Forcierung des Wasserstoffantriebs 30.07.2014, 11:46 Uhr

Japan will Käufern von Brennstoffzellenautos bis zu 21.000 Euro schenken

Bis zu 21.000 Euro will die japanische Regierung Autokäufern überweisen, die sich für ein Wasserstoffauto entscheiden. Toyotas FCV erscheint damit plötzlich bezahlbar: Sein Preis sinkt von 51.000 auf 30.000 Euro. 

Toyota bringt das Brennstoffzellenauto FCV im Frühjahr 2015 auf den japanischen, im Sommer 2015 auf den europäischen Markt. Renault-Nissan will im Jahr 2017 nachziehen. 

Toyota bringt das Brennstoffzellenauto FCV im Frühjahr 2015 auf den japanischen, im Sommer 2015 auf den europäischen Markt. Renault-Nissan will im Jahr 2017 nachziehen. 

Foto: Toyota

Die japanische Regierung will den Wasserstoffantrieb massiv fördern und plant, Käufer mit hohen Subventionen beim Kauf zu unterstützen. Im Gespräch sind Zuschüsse zwischen knapp 15.000 und sogar 21.000 Euro – pro Auto mit Brennstoffzelle. Der Preis für den Toyota FCV, das erste Elektroauto mit Brennstoffzelle, würde beim maximalen Zuschuss mit 30.000 Euro schlagartig das Niveau von Hybridautos der Top-Klasse erreichen – wie beispielsweise des Lexus CT Hybrids, der aktuell zwischen 26.300 und 33.600 Euro angeboten wird.

Die Regierung in Tokio hat den Wasserstoffantrieb in die Liste ihrer Wachstumsinitiativen für die Wirtschaft des Landes aufgenommen. Bis 2030 soll dieser Markt Erträge in Höhe von rund 22 Milliarden Euro einbringen. Ziel ist es, den Preis der Brennstoffzellenautos bis zum Jahre 2025 auf rund 44.000 Euro zu senken. Zudem erklärte der japanische Premierminister Shinzo Abe vor kurzem, dass die Regierung die Installation von über 100 Wasserstofftankstellen in der Präfektur Fukuoka plane. Ein konkreter Zeitpunkt wurde allerdings noch nicht genannt.

Toyota bringt FCV im Frühjahr 2015 auf den Markt

Japanische Autoproduzenten wollen sich mit der Einführung der Wasserstoffautos weltweit einen klaren Vorsprung verschaffen. Toyota bringt den FCV schon im kommenden Frühjahr in Japan auf den Markt.

Die Brennstoffzelle ist unter dem Vordersitz des FCV installiert. Sie gewinnt Reaktionsenergie, indem sie Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser umwandelt. Und das ist umweltschonend, denn aus dem Auspuff kommt lediglich harmloser Wasserdampf.

Die Brennstoffzelle ist unter dem Vordersitz des FCV installiert. Sie gewinnt Reaktionsenergie, indem sie Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser umwandelt. Und das ist umweltschonend, denn aus dem Auspuff kommt lediglich harmloser Wasserdampf.

Foto: Toyota

Auf den europäischen Markt soll das Wasserstoffauto im Sommer 2015 kommen. Renault-Nissan plant die Markteinführung eines Brennstoffzellenautos für 2017. Honda plant gemeinsam mit General Motors ein solches Fahrzeug im Jahr 2020.

Brennstoffzellenautos sollen bis zur Olympiade 2020 die Straßen füllen

„Brennstoffzellen sind eine der wenigen Technologien, bei denen Japan weltweit die Marktführung übernehmen kann“, erläutert Thanh Ha Pham, Analyst beim Unternehmen Jefferies Group LLC in Tokio. Nach Prognosen von Jefferies soll der globale Markt für Wasserstoffautos bis 2025 auf 24 Milliarden Euro steigen. Bis zum Jahr 2015 soll das Marktvolumen immerhin 248 Millionen Euro erreichen.

Bis zu den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio schließlich soll der Markt in Japan so sehr in Schwung gekommen sein, dass Besucher die Technologie auf den Straßen bestaunen können. Trotz der Anstrengungen des japanischen Staates, die neue Technik auf die Straße zu bringen, wird die Wachstumsinitiative in Japan inzwischen auch scharf kritisiert. Die Hauptkritik bezieht sich dabei auf den eher konservativen Ansatz der Regierung und die geringe Schlagkraft des Programms.

So sollen eine Reihe interessanter Vorschläge einer Arbeitsgruppe der regierenden Liberaldemokraten nicht berücksichtigt worden sein. Sie finden sich daher auch nicht in Abes Wachstumsprogramm. Neben noch höheren Zuschüssen forderten Experten beispielsweise, dass Firmen und private Fahrer – außer Taxifahrer – den Wasserstoff anfangs kostenlos bekommen. Um zu erreichen, dass sich die Wasserstoffautos schneller durchsetzen, wurde auch gefordert, dass sie bis 2020 von den relativ hohen japanischen Autobahngebühren ausgenommen werden. 

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