Geringe Zahlungsbereitschaft 16.06.2014, 08:25 Uhr

Viele Deutsche haben weiterhin wenig Vertrauen zum Onlinebanking

Obwohl das Internet und der Austausch privater Daten über soziale Netzwerke zum Alltag gehören, haben weiterhin viele Deutsche großes Misstrauen gegen das Online-Banking. Jeder fünfte lehnt Bankgeschäfte über das Internet ab.

19 Prozent der Menschen in Deutschland, die das Internet nutzen, lehnen es aus Sicherheitsgründen ab, auch ihre Bankgeschäfte online zu erledigen. Die allermeisten befürchten vor allem Betrugsversuche beim Online-Banking, ergab eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Internetinitiative D21 und der Fiducia IT AG, IT-Dienstleister für die Volksbanken und Raiffeisenbanken.

75 Prozent nutzen das Online-Banking

Zwar nutzt die große Mehrheit von 75 Prozent regelmäßig das Online-Banking, weil für sie die Argumente Schnelligkeit und Komfort im Vordergrund stehen. Allerdings gehen sie ins Internet nicht ohne sich vor Betrug zu schützen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Open Grid Europe GmbH-Firmenlogo
Koordinator (m/w/d) Energiedatenmanagement Schwerpunkt Messzugang Open Grid Europe GmbH
Albert Handtmann Metallgusswerk GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Simulationsingenieur (m/w/d) Strukturmechanik Automotive Albert Handtmann Metallgusswerk GmbH & Co. KG
Biberach an der Riss Zum Job 
Open Grid Europe GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Anlagenbau / Maschinenbau / Gasturbinen (m/w/d) Open Grid Europe GmbH
Deutsche Infineum GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Plant Contact Engineer (m/w/d) Deutsche Infineum GmbH & Co. KG
Open Grid Europe GmbH-Firmenlogo
Ingenieur als Projektleiter Rohrleitungstechnik (m/w/d) Open Grid Europe GmbH
ASML-Firmenlogo
Prozessingenieur:in Laser-Strukturierung ASML
ASML-Firmenlogo
Prozessingenieur:in Klebetechnologie ASML
ASML-Firmenlogo
Projektleiter:in Product Engineering ASML
Regierungspräsidium Freiburg-Firmenlogo
Master / Diplom (Univ.) Bauingenieurwesen oder vergleichbar mit Schwerpunkt konstruktiver Ingenieurbau Regierungspräsidium Freiburg
Freiburg Zum Job 
Knauf PFT GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Betriebsleiter Baumaschinenfertigung (m/w/d) Knauf PFT GmbH & Co. KG
Iphofen Zum Job 
Fraunhofer-Gesellschaft-Firmenlogo
Architekt*in / Dipl.-Ingenieur*in - Vergabe von Bau- & Bauplanungsleistungen Fraunhofer-Gesellschaft
München Zum Job 
Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Qualitätsingenieur BMW (m/w/d) Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG
Abensberg bei Regensburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieurin oder Ingenieur Verkehrsbehörde (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Bad Gandersheim, Hannover Zum Job 
Rittal-Firmenlogo
Prüfingenieur / Prüftechniker (m/w/d) Elektrotechnik Produktentwicklung Stromverteilung Rittal
Herborn Zum Job 
Niedersächsische Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur Baulandentwicklung Tiefbau (m/w/d) Niedersächsische Landgesellschaft mbH
Osnabrück Zum Job 
Niedersächsische Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur oder Architekt als Projektleiter im Agrar- und Spezialbau (m/w/d) Niedersächsische Landgesellschaft mbH
Lüneburg Zum Job 
Niedersächsische Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur oder Architekt als Projektmanager im Agrar- und Spezialbau (m/w/d) Niedersächsische Landgesellschaft mbH
Bremerhaven Zum Job 
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) für die Prüfung von Planungen und Bauvorbereitungen im Bereich der kommunalen Straßenbauförderung Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Metropolregion Hannover / Braunschweig / Göttingen / Wolfsburg Zum Job 
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr-Firmenlogo
Bauingenieure (w/m/d) Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Hannover Zum Job 
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) für die Prüfung von Planungen und Bauvorbereitungen im Bereich der kommunalen Straßenbauförderung Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Metropolregion Hannover / Braunschweig / Göttingen / Wolfsburg Zum Job 
Desktop-Compputer und Laptops sind die am stärksten für das Online-Banking genutzten Geräte. Das Smartphone holt aber auf.

Desktop-Compputer und Laptops sind die am stärksten für das Online-Banking genutzten Geräte. Das Smartphone holt aber auf.

Quelle: Initiative D21

Dabei setzen aber auch 73 Prozent Sicherheitsprogramme ein, 65 Prozent überprüfen regelmäßig die Umsätze. 59 Prozent nutzen ausschließlich persönlich vertraute Geräte für das Online-Banking und meiden beispielsweise Internetcafés.

Nur wenige wollen für mehr Sicherheit auch mehr zahlen

Die Bereitschaft, für sicheres Online-Banking zu zahlen, ist allerdings gering. Die meisten Bankkunden sind der Auffassung, dass das Aufgabe der Banken ist und diese auch die Kosten tragen sollten. Nur zwölf Prozent aller Nutzer des Online-Bankings sind bereit, mit bis zu zwei Euro einen größeren Betrag für sichere Transaktionen zahlen. Acht Prozent würden höchstens 50 Cent monatlich zahlen, sieben Prozent ganze 25 Cent.

„Die Ergebnisse zeigen, dass trotz eines unverändert großen Sicherheitsbedürfnisses beim Online-Banking die Internetnutzer nach wie vor mehrheitlich nicht bereit sind, für sicheres Online-Banking zu bezahlen“, so Robert Wieland, Vizepräsident von D21 und Geschäftsführer des Meinungsforschungsunternehmens TNS Infratest. „Über die Hälfte erwartet, dass dies kostenlos von den Kreditinstituten zur Verfügung gestellt wird.“

Höchstmögliche Sicherheit mit mobiler TAN und Chip-TAN

Als sicherste Möglichkeit, Geldtransfers über das Internet zu autorisieren, gelten zurzeit die Nutzung von mobilen TANs (Transaktionsnummern) und Chip-TANs.

Beim in Deutschland meistgenutzten M-Tan-Verfahren fordert der Kunde nach Eingabe der Transaktionsdaten per Mausklick im Online-Banking eine TAN an, die umgehend als SMS an die bei der Bank hinterlegte mobile Telefonnummer geschickt wird. Laut Umfrage nutzen 42 Prozent der Online-Kunden dieses Verfahren, genauso viele wie bei der letzten Umfrage 2012. Damit ist das Smartphone weiterhin das am stärksten genutzte Gerät zur Übertragung von TAN-Nummern.

Wer Online-Banking nutzt, der schützt sich in der Regel auch vor Betrug. 73 Prozent nutzen beispielsweise Sicherheitsprogramme, 65 Prozent kontrollieren regelmäßig die Umsätze auf ihrem Konto.

Wer Online-Banking nutzt, der schützt sich in der Regel auch vor Betrug. 73 Prozent nutzen beispielsweise Sicherheitsprogramme, 65 Prozent kontrollieren regelmäßig die Umsätze auf ihrem Konto.

Quelle: Initiative D21

Noch höhere Sicherheit verspricht allerdings das Chip-TAN-Verfahren, bei dem die Authentifizierung mittels Bankkarte mit Chip und einem elektronischen Zusatzgerät (TAN-Generator) erfolgt. Der Generator besitzt in der Regel ein Display, ein Ziffernfeld und einen Karteneinschub.

Die TAN, mit der die Transaktion abgeschlossen wird, ermittelt sein TAN-Generator. Dazu schiebt der Kunde seine Bankkarte in den Kartenleser. Meist erscheint dann eine flackernde Grafik, an die der Generator gehalten werden muss. Nach Kontrolle des Zielkontos und des zu überweisenden Betrages wird die Transaktionsnummer dann angezeigt. 35 Prozent der Bankkunden nutzen diese Technik, vor zwei Jahren waren es noch 39 Prozent.

Betrügerische Transaktionen mit heuristischen Methoden erkennen

Doch auch die Banken selbst versuchen, Betrugsversuche durch Sicherheitstechnik zu verhindern. So könnten die Systeme der Banken dubiose Transaktionen beim Online-Banking mit heuristischen Methoden automatisch erkennen und sofort unterbinden, betont Jens-Olaf Bartels, Vorstandsmitglied der Fiducia. „Die sogenannte Fraud Detection (Betrugserkennung) vergleicht dann zum Beispiel bei jeder Überweisung, ob sie mit dem bisherigen Kundenverhalten korrespondiert.“ Bei Auffälligkeiten wie etwa ungewöhnlichen Beträgen könne das System automatische Maßnahmen ergreifen und den Kunden sicherheitshalber darüber informieren.

Die komplette Studie kann im Internet gelesen und auch heruntergeladen werden.

 

Ein Beitrag von:

  • Axel Mörer-Funk

    Axel Mörer-Funk ist Gesellschafter der Medienagentur S-Press in Bonn. Nach einem Volontariat beim Bonner Generalanzeiger und dem Besuch der Journalistenschule Hamburg arbeitete er u.a. als freier Journalist für dpa, Bunte und Wirtschaftswoche.

  • Klaus Ahrens

    Klaus Ahrens fühlt sich im Bereich Techniknews Zuhause. Vor allem die Bereiche Programmierung, Wissenschaft und Technik begeistern ihn.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.