Testanlage in Lübeck 17.03.2015, 08:51 Uhr

Lichtbogenverfahren erlaubt Auftragschweißen im Turbogang

Auftragschweißen soll zukünftig viel schneller gehen: Deutsche Forscher tüfteln an einem laserunterstützen Lichtbogenverfahren. Erste Testanlagen stehen in Lübeck und Hannover. 

Das laserunterstützte Lichtbogenverfahren erreicht eine Auftragrate von 7,5 Kilogramm pro Stunde. Konventionelle Verfahren erreichen rund fünf Kilogramm. Für das Verfahren reicht ein preiswerter Diodenlaser. 

Das laserunterstützte Lichtbogenverfahren erreicht eine Auftragrate von 7,5 Kilogramm pro Stunde. Konventionelle Verfahren erreichen rund fünf Kilogramm. Für das Verfahren reicht ein preiswerter Diodenlaser. 

Foto: LZH

Die Schaufeln der Turbinen von Flugzeugtriebwerken und Gasturbinen fransen mit der Zeit wegen der hohen Belastung aus. Auch die besonders gehärteten Schneidkanten von Pflugscharen verschleißen, vor allem bei Bearbeiten von steinigen Äckern. Die teuren Bauteile dann einfach einzuschmelzen, wäre eine gigantische Geldvergeudung. Deshalb werden sie repariert. Das gelingt mit Auftragschweißverfahren. Abgetragenes Material wird ersetzt.

Heute genutzte Verfahren sind zeitraubend

Beim konventionellen Verfahren des Auftragschweißens brennt ein Lichtbogen zwischen der Drahtelektrode und dem Werkstück und schmilzt beide auf. Da der Aufmischgrad bei etwa 30 Prozent liegt, müssen mehrere Schichten aufgebracht werden, bis die Schutzschicht ausreichend rein ist. Bisher erreichen konventionelle Verfahren beim Auftragschweißen eine durchschnittliche Auftragrate von fünf Kilogramm pro Stunde. Im Fall von großflächigen und mehrlagigen Schutzschichten kann der Vorgang über 24 Stunden pro Quadratmeter dauern.

Aufbau des lasergestützten Auftragschweißverfahrens: Der Lichtbogen entsteht zwischen zwei Drähten und schmilzt diese auf. Dann werden sie über die zu reparierende Fläche geführt. 

Aufbau des lasergestützten Auftragschweißverfahrens: Der Lichtbogen entsteht zwischen zwei Drähten und schmilzt diese auf. Dann werden sie über die zu reparierende Fläche geführt.

Quelle: LZH

Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover (LZH) haben nun im Rahmen des Projekts HoDopp ein laserunterstütztes Lichtbogenverfahren entwickelt, bei dem dies bereits mit einer Schicht in einem Arbeitsgang erreicht werden kann. Der Lichtbogen brennt zwischen zwei Drähten und schmilzt diese gleichzeitig auf. Die Drähte werden dann über die zu reparierende Fläche geführt. Das erhöht die Auftragrate auf 7,5 Kilogramm pro Stunde. Der zusätzlich eingesetzte Laserstrahl sorgt zudem für eine sichere Anbindung der Schicht und verbessert die Nahtform. Zudem wird die Schicht mit geringem Einbrand aufgebracht.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
AVISTA OIL Deutschland GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) im Anlagenbau AVISTA OIL Deutschland GmbH
Hannover Zum Job 
JUMO GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Strategischer Einkäufer im Bereich Mechanik (m/w/d) JUMO GmbH & Co. KG
GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH Niederlassung SLV München-Firmenlogo
Diplom-Ingenieur / Master / Bachelor (m/w/divers) GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH Niederlassung SLV München
Würzburg (Home-Office) Zum Job 
Wacker Chemie AG-Firmenlogo
Betreuungsingenieur OT-Sicherheit (w/m/d) Wacker Chemie AG
Burghausen Zum Job 
PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH-Firmenlogo
HSE-Manager (m/w/d) am Standort Mülheim, Division Ropes & Services PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH
Mülheim an der Ruhr Zum Job 
BORSIG ZM Compression GmbH-Firmenlogo
Mechatroniker (m/w/d) Prüffeld und Montage BORSIG ZM Compression GmbH
Meerane Zum Job 
PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH-Firmenlogo
Produktionsleiter (m/w/d) am Standort Mülheim, Division Ropes & Services PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH
Mülheim an der Ruhr Zum Job 
thyssenkrupp nucera-Firmenlogo
Verfahrensingenieur/Process Engineer Elektrolysetechnologien (m/w/divers) thyssenkrupp nucera
Dortmund Zum Job 
thyssenkrupp Bilstein GmbH-Firmenlogo
Software Engineer - Automotive (m/w/divers) thyssenkrupp Bilstein GmbH
Ennepetal Zum Job 
thyssenkrupp Steel Europe AG-Firmenlogo
Werkstudent:in im Bereich "Grüne Transformation" (m/w/d) thyssenkrupp Steel Europe AG
Duisburg Zum Job 
SRAM Deutschland GmbH-Firmenlogo
Design Engineer (m/f/d) SRAM Deutschland GmbH
Schweinfurt Zum Job 
Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim-Firmenlogo
Bauteilverantwortlicher - Lichtelektronik im Sportwagen (m/w/d) Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim
Mönsheim Zum Job 
Evangelische Kliniken Rheinland gGmbH-Firmenlogo
Bauleiter:in (m/w/d) im Gesundheitswesen Evangelische Kliniken Rheinland gGmbH
Bergisch Gladbach Zum Job 
Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim-Firmenlogo
Ingenieur - Lichtelektronik im Sportwagen (m/w/d) Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim
Mönsheim Zum Job 
Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Leiter (m/w/d) Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG
Garching Zum Job 
RATISBONA Handelsimmobilien-Firmenlogo
Bauleiter für Handelsimmobilien (m/w/d) RATISBONA Handelsimmobilien
RATISBONA Handelsimmobilien-Firmenlogo
Bauzeichner im Hochbau (m/w/d) RATISBONA Handelsimmobilien
Regensburg Zum Job 
RATISBONA Handelsimmobilien-Firmenlogo
Bauingenieur für unsere Tiefbauplanung (LPH 1-5) (m/w/d) RATISBONA Handelsimmobilien
Regensburg Zum Job 
HBC Hochschule Biberach-Firmenlogo
W2-Vertretungsprofessur (m/w/d) HBC Hochschule Biberach
Biberach an der Riß Zum Job 
NORD-MICRO GmbH & Co. OHG-Firmenlogo
Ingenieur Elektrotechnik (m/w/d) Leiterplattenlayout / Baugruppenkonstruktion NORD-MICRO GmbH & Co. OHG
Frankfurt am Main Zum Job 

LZF-Forscher bauen zwei Versuchsanlagen auf

Für das Verfahren reicht ein preiswerter Diodenlaser, der ins Budget der meisten kleinen und mittleren Unternehmen passen dürfte. Die LZH-Wissenschaftler bauten die erste Versuchsanlage bei der Druckguss Service Deutschland GmbH in Lübeck auf. Die Zweite errichteten sie bei der  der G+F Strate GmbH in Hannover, einem Spezialisten für die Reparatur von Metallteilen.

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.