CERN schafft 13 TeV 22.05.2015, 12:06 Uhr

Genfer Teilchenbeschleuniger LHC knackt den Weltrekord

LHC hat es geschafft: Erstmals sind im weltgrößten Teilchenbeschleuniger des Cern in Genf Protonen mit 13 TeV zusammengeprallt. Weltrekord. Jetzt geht es an die Erforschung der Dunklen Materie.

Der Cern-Teilchenbeschleuniger LHC in Genf: Hier kollidierten erstmals Protonenstrahlen mit einer Rekordenergie von 13 TeV.

Der Cern-Teilchenbeschleuniger LHC in Genf: Hier kollidierten erstmals Protonenstrahlen mit einer Rekordenergie von 13 TeV.

Foto: Cern

Zwei Jahre nach dem Beginn des Umbaus haben die Forscher den Large Hadron Collider (LHC), den weltgrößten Protonenbeschleuniger im europäischen Atomforschungszentrum Cern in Genf, jetzt eingefahren: Im 27 km langen Beschleunigertunnel prallten zwei Protonenstrahlen aufeinander, die jeweils eine Energie von 6,5 Teraelektronenvolt (TeV) hatten. Andere Beschleuniger erreichen die Rekordenergie von 13 TeV, also 13 Billionen Elektronenvolt, nicht annähernd. Der bisherige Rekord, ebenfalls am LHC aufgestellt, lag bei 8 TeV. In Teraelektronenvolt wird die Bewegungsenergie von Atomkernbauteilen gemessen.

In weiteren Probeläufen werden die Forscher am Cern die beiden Protonenstrahlen, die in zwei Röhren später sogar mit 7 TeV unterwegs sein sollen, daraufhin überprüfen, ob sie exakt auf Kurs bleiben. Schon geringste Abweichungen können nämlich zum Scheitern der Experimente führen, die in einigen Wochen beginnen sollen.

Forschung an Dunkler Materie und dem Higgs-Boson

Die Protonenstrahlen prallen in vier Messgeräten aufeinander. Bei den Kollisionen werden zahlreiche Teilchen frei, die teilweise nur Bruchteile von Sekunden existieren. Anhand der Kurven, die die Protonentrümmer nach der Kollision beschreiben, identifizieren die Kernphysiker die Teilchen.

So sah der CMS-Detektor die Rekordkollision. Sie setzt zahlreiche Teilchen frei, die teilweise nur für Bruchteile einer Sekunde existieren.

So sah der CMS-Detektor die Rekordkollision. Sie setzt zahlreiche Teilchen frei, die teilweise nur für Bruchteile einer Sekunde existieren.

Quelle: CMS

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
BG ETEM-Firmenlogo
Dozent/-in (m/w/d) für die Bildungsstätte in Bad Münstereifel BG ETEM
Bad Münstereifel Zum Job 
Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH-Firmenlogo
Abteilungsleiter*in Flottenmanagement / ECM3 (Head of Fleet Management / ECM3) Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH
Karlsruhe Zum Job 
GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Sportstätten GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
VESTOLIT GmbH-Firmenlogo
PLS Programmierer (m/w/d) VESTOLIT GmbH
VESTOLIT GmbH-Firmenlogo
EMSR Techniker (m/w/d) VESTOLIT GmbH
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur mit Master in Informatik / Elektrotechnik - Beamten- Ausbildung (m/w/d) Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
deutschlandweit Zum Job 
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr-Firmenlogo
Offizierin / Offizier Anwärter/in - Führungskraft Oberfähnrichmodell mit Bachelor (Master) (m/w/d) Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
deutschlandweit Zum Job 
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur mit Master - Beamten- Ausbildung (m/w/d) Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
deutschlandweit Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Teamleitung (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur Planung Bauwerke (m/w/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektleitung (m/w/d) Planung & Bauüberwachung Ingenieurbauwerke Die Autobahn GmbH des Bundes
LIST Ingenieure GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Teamleiter (m/w/d) Vertrieb und Kalkulation TGA LIST Ingenieure GmbH & Co. KG
Bielefeld Zum Job 
REUTERS INGENIEUR GmbH-Firmenlogo
Senior Projektingenieur (m/w/d) - EMSR-Technik - Projektmanagement REUTERS INGENIEUR GmbH
Hofheim Zum Job 
Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)-Firmenlogo
Technische*r Angestellte*r (Techniker*in oder Ingenieur*in) Werkstofftechnik, Physiktechnik, Maschinenbau Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)
Garching Zum Job 
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH)-Firmenlogo
Ingenieurin (m/w/d) / Techniker (m/w/d) der Mess- und Regelungstechnik für Gebäudeautomation Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH)
Eutin, Lübeck Zum Job 
Bernstein AG-Firmenlogo
Leitung Entwicklung (w/m/d) Mechatronische Systeme / Industrielle Sicherheits- und Automatisierungstechnik Bernstein AG
Porta Westfalica Zum Job 
Deutsches Patent- und Markenamt-Firmenlogo
Ingenieurinnen und Ingenieure (w/m/div) Informatikerinnen und Informatiker (technische Informatik) (w/m/div) Physikerinnen und Physiker (w/m/div) Deutsches Patent- und Markenamt
München Zum Job 
Ruhrbahn GmbH-Firmenlogo
Planungsingenieur (w/m/d) und Projektsteuerung - Verkehrsinfrastruktur und Gleisplanung Ruhrbahn GmbH
TraveNetz GmbH-Firmenlogo
Gruppenleiter:in Automatisierungstechnik TraveNetz GmbH
Lübeck Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung (w/m/d) Umwelt und Landschaftsplanung Die Autobahn GmbH des Bundes

So konnten die Physiker am Cern schon das geheimnisvolle Gottesteilchen, das Higgs-Boson, nachweisen. Es ist ihnen allerdings nur einige Male untergekommen. Mit der mächtigen umgebauten Anlage hoffen sie, es häufiger zu finden, um letzte Zweifel an der Existenz auszuräumen. Außerdem wollen die Cern-Physiker dem Geheimnis der Dunklen Materie auf die Spur kommen.

Kurzschluss sorgte im März für Aufregung

Im Rahmen des Einfahrens lösen die Kernphysiker in allen vier Messgeräten Kollisionen aus. Die Bilder stellte Cern der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie haben jedoch keine wissenschaftliche Relevanz. Die Messgeräte, die so hoch sind wie mehrstöckige Häuser, tragen die phantasievollen Namen CMS (Compact-Muon-Solenoid-Experiment), Atlas (A Toroidal LHC ApparatuS), Alice (A Large Ion Collider Experiment) und LHCb (Large Hadron Collider beauty).

Techniker bei der Wartung des Beschleunigertunnels. Darin bewegen sich auf einer Länge von 27 km in entgegengesetzter Richtung Protonnenstrahlen mit einer Energie von jeweils 6,5 TeV.

Techniker bei der Wartung des Beschleunigertunnels. Darin bewegen sich auf einer Länge von 27 km in entgegengesetzter Richtung Protonnenstrahlen mit einer Energie von jeweils 6,5 TeV.

Quelle: Cern

Am 21. März noch schien der Beginn der wissenschaftlichen Versuche gefährdet, der für Anfang Juni geplant ist. Eine der mehr als 9000 supraleitenden Magnetspulen, die die Protonenstrahlen auf Kurs halten, fiel nach einem Kurzschluss aus. Die Reparatur gelang in Rekordzeit.

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.