Bell V-247 Vigilant 21.10.2016, 07:29 Uhr

Bald gibt es auch unbemannte bewaffnete Kippflügler

Der amerikanische Hubschrauberproduzent Bell Helicopter bietet jetzt auch unbemannte, bewaffnete Kippflügler an. Und möchte damit vor allem beim U.S. Marine Corps als erstem Kunden landen. Denn das will seine Einsatzmöglichkeiten für militärische Drohnen erheblich ausweiten.

Das unbemannte Kipprotor-Flugzeug Bell V-247 Vigilant eignet sich laut Bell Helicopter für den Einsatz auf Flugzeugträgern und für lange Expeditions- und Überwachungsflüge. 

Das unbemannte Kipprotor-Flugzeug Bell V-247 Vigilant eignet sich laut Bell Helicopter für den Einsatz auf Flugzeugträgern und für lange Expeditions- und Überwachungsflüge. 

Foto: Bell Helicopter

Kippflügler starten wie Hubschrauber. Dann aber werden die Rotorgondeln umgeschwenkt und treiben den Kippflügler mit der Geschwindigkeit eines normales Propellerflugzeugs vorwärts. Die unbemannte Bell V-247 Vigilant eignet sich laut Bell Helicopters für den Einsatz auf Flugzeugträgern und für lange Expeditions- und Überwachungsflüge. Der Reiz eines unbemannten bewaffneten Kippflüglers liegt für die U.S. Marines vor allem darin, dass gefährliche Angriffe ohne Risiken für das eigene Personal geflogen werden können. Und damit vor allem Landungen auf feindlichem Boden ermöglichen.

Bell geht mit der V-247 auf Vorstellungen der Marines ein

Vor einigen Monaten hat das Marine Corps unter der Bezeichnung MUX eine Anforderung veröffentlicht, die auf die Entwicklung eines unbemannten, bewaffneten Kippflüglers hinausläuft. Diese Maschine soll spätestens im Jahr 2026 in den Truppendienst kommen. Bell Helicopter, ein Unternehmen des amerikanischen Wehrtechnik-Konzerns Textron, glaubt die eigene Entwicklung schon 2023 in Serie bauen und ausliefern zu können.

Das Kipprotor-Wandelflugzeug V-22 Osprey wird seit 2005 von der US-Luftwaffe und dem US-Marine-Corps eingesetzt. 

Das Kipprotor-Wandelflugzeug V-22 Osprey wird seit 2005 von der US-Luftwaffe und dem US-Marine-Corps eingesetzt.

Quelle: Bell Boeing

Dabei sieht Bell den größten Vorteil der neuen V-247 darin, dass sie auf den Erfahrungen mit hunderten von “Osprey”-Kippflügern beim Marine Corps aufbaut, die von Bell Boeing gefertigt wurden. Dabei wird betont, dass die V-247 in technisch ganz enger Verbindung mit der “Osprey” von den Marines eingesetzt werden kann. Die V-247 soll ein Gesamtgewicht von 13,1 t haben und von einem Motor angetrieben werden. Bell sucht derzeit nach einem Motorenlieferanten, der eine Leistung zwischen 3670 und 4410 kW bieten kann.

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Vielfältige Bewaffnung möglich

Die V-247 wird unter der Bezeichnung “Vigilant” von Bell in Varianten angeboten, die sowohl Befestigungspunkte unter den Tragflächen für vier Lenkwaffen sowie drei Bombenräume vorsehen. Denkbar ist auch die zusätzliche Ausrüstung mit Maschinengewehren.

Die V-247 soll sowohl für den Einsatz vom Land aus als auch von Schiffen aus vorbereitet sein. Neben einer umfangreichen Elektronik, die auch die elektronische Bekämpfung gegnerischer Einrichtungen wie Radaranlagen oder Lenkwaffenbasen vorsieht, soll der Betrieb zu jeder Tages- und Nachtzeit und unter allen Wetterbedingungen möglich sein.

Die V-247 soll die Möglichkeit erhalten, in der Luft betankt werden zu können.

Die V-247 soll die Möglichkeit erhalten, in der Luft betankt werden zu können.

Quelle: Bell Helicopter

Bell Helicopter lässt keinen Zweifel daran, dass die amerikanischen Streitkräfte künftig nicht mehr allein auf die gegenwärtig dominierenden, relativ kleinen Angriffsdrohnen wie “MQ-9 Reaper” und “MQ1 Predator” angewiesen sein werden.

Das unbemannte Luftfahrzeug MQ-1 Predator (vorne im Bild) nach der Rückkehr von einem Einsatz im Irak.

Das unbemannte Luftfahrzeug MQ-1 Predator (vorne im Bild) nach der Rückkehr von einem Einsatz im Irak.

Quelle: Shannon Collins/U.S. Air Force

Diese Abhängigkeit zu beenden, ist gleichzeitig auch ein erklärtes Ziel des Marine Corps.

Hohe Reichweite durch Auftanken in der Luft

Die V-247 soll die Möglichkeit erhalten, in der Luft von fliegenden Tankern aufgetankt werden zu können. Dies würde ihre Reichweite ganz erheblich vergrößern. Die automatisierte Betankung von unbemannten Flugzeugen während des Fluges wäre bei den amerikanischen Streitkräften ein Novum.

Aber auch am Boden wollen die US Marines aufrüsten: Sie haben im August in den USA einen Kampfroboter getestet. Damit reagiert die US Army darauf, dass auch Russland und selbst die Terrororganisation IS schon Kampfroboter im Irak und in Syrien eingesetzt haben.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

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