Messenger wird kostenpflichtig 06.08.2018, 06:30 Uhr

Whatsapp enthält ab 2019 Werbung

Lange Zeit bangten Nutzer, was Whatsapp schon bald kosten könnte. Inhaber Facebook erklärt nun in neuen Richtlinien das zukünftige Geschäftsmodell. Die gute Nachricht: Der private Nutzer zahlt vorerst nicht.

Smartphones nutzen Social Media

 

Foto: panthermedia.net/AllaSerebrina

Facebook kaufte 2014 den Messenger Whatsapp für 19 Milliarden US-Dollar. Trotz der hohen Nutzerzahl war der Kaufpreis für viele Beobachter eine verblüffend hohe Summe. Der Nachrichtendienst mit der grünen Sprechblase galt zu der Zeit als Ablösung der SMS und verfügte über 450 Millionen User. Heute sind es etwa 1,5 Milliarden.

Im Status neben Urlaubsbildern auch Werbung

Viele waren sich unsicher, auf welche Weise das Zuckerberg-Imperium plant, den Kaufpreis wiedereinzuspielen. Doch statt Whatsapp zu monetarisieren, tat Facebook das Gegenteil und entfernte die Nutzungsgebühr von einem Euro jährlich. Daraufhin befürchteten die Nutzer, dass sie bald stattdessen Werbung im Messenger finden würden.

Bislang trat dies nicht ein – wird es aber schon bald: Ab 2019 schaltet Facebook nämlich Werbung im Messenger. Diese erscheint nicht etwa in privaten Unterhaltungen, sondern in dem gesonderten Reiter „Status“, wo bisher ausschließlich Kontakte Bilder und Videos teilen konnten.

Die Status-Funktion stieß bei ihrer Einführung auf Widerstand in der Community. Inhalte in diesem Tab bleiben nur für 24 Stunden bestehen – Nutzer sahen darin eine Imitation von Snapchat. Über diesen Dienst teilen User Inhalte für lediglich 6 Sekunden, bevor sie unzugänglich werden.

Whatsapp Business kostet die Unternehmen

Seit Anfang des Jahres stellt Unternehmen Whatsapp Business als kostenfreie offizielle Lösung bereit. Etwa drei Millionen Nutzer zählt die kleine Schwester des Klassikers schon. Darüber erreichen viele Unternehmen ihre Kunden heute in Echtzeit, etwa für Live-Support, als Newsticker oder für Unwetterwarnungen.

Unternehmen, die zukünftig den Firmen-Messenger nutzen möchten, werden doppelt zur Kasse gebeten, wie Facebook berichtet: Ausgehende Nachrichten, wie etwa Bestellbestätigungen, rechnet Facebook pauschal ab. Zusätzlich bezahlen die Unternehmen zu spät beantwortete Kundenanfragen – lässt sich der Support also mehr als 24 Stunden Zeit, eine Nachricht zu beantworten, kostet das. Private Nutzer hingegen zahlen weiterhin nichts.

Im Gegenzug erhalten Whatsapp-Business-Nutzer ein Unternehmensprofil und Zugang zur API, die sich an deren Bedürfnisse richtet. Darüber hinaus möchte Mark Zuckerberg Facebook und Whatsapp noch enger vernetzen: Zukünftig soll Werbung im sozialen Netzwerk direkt ein Fenster zum Whatsapp-Business-Chat öffnen können.

Unklar ist bislang, ob und ich welcher Form Facebook zukünftig Werbung in Whatsapp schalten wird. Der hauseigene Facebook-Messenger wird bereits dahingehend fleißig monetarisiert. Die Gründer des grünen Nachrichtendienstes, Jan Koum und Brian Acton, verließen den Konzern im Verlauf der letzten 11 Monate. Beide äußerten sich kritisch über Facebooks Verfahren mit ihrem Werk. Acton ist mittlerweile am Messenger Signal beteiligt, den Edward Snowden Privatnutzern empfiehlt.

Mehr Whatsapp-Tricks, die Sie noch nicht kannten

Das könnte sie auch interessieren

Top 5 IT & TK

Top Stellenangebote

West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG Manager (m/f), Product Development, I&T, EU With Prospect of Director Eschweiler
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG Messingenieur (m/w) Quality Control Eschweiler Eschweiler
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG Engineer Product Development, EU (m/f) Eschweiler
Hochschule Niederrhein-Firmenlogo
Hochschule Niederrhein Fachlehrerin/Fachlehrer für den Bereich Konstruktionslehre und Technische Mechanik Krefeld
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft-Firmenlogo
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft W2-Professur "User Experience" Aalen
Montanuniversität Leoben-Firmenlogo
Montanuniversität Leoben Universitätsprofessur für das Fachgebiet Energieverbundtechnik Leoben (Österreich)
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft-Firmenlogo
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft Professur (W2) "Additive Fertigung/ Konstruktion" Aalen
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN HAMBURG-Firmenlogo
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN HAMBURG Professor/in für das Lehrgebiet Energie-und Anlagensysteme Hamburg
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz-Firmenlogo
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Referentin/Referent München
Technische Hochschule Mittelhessen (THM)-Firmenlogo
Technische Hochschule Mittelhessen (THM) W2-Professur für das Fachgebiet Konstruktionssystematik, -methodik, Technische Mechanik und CAE Friedberg
Zur Jobbörse