Toyota mit Brennstoffzelle 29.04.2016, 13:13 Uhr

E-Auto mit 600 PS: Highlights der größten Automesse Chinas

Die Auto China 2016, Chinas größte Automobilmesse, ist in voller Fahrt. Zu sehen gibt es Studien, die so manche Münder offenstehen lassen. Darunter sind ein 600-PS-starkes Elektroauto, das Taxi der Zukunft und ein SUV im Stealth-Look. 

Der Toyota FCV Plus ist nur 3,80 m lang, aber trotzdem ein Raumwunder. Die Brennstoffzelle sitzt zwischen den Vorderrädern, die Tanks zwischen den Hinterrädern. Den Vortrieb übernehmen vier Radnabenmotoren.

Der Toyota FCV Plus ist nur 3,80 m lang, aber trotzdem ein Raumwunder. Die Brennstoffzelle sitzt zwischen den Vorderrädern, die Tanks zwischen den Hinterrädern. Den Vortrieb übernehmen vier Radnabenmotoren.

Foto: Wu Hong/dpa

Mit 1,3 Milliarden Bürgern ist China der wichtigste Automarkt der Welt. 2016 sollen die Schlüssel für 21 Millionen Neuwagen über die Ladentheke gehen. Kein Wunder also, dass die Auto China großen Andrang erlebt. 2000 Aussteller aus 14 Ländern präsentieren auf Chinas größter Automobilmesse bis 4. Mai neue Fahrzeuge und Studien. Wir zeigen Ihnen einige Highlights aus dem China International Exhibition Center (CIEC) in Peking.

Der Andrang des Publikums auf der Auto China 2016 ist unglaublich. Teilweise stehen die Besucher im Stau, Schilder fordern zum Weitergehen auf.

Der Andrang des Publikums auf der Auto China 2016 ist unglaublich. Teilweise stehen die Besucher im Stau, Schilder fordern zum Weitergehen auf.

Quelle: Wu Hong/dpa

1) 600-PS-starkes E-Auto Arcfox 7 schafft 100 km/h in unter 3 s

Ein Hingucker der Messe ist Arcfox 7, ein weißer Elektrosportwagen des chinesischen Herstellers Baic. Unter der Motorhaube tobt ein Elektromotor mit über 600 PS. Er beschleunigt den 1755 kg schweren Sportwagen in unter drei Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Die Reichweite des stromlinienförmigen Geschosses, das optisch einem Science-Fiction-Film entsprungen scheint, soll bei rund 300 km liegen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR-Firmenlogo
Fachbereichsleitung Grün (m/w/d) Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR
Heilbronner Versorgungs GmbH-Firmenlogo
Planungsingenieur in den Bereichen Gas und Wasser (m/w/d) Heilbronner Versorgungs GmbH
Heilbronn Zum Job 
Flughafen München GmbH-Firmenlogo
Leiter Elektrotechnik / Stromnetzprojekte (w/m/d) Flughafen München GmbH
Oberding Zum Job 
Intego GmbH-Firmenlogo
Servicetechniker / Field Service Engineer (m/w/d) - Einsatz in Kalifornien (USA) Intego GmbH
Erlangen Zum Job 
PohlCon GmbH-Firmenlogo
Anwendungsingenieur (m/w/d) PohlCon GmbH
Sumitomo Rubber Europe GmbH-Firmenlogo
Ingenieur FEA (m/w/d) Reifensimulation in Hanau Sumitomo Rubber Europe GmbH
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (m/w/d) (Master/Uni-Diplom) Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)
Bergisch Gladbach Zum Job 
wpd infrastruktur GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Projektleiter Bau (m/w/d) wpd infrastruktur GmbH
Universität zu Köln-Firmenlogo
Bauingenieur*in oder Architekt*in (w/m/d) mit Vertiefung im Baubetrieb bzw. Projektmanagement Universität zu Köln
wpd infrastruktur GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Elektroingenieur (m/w/d) für nationale Wind- und Solarenergieprojekte wpd infrastruktur GmbH
wpd construction GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Projektleiter Elektrotechnik (m/w/d) wpd construction GmbH
Bietigheim-Bissingen Zum Job 
Universität zu Köln-Firmenlogo
Ingenieur*in (w/m/d) für Energiemanagement, Nachhaltigkeit und technische Gebäudeentwicklung Universität zu Köln
Boyd Weiler GmbH & Co. KG-Firmenlogo
CAD-Konstrukteur (m/w/d) Boyd Weiler GmbH & Co. KG
Weiler-Simmerberg Zum Job 
TransnetBW GmbH-Firmenlogo
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d) TransnetBW GmbH
Stuttgart Zum Job 
TransnetBW GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d) TransnetBW GmbH
Stuttgart Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauprojektleiter (m/w/d) Allbau Managementgesellschaft mbH
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur* im Anforderungsmanagement DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
WipflerPLAN Planungsgesellschaft-Firmenlogo
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d) WipflerPLAN Planungsgesellschaft
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz Zum Job 
VINCORION Advanced Systems GmbH-Firmenlogo
Information Security Manager (all genders) VINCORION Advanced Systems GmbH
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences-Firmenlogo
Professur "Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)" Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences
Düsseldorf Zum Job 
Der Arcfox 7 von Baic: Das stromlinienförmige E-Auto beschleunigt in unter drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. 

Der Arcfox 7 von Baic: Das stromlinienförmige E-Auto beschleunigt in unter drei Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Quelle: How Hwee Young/dpa

Einziger Wermutstropfen: In Deutschland wird es Arcfox 7 nicht zu kaufen geben, der Wagen kommt Ende 2016 lediglich in China auf den Markt. Doch dort könnte er große Absatzchancen haben. Denn immer mehr Chinesen weichen auf E-Autos aus, da Zulassungen für Verbrennungsautos zunehmend schwieriger zu ergattern sind.

2) Chinesischer Milliardär präsentiert Taxi der Zukunft

Auf Elektroantrieb setzt auch Jia Yueting. Der chinesische Milliardär präsentiert auf der Messe den LeSee – ein Elektroauto, das durch ein ausgefallenes Innenraumkonzept auffällt. Öffnet man die großen Portaltüren, fallen als Erstes die Rücksitze ins Auge. Sie haben treppenförmige Einkerbungen, die an ein Gebirgsrelief erinnern. Der Clou: Sie bestehen aus einem Formgedächtnispolymer, das sich der Körperform anpasst und ultrabequemes Sitzen ermöglichen soll.

LeSee soll das Taxi der Zukunft werden. Das Elektroauto ist mit dem Internet verbunden, mit Smartphone-Sprachbefehlen lässt sich der Autopilot aktivieren, der automatisch einparkt. 

LeSee soll das Taxi der Zukunft werden. Das Elektroauto ist mit dem Internet verbunden, mit Smartphone-Sprachbefehlen lässt sich der Autopilot aktivieren, der automatisch einparkt.

Quelle: How Hwee Young/dpa

Und was tun, wenn man bequem sitzt? Sich beispielsweise vom Entertainmentsystem berieseln lassen, das aus zahlreichen Monitoren besteht, die alle mit dem Internet verbunden sind. „Ein Auto ist ein smartes, mobiles Endgerät auf vier Rädern – im Grunde ein Handy oder ein Tablet“, erklärt Yueting, der übrigens auch mit Mitbegründer des chinesischen Netflix-Pendants LeEco ist.

Fahren kann der E-Wagen natürlich auch, und zwar mit einer Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h. Per Sprachbefehl über das Smartphone schaltet sich auf Wunsch sogar ein Autopilot ein, der automatisch einparkt. Serienreif ist LeSee allerdings noch nicht. Und wenn er auf den Markt kommt, dann angeblich zunächst als Taxi. Je nachdem, ob das Taxi frei oder besetzt ist, soll sich dabei die Farbtönung der Frontscheinwerfer ändern lassen.

3) Karlmann King: ein SUV im Stealth-Look

Etwas rauer geht es am Stand des chinesischen Automobilherstellers IAT Automobile Technology zu. Dort steht Karlmann King, ein riesiger mattschwarzer SUV, dessen Karosserie an den Tarnkappenbomber F-17 erinnert. Er hat das Format eines Kleinlasters – 2,50 m hoch und 6 m lang – und arbeitet mit einem Sechszylindermotor mit 3,0 oder 3,6 l Hubraum. IAT bringt das Monster in einer Kleinserie auf den Markt. Wer an der Ampel die Blicke auf sich ziehen möchte, muss aber auch tief in die Tasche greifen. Karlmann King kostet schlappe 1,5 Millionen €.

Der chinesische Automobilhersteller IAT Automobile Technology stellt mit dem Karlmann King einen riesigen mattschwarzer SUV vor, dessen Karosserie an den Tarnkappenbomber F-17 erinnert. 

Der chinesische Automobilhersteller IAT Automobile Technology stellt mit dem Karlmann King einen riesigen mattschwarzer SUV vor, dessen Karosserie an den Tarnkappenbomber F-17 erinnert.

Quelle: Auto Peking

4) Faraday stellt eine Elektro-Flunder vor

Eine neue Automarke, die geheimnisumwitterte Faraday Future, ist auch in Peking präsent. Hinter dem US-Unternehmen stecken reiche Chinesen, und die wollen mit Elektroautos den Markt erobern. Allerdings gleicht die Studie sehr stark einer flachen Flunder, die für den Alltagseinsatz kaum geeignet scheint. Aber das hat man bei den Luxusautos von Tesla erst auch gedacht.

Elektrostudie von Faraday: sehr flach, sehr futuristisch, sehr visionär.

Elektrostudie von Faraday: sehr flach, sehr futuristisch, sehr visionär.

Quelle: How Hwee Young/dpa

5) Toyota setzt auf Brennstoffzelle

Nicht nur auf Elektroautos, sondern auch auf die Brennstoffzelle setzt Toyota. In Peking stellen die Japaner ihren Kleinwagen FCV Plus vor. Eine Brennstoffzelle erzeugt den Strom für die vier Radnabenmotoren.

Weil der Toyota FCV Plus keinen

Weil der Toyota FCV Plus keinen „Motorraum“ hat, ist der Innenraum trotz einer Autolänge von nur 3,80 m sehr groß.

Quelle: Toyota

Die in den Rädern untergebrachten Motoren sparen vor allem viel Platz und ermöglichen Toyota ein ungewöhnliches Raumkonzept, weil die Brennstoffzelle zwischen den Vorderrädern sitzt. Die Tanks sind zwischen den Hinterrädern untergebracht. Und deshalb bietet das Auto trotz nur 3,80 m Länge einen großen Innenraum.

Der Gase-Spezialist Linde will auch in Deutschland mehr für Brennstoffzellen tun und hat gerade auf der Hannover Messe einen Hyundai mit Brennstoffzelle vorgestellt. 50 Autos werden ab Sommer im Carsharing-Projekt BeeZero in München eingesetzt.

Rustikale SUV im Military-Look sind ausgesprochen beliebt in China. Im Bild ein SUV des chinesischen Herstellers Dongfeng.

Rustikale SUV im Military-Look sind ausgesprochen beliebt in China. Im Bild ein SUV des chinesischen Herstellers Dongfeng.

Quelle: Wu Hong/dpa

 

Ein Beitrag von:

  • Axel Mörer-Funk

    Axel Mörer-Funk ist Gesellschafter der Medienagentur S-Press in Bonn. Nach einem Volontariat beim Bonner Generalanzeiger und dem Besuch der Journalistenschule Hamburg arbeitete er u.a. als freier Journalist für dpa, Bunte und Wirtschaftswoche.

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitete während seines Studiums der Kommunikationsforschung bei verschiedenen Tageszeitungen. 2012 machte er sich als Journalist selbstständig. Zu seinen Themen gehören Automatisierungstechnik, IT und Industrie 4.0.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.