Krypto-News 04.03.2022, 09:58 Uhr

Bitcoin im Aufwärtstrend: Warum BTC jetzt gewinnt

Bitcoin beweist trotz der aktuellen Lage enorme Stärke: Der befürchtete Absturz unter 30.000 Dollar ist ausgeblieben, stattdessen konnte das Asset deutlich über 40.000 Dollar steigen. Kurzum: Die Kryptowährung Nummer 1 behauptet sich angesichts der weltweiten Unsicherheit erstaunlich gut. Warum ist das so?

Zynismus am Kryptomarkt: Bitcoin legt wohl auch deshalb zu, weil Anleger in Russland über die Kryptowährung Geld ins Ausland schaffen wollen. Foto: Panthermedia.net/zidi

Zynismus am Kryptomarkt: Bitcoin legt wohl auch deshalb zu, weil Anleger in Russland über die Kryptowährung Geld ins Ausland schaffen wollen.

Foto: Panthermedia.net/zidi

Bitcoin ging bereits aus der Corona-Pandemie gestärkt hervor – jetzt verhält sich die Kryptowährung Nummer 1 erneut wie ein Fels in der Brandung. Russlands völkerrechtswidriger Einmarsch in die Ukraine hat den Coin nur kurzfristig gebremst: BTC fiel am gleichen Tag auf unter 35.000 Dollar, konnte sich aber umgehend wieder erholen und den Bereich um $38k zurückerobern.

Alle Infos zum Krieg Russlands gegen die Ukraine gibt es in unserem Newsblog

Vier Tage später dann die Kurs-Explosion: In einer senkrechten Bewegung nach oben stieg die Krypto-Leitwährung zunächst auf 41.000 Dollar, dann auf 43.000 Dollar. Kurzfristig ist es BTC sogar gelungen, an der 45.000-Dollar-Marke zu kratzen – musste sich hier aber geschlagen geben.

Quo vadis, Bitcoin?

Und dennoch: „Bitcoin kämpft gegen die Widerstände und verhält sich in diesen anfälligen Marktbedingungen ziemlich stark“, kommentiert der holländische Berufs-Trader Michaël van de Poppe in einer aktuellen Analyse.

Er rechnet jetzt mit einem weiteren Anstieg zu den Höchstständen. Denn: Bitcoin hat nach seinem jüngsten Anstieg Richtung $45k zwar korrigiert – aber bei weitem nicht so schnell, wie es normalerweise der Fall ist. Das zeigt: Bitcoin hat noch Luft nach oben. Doch wie kommt das? Viele sehen Bitcoin als Risiko-Anlage – und nicht als Safe-Haven-Asset, also als sicheren Hafen. Wieso verhält sich der Coin dennoch so?

Russen und Ukrainer strömen gen Bitcoin

Viele Analysten sehen einen direkten Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, etwa „Mobius Capital Partners“-Gründer Mark Mobius. Die Investment-Legende, die zeitweise mehr als 50 Milliarden Dollar unter Verwaltung hatte, kommentiert gegenüber CNBC: In seiner Wahlheimat Dubai gäbe es derzeit einen Run auf Immobilien, viele Ausländer würden investieren.

„Ich habe gestern mit einem Immobilienmakler gesprochen. Er sagte, sie würden alles kaufen. Sie bekommen ihr Geld aus der Schweiz, sie haben Schweizer Bankkonten.“

Voraussetzung: „Wenn sie mit Bitcoin bezahlen können.“ Das sei ein Weg, um Geld aus Russland „herauszubekommen“, so der 85-Jährige. Hintergrund: Der russische Rubel hat innerhalb der letzten Woche rund 30% an Wert verloren, zudem wurden sieben russische Banken von SWIFT ausgeschlossen. Mobius‘ Fazit: „Ich würde sagen, das ist der Grund, warum Bitcoin jetzt so stark ist, weil die Russen eine Möglichkeit haben, ihr Geld und ihren Reichtum aus dem Land zu schaffen.“

Kryptowährung und Steuern: Was müssen Anleger beachten? 

Allerdings strömen nicht nur Russen gen Bitcoin, sondern auch die Ukrainer. Wie das Krypto-Forschungsunternehmen Kaiko berichtet, haben die Bitcoin-Käufe im Land massiv zugenommen. Krypto-Analyst Nic Carter erläutert: „Für Menschen, die es eilig haben, ist die Möglichkeit, ihre Ersparnisse auf einem Hardware-Wallet oder einer verinnerlichten 12-Wörter-Phrase zu speichern, eine echte Veränderung. Vergleichen Sie das mit Banken und Geldautomaten – geschlossen.“

Auch die ukrainische Regierung setzt aktuell voll und ganz auf Krypto-Spenden: Auf Twitter hat sie einen Spenden-Aufruf gestartet – akzeptiert werden Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Polkadot (DOT) und der Stablecoin Tether (USDT). Hier zeigt sich einmal mehr, wie vielseitig einsetzbar Kryptowährungen sein können: Gegenwärtig sind durch Krypto-Spenden rund 40 Millionen Dollar zusammengekommen. Zum Vergleich: Die Spendensumme der UN beläuft sich auf 20 Millionen Dollar.

Bitcoin wird doch nicht verboten

Die Meldung ließ Krypto-Investoren letzte Woche aufhorchen: Bitcoin bzw. „ökologisch nicht nachhaltige“ Konsensmechanismen wie Proof-of-Work sollen in der EU verboten werden, hieß es. Zu umweltschädlich sei der Vorgang, so die (nach Ansicht vieler Analysten nicht haltbare) Begründung. Zwischenzeitlich kann diesbezüglich allerdings Entwarnung gegeben werden: Bitcoin wird nicht verboten, angeblich soll der komplette Paragraf gestrichen worden sein. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt, betont der verantwortliche EU-Ausschuss.

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Ein Beitrag von:

  • Jannis Grunewald

    Jannis Grunewald ist Autor mit Fokus auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Er schreibt News, Analysen und Prognosen über digitale Assets, beschäftigt sich darüber hinaus mit den Entwicklungen der Branche.

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