FINANZIERUNG ÜBER Kickstarter 26.11.2014, 12:29 Uhr

Private Forschungsmission zum Mond

Die „aufregendste Weltraum-Mission seit den Apollo-Landungen“ verspricht eine Gruppe britischer Ingenieure und Forscher: Sie wollen in spätestens zehn Jahren eine Rakete zum Mond starten. Dort sollen Messinstrumente bis zu 100 Meter tief in den Trabanten eindringen – und in 4,5 Milliarden Jahre Geschichte. Eine Crowdsourcing-Kampagne hat schon mehr als die Hälfte der notwendigen 600 Millionen Pfund eingebracht.

Lunar Mission One: In spätestens zehn Jahren soll ein unbemanntes Roboter-Landemodul auf dem Mond landen und neue Erkenntnisse über den Erdtrabanten ans Licht bringen. Die private Forschungsmission, hinter der renommierte Wissenschaftler stehen, versucht derzeit das nötige Geld für das Projekt über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter zu sammeln. 

Lunar Mission One: In spätestens zehn Jahren soll ein unbemanntes Roboter-Landemodul auf dem Mond landen und neue Erkenntnisse über den Erdtrabanten ans Licht bringen. Die private Forschungsmission, hinter der renommierte Wissenschaftler stehen, versucht derzeit das nötige Geld für das Projekt über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter zu sammeln. 

Foto: Lunar Mission One

„Eine Mondmission für jeden.“ So bewirbt eine Gruppe renommierter Wissenschaftler ihre „Lunar Mission One“. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelt sie Geld für das Projekt. Mit einigem Erfolg: Mehr als 4000 Unterstützer haben drei Wochen vor Ablauf der Kampagne bereits rund 350 Millionen Pfund bereitgestellt, auf insgesamt 600 Millionen Pfund werden die Kosten geschätzt.

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Das Projekt wird nach Ansicht der Forscher so weitreichende Erkenntnisse wie noch nie über die geologische Zusammensetzung des Trabanten und über seine „Beziehung zu unserem Planeten“ liefern. 4,5 Milliarden altes Mondgestein könne genau analysiert werden.

Ständige Station am Südpol des Mondes?

In spätestens zehn Jahren soll ein unbemanntes Roboter-Landemodul auf dem Mond landen. Ein Bohrinstrument soll dann mindestens 20 Meter tief in die Oberfläche eindringen, zehn Mal tiefer als jede bisherige Bohrung. Mit etwas Glück soll es sogar 100 Meter tief gehen. Die Instrumente an Bord des Moduls sollen zudem die örtlichen Umweltbedingungen analysieren. Dazu gehörten beispielsweise die Emission kleiner Partikel oder elektromagnetische Strahlung.

Auch die Zusammensetzung des Staubs auf der Oberfläche soll untersucht werden, vor allem im Hinblick auf den Gehalt an Sauerstoff und Wasserstoff, die möglicherweise zur Energiegewinnung genutzt werden könnten. Dahinter steckt ein großes Ziel: Herausfinden, ob der Südpol des Mondes für eine ständige Basisstation für Menschen geeignet ist.

Alle Messergebnisse werden an eine Bodenstation übermittelt. Je nach Erfolg des Projektes planen die Forscher eine zweite Mission, die Material aus dem Inneren des Mondes aufnehmen und zur Erde bringen könnte, um hier noch genauer untersucht zu werden.

Investoren können sich auf dem Mond verewigen

Hinter dem Projekt steht eine Gruppe renommierter Ingenieure und Wissenschaftler, darunter Sir Graeme Davies, Professor für Metallurgie und ehemaliger Vizekanzler der Universität London. Gründer des Unternehmens „Lunar Missions Ltd.“ ist David Iron, früher Ingenieur bei der britischen Marine und zuletzt Berater der EU beim Galileo-Satellitenprogramm.

Reise zum Mond: Ist der Südpol des Mondes vielleicht geeignet dort eine ständige Basisstation für Menschen einzurichten?

Reise zum Mond: Ist der Südpol des Mondes vielleicht geeignet dort eine ständige Basisstation für Menschen einzurichten?

Quelle: Lunar Mission One

Noch fehlen rund 250 Millionen Pfund, also etwa 315 Millionen Euro, um das Projekt zu finanzieren. An der „Mondmission für jeden“ kann sich wirklich jeder beteiligen. Schon ab einem Pfund können Investoren dabei sein, erst ab drei Pfund gibt es aber eine Belohnung: Freien Zugang zu Projektinfos und -videos. Wer mit 60 Pfund einsteigt, bekommt die Möglichkeit, persönliche Informationen in eine „Memory Box“ hochzuladen, die nach Abschluss der Forschungsarbeiten im Bohrloch versenkt wird. Für 1200 Pfund gibt es eine Einladung zum Raketenstart, und für 5000 Pfund darf man die Landung auf dem Mond direkt in der Kommandozentrale beobachten.

Ein Beitrag von:

  • Werner Grosch

    Werner Grosch ist Journalist und schreibt vor allem über Technik. Seine Fachgebiete sind unter anderem Elektromobilität, Energie, Robotik und Raumfahrt.

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