Ratgeber 17.08.2022, 09:41 Uhr

E-Bike: Die beliebtesten Modelle – und aktuelle Testsieger

Immer mehr Menschen steigen auf das E-Bike um. Doch welches ist das beste Modell? Wie viel kostet ein Akku-Tausch? Und welchen Träger braucht man fürs Auto? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Immer mehr Menschen steigen aufs E-Bike um. Foto: Panthermedia.net/ubrimo

Immer mehr Menschen steigen aufs E-Bike um.

Foto: Panthermedia.net/ubrimo

E-Bikes erfreuen sich hierzulande immer größerer Popularität: Rund zwei Millionen Elektrofahrräder wurden 2021 in Deutschland verkauft – doppelt so viele wie noch 2018. Sogar zahlreiche Discounter bieten die praktischen Elektro-Fahrräder mittlerweile an, der Markt wird förmlich überflutet mit E-Bikes und Pedelecs. Tests zeigen allerdings: Nicht alle sind zu empfehlen, Top-Modelle sind rar. Wir verraten: Was ist das derzeit beste E-Bike? Wie viel kostet ein gutes E-Bike? Welche Marke ist besonders beliebt? Was kostet der Akkutausch? Und: Pedelec oder E-Bike – wo liegt eigentlich der Unterschied?

Was ist das derzeit beste E-Bike?

Dieser Frage ist die Stiftung Warentest in ihrem jüngsten E-Bike-Test 2022 nachgegangen. Das beste E-Bike stammt demnach vom österreichischen Hersteller KTM: Von den neun getesteten E-Bikes konnte sich dessen „Macina Aera 671 LFC“ (ab ca. 4.000 Euro) als klarer Testsieger positionieren. Der vielseitige Flitzer mit herausragenden Fahreigenschaften und Kettenschaltung erhielt die Gesamtnote „gut“ (1,8). Sicherheit und Haltbarkeit sollen sogar „sehr gut“ sein. Das derzeit beste E-Bike hat zudem weitere Vorteile: Es lässt sich schnell laden, ist überaus wendig, einfach im Handling und bietet den Testern zufolge eine hervorragende Schaltung. Darüber hinaus schlägt es sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände wacker. Kleiner Wehrmutstropfen: Das Testsieger-E-Bike hat einen lauten Motor und trägt nur bis zu zehn Kilo Gepäck.

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Wem das zu wenig ist, der wird beim zweitbesten E-Bike fündig: Das „Kagu Bosch CX 275 TR“ von Simplon (ab 4.700 Euro) wurde von Stiftung Warentest ebenfalls mit der Gesamtnote „gut“ (2,1) bewertet, hält aber bis zu 15 kg Gepäck aus. Für Touren abseits der Straße ist das Modell zwar nicht wirklich geeignet. Dafür fanden die Tester beispielsweise viel Lob für das außergewöhnlich stabile Fahrverhalten auf Asphalt – ein echtes City-E-Bike also.

Auch der TCS (Touringclub der Schweiz) hat E-Bikes und Pedelecs getestet – und zwar die flotte Variante, also die sogenannten „Speed-Pedelecs“ (s.u.). Pedelec-Testsieger: das „Charger 3 Mix. Touring HS 2022“ von Riese & Müller (ab 5.699 Euro). Das beste Pedelec im Test bietet neben einer Top-Ausstattung mit viel Fahrkomfort zudem gute Bremsen und erstklassige Beleuchtung samt Fern- und Bremslicht.

Wie viel kostet ein gutes E-Bike?

Für ein gutes E-Bike oder Pedelec müssen Käufer durchaus etwas tiefer in die Tasche greifen. Unter 3.000 Euro finden sich selten empfehlenswerte Modelle. Der E-Bike-Testsieger der Stiftung Warentest beispielsweise ist ab ca. 4.000 Euro zu haben, das beste E-Bike im Test des Touringclubs der Schweiz liegt mit einem Kaufpreis von 5.699 Euro sogar deutlich darüber. Experten sind sich einig: Hochwertige Komponenten haben ihren Preis – dazu zählen etwa ein leistungsstarker Motor, ein langlebiger Akku oder eine gute Federung.

E-Bikes: Welche Marke ist besonders beliebt?

Derzeit besonders beliebt ist die Oberpfälzer E-Bike-Marke Cube, wie aus einer Analyse des Statistik-Portals Statista hervorgeht. Sie führt mit großem Abstand vor der Konkurrenz. Auf den Plätzen 2 und 3 landen schließlich der österreichische Hersteller KTM Bikes und das Cloppenburger Traditionsunternehmen Kalkhoff. Einer „Focus E-Bike“-Umfrage zufolge zählen außerdem auch Kettler und Pegasus zu den beliebtesten Marken in Deutschland.

Pedelec oder E-Bike: Wo ist der Unterschied?

Einfach ausgedrückt: Das E-Bike fährt auf Knopfdruck von selbst – ohne dass der Fahrer strampeln muss. Beim Pedelec (abgekürzt für „Pedal Electric Cycle“) hingegen handelt es sich um ein „Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung“. Sprich: Tritt der Fahrradfahrer in die Pedale, springt der Motor zusätzlich an und entlastet. Bewegt sich der Biker hingegen nicht, bleibt die Elektrik ebenfalls aus. Das Konzept trifft einen Nerv: Nahezu jedes zweite hierzulande verkaufte Fahrrad ist mittlerweile ein Pedelec. Übrigens: Weder „Pedelec“ noch „E-Bike“ sind im Gesetz klar definiert. Infolge werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.

Bei den Pedelecs unterscheidet man grundsätzlich zwischen Modellen bis 25 km/h und schnellen Varianten bis 45 km/h – den „Speed-Pedelecs“ oder „S-Pedelecs“. Erstgenannte werden juristisch in der Regel wie Fahrräder behandelt. Das bedeutet: Weder Führerschein, noch Versicherungskennzeichen oder Mindestalter sind für die Nutzung vorgeschrieben. Anders sieht es aus bei den flotteren S-Pedelecs. Die gelten als Kleinkrafträder und benötigen neben einem Versicherungskennzeichen (ca. 50 Euro/Jahr) auch mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM. Und: Diese Pedelec-Variante muss zwingend auf die Straße. Radwege dürfen damit nicht befahren werden. Helmpflicht hingegen gilt für alle genannten Varianten – einzige Ausnahme: die „langsamen“ Pedelecs bis 25 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Wie teuer ist ein Akkutausch?

Früher oder später trifft es jedes E-Bike: Der Akku bringt plötzlich nicht mehr die gewohnte Leistung – oder fällt gleich ganz aus. Dann ist guter Rat teuer – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Akku gilt als eine der wertvollsten Komponenten am E-Bike. Zwischen 500 und 600 Euro kostet ein Original-Akku. Zwar ist der Akkutausch gegen ein günstigeres No-Name-Exemplar möglich. Hersteller wie beispielsweise Bosch und auch der ADAC raten hiervon allerdings dringend ab. Hintergrund: Der Laie könne nur „schwer erkennen, ob es sich dabei um gut verarbeitete, sichere und gleichwertige Produkte handelt“, so der Automobil-Club.

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Eine Akku-Reparatur sehen die Experten gleichermaßen kritisch. Die sei selbst dann nicht ohne Risiken, wenn sie in einer Werkstatt durchgeführt wird. Schließlich könne man nicht prüfen, ob der Akku nach der Reparatur wirklich sicher ist. Den Besuch einer Fachwerkstatt empfiehlt der ADAC deshalb nur dann, wenn es für das jeweilige E-Bike keine Ersatzakkus mehr zu kaufen gibt. Die bessere, dafür aber kostenintensivste Variante: der Austausch gegen einen Original-Akku. Nur dessen Hersteller kann das Batterie-Management-System (BMS) optimal an die verwendeten Batteriezellen anpassen. Das BMS steuert das Aufladen und gleichmäßige Entladen des Akkus, ist folglich maßgeblich für seine Langlebigkeit verantwortlich.

Welchen Fahrradträger braucht man für ein E-Bike?

Was sollte man eigentlich bei einem Fahrradträger für E-Bikes beachten? Prinzipiell muss der Fahrradträger fürs E-Bike nur ausreichend belastbar sein. Theoretisch genügt also ein gewöhnlicher Fahrradträger – die sind für Räder bis 22 kg geeignet. In der Praxis ist das für viele E-Bikes allerdings zu wenig. Die sind durchschnittlich sechs Kilo schwerer als normale Fahrräder – Akku und Motor fallen zusätzlich ins Gewicht. Die Lösung: spezielle E-Bike-Fahrradträger. Die sind stärker belastbar, dürfen in der Regel ein Gewicht von 30 kg pro Fahrrad transportieren. Zu den bekannten Herstellern von Fahrradträgern für E-Bikes zählen etwa Atera, Thule, Westfalia oder Uebler.

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Außerdem zu berücksichtigen beim Fahrradträger fürs E-Bike: die maximale Stützlast der am Auto montierten Anhängerkupplung. Die variiert von Fahrzeug zu Fahrzeug. Kleinwagen packen mitunter nicht mehr als 40 kg, größere Modelle hingegen bis 100 kg. In der Regel bewegt sich die maximale Stützlast einer Pkw-Anhängerkupplung zwischen 70 und 100 kg. Sie findet sich in den Fahrzeugpapieren oder auf einem Schild in der Nähe der Anhängerkupplung. Wer also ein Elektro-Fahrrad oder womöglich sogar mehrere auf dem Fahrradträger per Anhängerkupplung transportieren möchte, sollte sicherstellen, dass das Gesamtgewicht von Fahrradträger und E-Bikes diese Grenze nicht überschreitet. Und falls doch, so lassen sich E-Bikes alternativ auch per Dachträger transportieren.

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Ein Beitrag von:

  • Jannis Grunewald

    Jannis Grunewald ist Autor mit Fokus auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Er schreibt News, Analysen und Prognosen über digitale Assets und beschäftigt sich mit den Entwicklungen der Branche. Außerdem schreibt er über Technik und Innovationen.

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