Batterieproduktion 19.08.2019, 11:48 Uhr

Samsung plant 2021 Graphen-Akkus einzusetzen

Samsung arbeitet nicht nur an seinen neuen Premiummodellen Galaxy Note 10 und 10+, sondern auch an der Batterie der Zukunft. 2021 will der Mobilkonzern Graphen-Akkus einsetzen. Was es damit auf sich hat.

Samsung Logo blau

Foto: panthermedia.net/TKKurikawa

Lithium-Ionen-Akkus stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Doch was sind die Alternativen und haben diese schon Marktreife erlangt? Samsung will eine echte Alternative schaffen und investiert in die Entwicklung der Graphen-Batterie. Aktuell bewirbt Samsung sein Modell Galaxy S10 und 10+. Bei der 12. Version des beliebten Smartphones soll bereits ein Graphen-Akku enthalten sein.

Lithium-Ionen-Akkus stagnieren

Die kleinen und schnell zu ladenden Lithium-Ionen-Batterien sind ein fester Bestandteil der mobilen Welt. Trotz großer Kapazitäten, stagniert die Entwicklung und die Energiespeicher stoßen an ihre Grenzen. Die Graphen-Akkumulatoren von Samsung können Abhilfe schaffen. Weiteres Potenzial wird in Silizium gesehen. Das Material soll ebenfalls sichere, skalierbare Batterien mit einer hohen Energiedichte gewährleisten. Der Einsatz wird in Verbrauchergeräten und E-Autos gesehen. Daimler setzt zum Beispiel auf die Batterieentwicklung mit Silizium.

Was ist Graphen?

Graphen ist ein zweidimensionales Material, das aus Graphit besteht bzw. Kohlenstoff. Aus diesem Material werden auch Bleistiftminen hergestellt. Graphen ist im Gegensatz zu Graphit zu einer Schicht aus dichten Atomen verarbeitet. Das heißt Graphen ist ein zweidimensionaler Kohlenstoff.

Die Vorteile der Graphen-Technologie

Der größte Vorteil der Graphen-Akkus besteht in der kurzen Ladezeit. Die gesamte Zelle soll innerhalb von 30 Minuten vollständig geladen sein.

Weitere Fakten:

  • Graphen ist 200mal robuster als Stahl
  • Es ist das dünnste Material der Welt
  • Graphen ist äußerst leitfähig und transparent

Transparente Smartphones sollen kein Traum bleiben

Graphen ist transparent, so dass sich aus dem Material der Zukunft auch Akkus und Prozessoren herstellen lassen. Transparente Smartphones zu entwickeln, ist also gar nicht mehr so abwegig. In Taiwan wurde bereits ein Prototyp eines transparenten Smartphones hergestellt. Der Akku selbst war aber noch nicht transparent. Wann es solch ein Smartphone geben wird, ist noch nicht klar, aber wir kommen dieser Idee immer näher.

Graphen versus Lithium: Die Akkus der Zukunft

Die heutige mobile Technologie ist ohne Lithium-Ionen-Akkus kaum vorstellbar. Die Zellen kommen nicht nur in Smartphones, sondern auch in Elektroautos und Flugzeugen zum Einsatz. Der Allzweck-Akku kann aber langsam nicht mehr mit der sich rasant ändernden Technologie mithalten. In der Forschung kommt daher Graphen vermehrt zum Einsatz. 2014 schafften italienische Forscher es erstmals, Graphen in einen Lithium-Ionen-Akku einzubauen. Der damalige Akku brachte es auf satte 190 Wattstunden pro Kilogramm. Graphen-Batterien speichern mehr Energie als handelsübliche Akkus.

Akkus sind die Achillesferse der Technikindustrie. Damit diese empfindliche Stelle gestärkt wird, arbeiten Forscher stetig mit neuen Materialien. Das Ziel: Der klassische Lithium-Ionen-Akku soll in der Speicherkapazität und Ladegeschwindigkeit überlegen sein.

Samsungnutzer und die, die es noch werden wollen, können gespannt sein, was der südkoreanische Smartphonehersteller noch plant. Sollte Samsung 2021 ein Handy mit Graphen-Akku auf den Markt bringen, hätte der Konzern eines sicher: ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal.

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Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura ist Content Manager und verantwortliche Redakteurin für ingenieur.de. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Sie schreibt über Technik, Forschung und Karrierethemen.

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