Weltumrundung geht weiter 18.02.2016, 14:15 Uhr

Solar Impulse 2: Ingenieure spendieren Solarflugzeug neues Batteriesystem

Auf Hawaii haben Ingenieure die Solar Impulse 2 aus dem Winterschlaf geholt. Sie bauen jetzt ein neues Batteriesystem in das Solarflugzeug ein. Im April soll die unterbrochene Weltumrundung dann weitergehen, die das Team wegen überhitzter Akkus hatte abbrechen müssen. 

Der Traum lebt: Erstmals soll ein Solarflieger die Welt umrunden. Im April 2016 geht es weiter zur Westküste der USA. 

Der Traum lebt: Erstmals soll ein Solarflieger die Welt umrunden. Im April 2016 geht es weiter zur Westküste der USA. 

Foto: Solar Impulse

Es ist so weit: Die Ingenieure des Teams Solar Impulse bereiten den Solarflieger auf die Fortsetzung seiner Weltumrundung vor. In einem Hangar am Kalaeloa Airport auf Hawaii bauen sie derzeit neue Batterien und ein neues Lüfter- und Kühlsystem in das Schweizer Flugzeug ein, das auf künftigen Etappen vor Überhitzungsschäden schützen soll.

Überhitzung führte zum Abbruch der Weltumrundung

Zur Überhitzung der Lithium-Polymer-Akkus kam es während der letzten 8300 km langen Etappe, die von Japan nach Hawaii über den Pazifik führte. „Während das Flugzeug in Nagoya auf der Startbahn stand, herrschten harsche Bedingungen. Deshalb entschieden wir, einen Testflug durchzuführen, bevor wir in Richtung Hawaii abhoben“, erklärt das Team in seinem Blog. „Beim Design des Batteriesystems wurde die Möglichkeit eines Testflugs gefolgt von einem Missionsflug ohne Zeitintervall für eine Abkühlung der Batterien nicht in Betracht gezogen.“

Derzeit steht Solar Impulse 2 in einem Hangar am Kalealoa Airport auf Hawaii. Dort bauen Ingenieure ein neu entwickeltes Batteriesystem in den Solarflieger ein. 

Derzeit steht Solar Impulse 2 in einem Hangar am Kalealoa Airport auf Hawaii. Dort bauen Ingenieure ein neu entwickeltes Batteriesystem in den Solarflieger ein. 

Foto: Solar Impulse

Das Team musste den Solarflieger auf Hawaii in den Winterschlaf schicken – bedeckt mit Aluminiumfolie und versiegelt mit Klebstoff, um die empfindlichen Komponenten vor weiteren Schäden zu schützen. „Wir entschieden, die Weltumrundung abzubrechen und mit etwas Abstand zu betrachten, wie wir das Flugzeug wieder flott bekommen würden.“ 

Im April startet Solar Impulse 2 zum Rest der Weltumrundung 

Parallel zu den Wartungsarbeiten bereiten sich auch Piloten und Kommunikationsteam auf die Fortführung der Weltumrundung vor. „Ein Teil des Kommunikationsteams ist schon mit den Ingenieuren in Hawaii gelandet, der andere folgt in den nächsten Wochen oder bereitet sich auf den Einsatz im Missionskontrollzentrum in Monaco vor“, heißt es im Blog.

Solar Impulse 2 in der Luft: Vier elektrische 15-kW-Motoren treiben den Solarflieger an. 17.000 Solarzellen auf den Tragflächen liefern Energie. 

Solar Impulse 2 in der Luft: Vier elektrische 15-kW-Motoren treiben den Solarflieger an. 17.000 Solarzellen auf den Tragflächen liefern Energie. 

Foto: Solar Impulse

Die Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg würden schon bald Trainingsflüge unternehmen, um sich wieder an das Flugzeug zu gewöhnen. Die nächste Etappe über den Pazifik bis an die Westküste der USA soll dann im April starten. Danach geht es nach Europa und schließlich zurück zum Startpunkt nach Abu Dhabi.

Pioniergeist: Mit Erneuerbaren Energien rund um die Welt

Das Team um Solar Impulse 2 will den Beweis antreten, dass ein Flugzeug allein mit Erneuerbaren Energien die Welt umrunden kann. Die Energie für die vier elektrischen 15-kW-Motoren liefern 17.000 Solarzellen, die auf den Tragflächen sitzen. Das Flugzeug hat mit 72 m eine größere Spannweite als ein Jumbojet, wiegt dabei dank Leichtbauweise aber nur 2300 kg.

Foto: Solar Impulse

Foto: Solar Impulse

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Foto: Solar Impulse

Foto: Solar Impulse

Foto: Solar Impulse

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Foto: Solar Impulse

Foto: Solar Impulse

Foto: Solar Impulse

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Foto: Solar Impulse

Allerdings müssen die Piloten auch auf einiges verzichten, beispielsweise auf eine Klimaanlage im Cockpit. Tagsüber kann es deswegen bis zu 40 °C heiß werden, nachts hingegen bis zu minus 20 °C. Einen Druckausgleich gibt es auch nicht, sodass die Piloten regelmäßig an ihre körperlichen Belastungsgrenzen stoßen. 

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