eLi14 solche Reichweiten und vier Personen gar nicht zur Arbeit kutschieren, sondern zeigen, wie effizient Elektromobilität sein kann. Das Auto ist so individuell konstruiert, dass lediglich ein weibliches Teammitglied, die zierliche 50 kg leichte Lisa Kugler, in der Fahrerkabine Platz findet. Dort muss sie auf dem Rücken liegend durch ihre Beine nach vorne blicken. Auch die Fahrzeugsteuerung ist archaisch: Sie hat Zugriff auf zwei Steuerhebel, einen Ein-Schalter, einen Notaus-Knopf und einer Handbremse.

Junge Ingenieure: „Wir sind überglücklich und stolz“

Für den Weltrekordversuch musste die Pilotin jedes überflüssige Lenkmanöver vermeiden, da dadurch jeweils bremsende Reibung entsteht. Kurz vor dem Ziel schaltete sie den Motor aus, um Strom zu sparen. „Wir sind überglücklich und stolz, diesen Erfolg mit Audi zu teilen“, sagte die Pilotin nach ihrem Erfolg. „Seit einem Jahr bereiten wir den Rekordversuch vor. Auf dem Audi-Prüfgelände haben wir ideale Bedingungen gefunden, um unsere effektive Technik auf die Straße zu bringen.“

Und wie ist der eL14 konstruiert? Die Karosserie wurde aus Kohlenstofffaserverbundstoffen gefertigt, angetrieben wird das Dreirad von einem Elektromotor, der von Lithium-Polymer-Akkus (140 W Nennleistung) mit Energie versorgt wird. Die drei Räder sind mit besonders reibungsarmen Lagern ausgestattet. Gelenkt und angetrieben wird das Fahrzeug über das Hinterrad, das mit Bowdenzügen bewegt wird. Technik eines Weltrekordfahrzeugs.

 

Ein Beitrag von:

  • Detlef Stoller

    Detlef Stoller ist Diplom-Photoingenieur. Er ist Fachjournalist für Umweltfragen und schreibt für verschiedene Printmagazine, Online-Medien und TV-Formate.

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