Erdnahe Objekte 27.06.2024, 08:12 Uhr

Keine Gefahr: Zwei große Asteroiden rasen an der Erde vorbei

Wie die Esa meldet, werden am 27. und am 29. Juni zwei Asteroiden an der Erde vorbeifliegen. Insbesondere der zweite Asteroid ist mit über 2 km Durchmessern ein echter Brocken – eine Gefahr für die Erde besteht jedoch nicht.

Asteroiden rasen an Erde vorbei

Innerhalb von zwei Tagen werden zwei Asteroiden knapp an der Erde vorbeirasen.

Foto: ESA/ P. Carril

Diese Woche bietet sich laut einer Meldung der Esa ein faszinierendes Schauspiel am Himmel: Zwei große Asteroiden werden die Erde passieren. Dieses seltene Ereignis fällt mit dem diesjährigen Asteroidentag zusammen, der das Bewusstsein für die Gefahren durch Asteroiden und die Notwendigkeit ihrer Beobachtung schärfen soll. Trotz ihrer Größe stellen beide Asteroiden keine Gefahr für unseren Planeten dar.

2024 MK: Kurz vor knapp entdeckt

Der Asteroid 2024 MK ist zwischen 120 und 260 Metern groß und wurde erst am 16. Juni 2024 entdeckt. Nur 13 Tage später, am 29. Juni, wird er an der Erde vorbeifliegen. Dieses Timing fällt zufällig mit dem Asteroidentag zusammen. 2024 MK wird in einer Entfernung von etwa 290.000 Kilometern an der Erde vorbeiziehen, was etwa 75 % der Distanz zwischen Erde und Mond entspricht. Trotz seiner Nähe gibt es keinerlei Risiko, dass dieser Asteroid auf der Erde einschlägt.

Die späte Entdeckung von 2024 MK verdeutlicht, wie wichtig es ist, unsere Technologien zur Erkennung und Überwachung von erdnahen Objekten (NEOs) weiter zu entwickeln. Dank seiner Größe und relativen Nähe wird 2024 MK am 29. Juni bei klarem Himmel und mit einem kleinen Teleskop für Amateurastronomen sichtbar sein.

Der Asteroid 2024 MK wurde erst am 16. Juni 2024 entdeckt. Zum Glück schlägt er nicht auf der Erde ein. Foto: Esa

Der Asteroid 2024 MK wurde erst am 16. Juni 2024 entdeckt. Zum Glück schlägt er nicht auf der Erde ein.

Foto: Esa

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(415029) 2011 UL21: Der größere Asteroid

Der zweite Asteroid, (415029) 2011 UL21, ist mit einem Durchmesser von 2310 Metern der größere der beiden Besucher. Er wird jedoch der Erde nicht annähernd so nahe kommen wie 2024 MK. Am 27. Juni wird er seinen erdnächsten Punkt erreichen und dabei immer noch mehr als 17-mal so weit entfernt sein wie der Mond.

Interessanterweise hat 2011 UL21 eine stark geneigte Umlaufbahn um die Sonne, was für ein so großes Objekt ungewöhnlich ist. Die meisten großen Objekte im Sonnensystem, wie Planeten und Asteroiden, umkreisen die Sonne in oder nahe der Äquatorebene. Diese Abweichung könnte durch gravitative Wechselwirkungen mit einem großen Planeten wie Jupiter verursacht worden sein. Solche Wechselwirkungen können Asteroiden, die zuvor keine Gefahr darstellten, in Richtung Erde lenken. Das Verständnis dieses Prozesses ist daher von großer Bedeutung.

große Asteroid (415029) 2011 UL21

Der große Asteroid (415029) 2011 UL21 wurde bereits vor vielen Jahren entdeckt.

Foto: Esa

Asteroidentag 2024: Bedeutung und Aktivitäten

Der Asteroidentag, der von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, erinnert an den größten beobachteten Asteroideneinschlag in der Geschichte: den Tunguska-Ereignis von 1908 in Sibirien. Damals wurden rund 80 Millionen Bäume zerstört, glücklicherweise in einer weitgehend unbewohnten Region.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) spielt eine wichtige Rolle bei der Erkennung und Überwachung von Asteroiden. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die ESA viele potenziell gefährliche Asteroiden entdeckt und analysiert. Schätzungen zufolge gibt es etwa fünf Millionen NEOs, also erdnahe Objekte, die größer als 20 Meter sind – die Schwelle, ab der ein Einschlag auf der Erde Schäden verursachen könnte.

Das ESA-Büro für Planetenverteidigung arbeitet an verschiedenen Projekten, um unsere Fähigkeit zur Entdeckung, Verfolgung und Abwehr potenziell gefährlicher Asteroiden zu verbessern. Ein Beispiel ist die Hera-Mission, die noch in diesem Jahr starten soll. Hera wird eine detaillierte Untersuchung des Asteroiden Dimorphos durchführen, nachdem die NASA-Mission DART im September 2022 dort einschlug. Ziel ist es, Techniken zur Planetenabwehr zu entwickeln und zu verbessern.

Auch interessant:

Technologische Fortschritte und zukünftige Projekte

Zur Überwachung des Himmels entwickelt die ESA ein Netz von Flyeye-Teleskopen, die jeden Nacht den gesamten Himmel absuchen werden. Diese Teleskope sind von den Augen von Insekten inspiriert und sollen neue potenziell gefährliche Asteroiden entdecken. Zusätzlich wird der NEOMIR-Satellit der ESA zwischen Erde und Sonne positioniert sein und mithilfe von Infrarotlicht Asteroiden aufspüren, die von der Erde aus wegen des gleißenden Sonnenlichts nicht sichtbar sind.

Das Planetary Defence Office der ESA überwacht ständig den Himmel. So fing die Feuerkugelkamera der ESA in Cáceres, Spanien, in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai 2024 einen spektakulären Meteor ein. Dieser Meteor, vermutlich ein kleines Stück eines Kometen, flog mit etwa 162.000 km/h über Spanien und Portugal, bevor er über dem Atlantik verglühte.

Am 6. Juni 2024 entdeckte die Catalina Sky Survey in Arizona, USA, einen kleinen Asteroiden von 2 bis 4 Metern Größe. Diese Entdeckung löste eine Warnung des ESA-Systems zur Überwachung bevorstehender Einschläge aus. Obwohl dieser Asteroid die Erde nicht traf, flog er in nur 1750 km Entfernung vorbei – der zweitnächste bekannte Vorbeiflug eines Asteroiden ohne Einschlag.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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