Helicopter mit Weltrekord 24.06.2013, 12:25 Uhr

Flugschrauber X3: Schneller als ein TGV

Zwei zusätzliche Rotoren verwandeln einen Hubschrauber zum senkrecht startenden und landenden Flugzeug. Der Flugschrauber X3 ist zudem noch äußerst schnell unterwegs. Er brachte es in einem Testflug auf 472 Kilometer pro Stunde. 

Das Konzept des auf dem Flugwerk des Eurocopter Dauphin basierenden Eurocopter X3 ist auf Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h ausgelegt.

Das Konzept des auf dem Flugwerk des Eurocopter Dauphin basierenden Eurocopter X3 ist auf Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h ausgelegt.

Foto: EADS

Das Wettrennen des Hubschraubers mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV endete damit mit einer Überraschung: Der Hubschrauber blieb Sieger. Der X3, wie ihn seine Entwickler nennen, ist der einzige Hubschrauber der Welt, der einen TGV, der mit Höchstgeschwindigkeit fährt,  überholen kann. Er ist, wie die Entwicklungsingenieure von Eurocopter stolz vermelden, der schnellste der Welt.

Flugschrauber nennen sie ihn, weil der senkrecht starten und landen kann, im Horizontalflug aber so schnell ist wie ein Turboprop-Flugzeug. Mit 472 Kilometer pro Stunde stellte der Prototyp vor ein paar Tagen bei einem Testflug über Südfrankreich einen Weltrekord auf. Das schafft er, weil er wie ein ganz normaler Hubschrauber mit einem horizontal drehenden Rotor und einen vertikal drehenden Heckrotor ausgestattet ist. Zusätzlich haben die Ingenieure ihm zwei Propeller verpasst, die an Stummelflügeln befestigt sind. Sie sorgen für hohen Vortrieb beim Horizontalflug.

Der X3 bei einer Veranstaltung für Kunden aus der Öl- und Erdgasbranche in den USA; im Hintergrund ein Eurocopter EC225. Bis der X3 i Serie geht, werden noch ein paar Jahre vergehen.

Der X3 bei einer Veranstaltung für Kunden aus der Öl- und Erdgasbranche in den USA; im Hintergrund ein Eurocopter EC225. Bis der X3 i Serie geht, werden noch ein paar Jahre vergehen.

Quelle: EADS

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Projektleitung Großprojekte Wasserwerke (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 
Sweco GmbH-Firmenlogo
Teamleitung Verkehr & Wasser (w/m/x) Sweco GmbH
Hannover Zum Job 
Stadtwerke Strausberg GmbH-Firmenlogo
Techniker Stromnetz - Netzkoordination & Digitalisierung (m/w/d) Stadtwerke Strausberg GmbH
Strausberg Zum Job 
Logistik Stahlbau Fischer GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) im Stahlbau Logistik Stahlbau Fischer GmbH & Co. KG
Karlsruhe Zum Job 
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen-Firmenlogo
Lehrkraft (m/w/d) Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen-Firmenlogo
Lehrkraft (m/w/d) Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau - Außenstelle Hagen Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) konstruktiver Ingenieurbau - Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Straßenplanung und Straßenentwurf - Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
HIC Consulting GmbH-Firmenlogo
Senior Projektleiter / Ingenieur Fernwärme (m/w/d) HIC Consulting GmbH
Hamburg, Linau Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständige/-r (m/w/d) Explosionsschutz TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Frankfurt am Main-Höchst Zum Job 
VDZ Service GmbH-Firmenlogo
Auditor (m/w/d) für die Validierung von Umweltmerkmalen und für die Produktzertifizierung VDZ Service GmbH
Düsseldorf Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Experte (w/m/d) Vertrags- und Nachtragsmanagement Die Autobahn GmbH des Bundes
Fachhochschule Münster-Firmenlogo
Professur für "Antriebssysteme im Maschinenbau" (w/m/d) Fachhochschule Münster
Steinfurt Zum Job 
Pero AG-Firmenlogo
Sales Engineer (m/w/d) Pero AG
Königsbrunn, remote Zum Job 
Firmengruppe Max Bögl-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Planung Ingenieurbau Firmengruppe Max Bögl
Sengenthal Zum Job 
EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Anlagenbau / Umwelttechnik EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH
Viersen Zum Job 
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH-Firmenlogo
Senior Projektleiter TGA (m/w/d) Schwerpunkt Versorgungs-/Elektrotechnik INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH
Celle, Wolfsburg, Salzgitter Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Elektrotechnik als Projektleiter EMSR (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 

Schon in den Fünfzigerjahren gab es mit der in England entwickelten Rotodyne einen Hubschrauber mit Zusatzpropellern. Er erreichte bei einem Testflug eine Geschwindigkeit von 307 Kilometer pro Stunde, mehr als Hubschrauber bis heute schaffen. Wegen des hohen Treibstoffverbrauchs und des unbeschreiblichen Lärms bei Start und Landung wurden nur wenige Exemplare gebaut.

Nur 25 Prozent teurer

Eurocopter, eine Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, hat genau diese Probleme in den Griff bekommen und dazu noch die Spitzengeschwindigkeit deutlich erhöht. 20 neue Technologien, auf denen die Verbesserungen beruhen, meldete Eurocopter zum Patent an. Damit gelang es, Vibrationen selbst bei Höchstgeschwindigkeit zu verhindern. Weil die Ingenieure ansonsten weitgehend auf bewährte Technologien zurückgriffen, soll der Preis des Flugschraubers allenfalls 25 Prozent über dem  eines Hubschraubers liegen.

Im nächsten Jahrzehnt soll der X3 auf den Markt kommen. Er soll Platz für rund 20 Passagiere haben. Später sollen auch größere Varianten mit 30 bis 40 Plätzen angeboten werden, sagt Eurocopter-Chef Lutz Bertling.

Gedacht ist der flotte Flieger für Rettungseinsätze, Suchflüge aber auch für Geschäftsreisende, die damit gleich vor ihrem Büro landen können. Auch das Militär ist interessiert. Der X3 könnte Truppen ruckzuck zum Einsatzort fliegen.

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.