2-KW-Laserstrahl 31.08.2015, 11:38 Uhr

Boeing überrascht mit mobiler Laserkanone zur Drohnenabwehr

Das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Boeing hat eine mobile Laserkanone entwickelt: Sie holt Drohnen mit einem 2-KW-Laserstrahl in 15 Sekunden vom Himmel. In ein bis zwei Jahren soll sie marktreif sein.

Boeings Compact Laser Weapon System: Die Laserkanone lässt sich in vier Kisten transportieren und innerhalb von 15 Minuten aufbauen.

Boeings Compact Laser Weapon System: Die Laserkanone lässt sich in vier Kisten transportieren und innerhalb von 15 Minuten aufbauen.

Foto: Boeing

Nein, das ist keine Radarfalle, sondern ein Compact Laser Weapon System (CLWS), dessen Einsatzstärke Boeing in Kalifornien unter Beweis gestellt hat: Dort ließen Ingenieure des US-amerikanischen Rüstungsunternehmens auf einem Testgelände eine Drohne fliegen. Um sie vom Himmel zu holen, richteten sie den 2-KW-Laserstrahl auf das Heck. Es dauerte genau 15 Sekunden. Dann fing das Heck Feuer und das unbemannte Fluggerät stürzte ab.

Laserkanone lässt sich mit Xbox-360-Controller steuern

Die Steuerung der Laserkanone ist laut Boeing kinderleicht: Der Schütze verfolgt auf einem Laptop-Monitor die Drohne – Livebilder in Schwarz-Weiß liefert eine Kamera, die in das CLWS integriert ist. Zur besseren Orientierung umrahmt eine Software die Drohne mit einem grünen Rahmen. Dann geht´s los: Der Schütze nimmt einen herkömmlichen Controller der Spielekonsole Xbox 360 in die Hand, zielt auf dem Monitor mit einem kleinen roten Quadrat auf das Heck und feuert.

Mobile Laserkanone auf Testgelände: Der 2-KW-Laserstrahl arbeitet wie eine Schweißflamme aus hunderten Meter Entfernung.

Mobile Laserkanone auf Testgelände: Der 2-KW-Laserstrahl arbeitet wie eine Schweißflamme aus hunderten Meter Entfernung.

Quelle: Boeing

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Wirtgen GmbH-Firmenlogo
Product Safety & Compliance Engineer (m/w/d) - R&D Wirtgen GmbH
Windhagen Zum Job 
Spar- und Bauverein eG-Firmenlogo
Leiter Technik / Prokurist (m/w/d) Spar- und Bauverein eG
Hannover Zum Job 
Koehler Paper SE-Firmenlogo
Ingenieur Qualitätssicherung (m/w/d) Koehler Paper SE
KOCO MOTION GmbH-Firmenlogo
Produktmanager (m/w/d) KOCO MOTION GmbH
Dauchingen Zum Job 
Immobilien Management Essen GmbH (IME)-Firmenlogo
(Senior) Projektkoordinator (m/w/d) Hochbau & Stadtentwicklung Immobilien Management Essen GmbH (IME)
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für Projektberatung in der Autobahnplanung Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur / Architekt (w/m/d) Hochbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauwerksprüfingenieur (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Rastow (OT Fahrbinde) Zum Job 
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur* Energieversorgung DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Stadt Offenburg-Firmenlogo
Projektingenieur*in Baulandbereitstellung und Grundstücksneuordnung Stadt Offenburg
Offenburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurwesen (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Krefeld, Euskirchen, Köln, Essen Zum Job 
Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH-Firmenlogo
Sachgebietsleiter*in operatives Flottenmanagement - ECM3 Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH
Karlsruhe Zum Job 
Firmengruppe Max Bögl-Firmenlogo
Konstrukteur (m/w/d) Firmengruppe Max Bögl
Sengenthal Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für die Planung von Ingenieurbauwerken Die Autobahn GmbH des Bundes
GEBHARDT Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Project Manager Intralogistics Automation (m/w/d) GEBHARDT Fördertechnik GmbH
Waldbüttelbrunn, Weiden in der Oberpfalz, Sinsheim, Karlsruhe-Durlach Zum Job 
Rhein-Sieg Netz GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Netzentwicklung (m/w/d) Rhein-Sieg Netz GmbH
Siegburg Zum Job 
HNVG  Heilbronner Versorgungs GmbH-Firmenlogo
Teamleiter Planung Anlagen (m/w/d) HNVG Heilbronner Versorgungs GmbH
Heilbronn Zum Job 
Stadtwerke Pirmasens Versorgungs GmbH-Firmenlogo
Elektroingenieur für die Netzleitstelle (m/w/d) Stadtwerke Pirmasens Versorgungs GmbH
Pirmasens Zum Job 
KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Bauleitung (m/w/d) KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG
Hannover Zum Job 
Brodbeck Service und Verwaltung GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Applikationsbetreuer (m/w/d) Brodbeck Service und Verwaltung GmbH & Co. KG
Metzingen Zum Job 

Feindliche Drohnenpiloten hätten kaum eine Chance, den Angriff abzuwehren. „Der Laser arbeitet wie eine Schweißflamme, die man auf einen Punkt hält“, erklärt ein Boeing-Techniker in einem Demonstrationsvideo. „Allerdings aus einer Entfernung von hunderten Metern“. Piloten würden den Angriff erst bemerken, wenn die Drohne zu brennen beginne. „Sie wissen nicht, wer oder was sie angreift und woher.“

Laserkanone lässt sich in vier Kisten transportieren

Eine weitere Besonderheit der Laserkanone: Sie ist mobil. Sie lässt sich in vier Kisten transportieren und innerhalb von 15 Minuten aufbauen. Bisherige Laserkanonen sind wesentlich sperriger. Ebenso unproblematisch ist laut Boeing die Stromversorgung. Strom liefert entweder eine normale 220-V-Steckdose, ein Generator auf einem Militärtransporter oder ein Akkupack.

Experten befürchten terroristische Anschläge mit Drohnen

Regierungen verstehen Drohnen mittlerweile als ernsthafte Bedrohung: Der ehemalige Direktor des britischen Geheimdienstes GCHQ beispielsweise warnt, dass Terroristen die unbemannten Fluggeräte für Anschläge nutzen könnten. Besonders gefährdet seien öffentliche Räume wie Einkaufszentren und Sportstadien.

Blick auf den Laptop-Monitor: Der Schütze zielt mit einem roten Quadrat auf das Heck der Drohne. 

Blick auf den Laptop-Monitor: Der Schütze zielt mit einem roten Quadrat auf das Heck der Drohne.

Quelle: Boeing

Die mobile Laserkanone von Boeing könnte für mehr Sicherheit sorgen. „Sie ist ein kostengünstiger Weg, mit der Bedrohung umzugehen“, sagt David DeYoung, Direktor der Boeing-Abteilung Laser & elektrooptische Systeme, in einem Bericht des Onlinemagazins Wired. Nach dem Kauf fielen für Jahre nur noch Stromkosten an – keine großen Wartung- oder Munitionskosten. Boeing macht bislang keine Angaben, wie teuer das CLWS wird. In ein bis zwei Jahren soll es aber marktreif sein.

 

Ein Beitrag von:

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitete während seines Studiums der Kommunikationsforschung bei verschiedenen Tageszeitungen. 2012 machte er sich als Journalist selbstständig. Zu seinen Themen gehören Automatisierungstechnik, IT und Industrie 4.0.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.