Von der Rennstrecke in die Wildnis 23.10.2020, 07:00 Uhr

Ein Porsche 911 wird zum Offroad-Star

Der Amerikaner Brock Keen liebt seinen Porsche und Trips in die Wildnis. Also startete er einen Versuch: Wie gut kommt ein Sportwagen mit Schotterpisten klar? Und kann er auch das Wohnmobil ersetzen?

Porsche am Strand

Ein ungewöhnlicher Anblick: Aus einem Porsche wird ein Camping-Fahrzeug.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Ein Auto ist dafür da, gefahren zu werden. Das ist das Motto von Brock Keen. Als er sich in Oregon einen gebrauchten Porsche 996 kaufte – er gehört zur 911er-Baureihe – war für Keen klar: Das wird kein Sonntagswagen, sondern ein Alltagsauto. Für den Porsche hieß das, dass er nicht nur harmlose Strecken zum Einkaufen bewältigen musste, sondern auch Touren in die Berge, wohin Keen und seine Frau zum Wintersport fuhren. Mit einem Porsche ins Skigebiet? Dazu hat Keen eine klare Meinung: „Bei uns regnet es sehr viel, daher ist ein Allradantrieb schon praktisch“, sagt er. „Diese tollen Straßen zwischen Küste und Gebirge sind die perfekte Umgebung für einen Porsche.“

Doch das war erst der Anfang. Als Nächstes schraubte Keen einen Dachgepäckträge auf den 911er, damit das Paar Mountainbikes damit transportieren konnte. Inzwischen nutzt der Amerikaner seinen Sportwagen fast wie ein Geländefahrzeug. Schuld daran war eigentlich eine Notlösung.

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Mit dem Porsche zum Open-Air-Konzert

In einem Camping-Laden in Portland entdeckte Keen ein Dachzelt im Angebot – Dachzelte sind auch in Deutschland langsam im Kommen. Sie werden über eine spezielle Konstruktion am Autodach befestigt und lassen sich recht leicht aufbauen, einfacher als ein normales Zelt für den Boden. Geschlafen wird im Zelt, also faktisch auf dem Autodach.

Eigentlich hatte Keen das Zelt für seinen alten Range Rover gekauft, denn nicht einmal er, als eingefleischter Porsche-Fan, wäre im ersten Schritt auf die Idee gekommen, es auf einen Sportwagen zu montieren. Allerdings hatte er ein Problem: Die Konstruktion passte nicht auf die Dachrreeling des Range Rovers. Nur kurze Zeit später fuhren Keen und seine Frau zu einem Open-Air-Konzert mit Porsche und Zelt. Kein Wunder, dass die Fotos auf Instagram für Aufmerksamkeit sorgten. Wer hatte das schon mal gesehen, ein Porsche als Wohnmobil?

Porsche am Strand

Offroad ist für den Porsche kein Problem.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche Zeltaufbau

Mit wenigen Handgriffen wird aus dem Dachkasten ein Zelt.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche vor Haus

Die Last des Zeltes trägt das Auto problemlos.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche auf Feld mit Ehefrau

Ein gemütlicher Morgen an einem fremden Ort. Das ist Porsche-Camping.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche im Feld

Der Schlafplatz kann nahezu überall aufgebaut werden.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Hund und Porsche

Hund Lucy ist bei allen Roadtrips dabei.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche vor Strohballen

Ein Gefühl von Freiheit.

Foto: 2020 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche besteht Tests unter Vollbelastung

Prompt meldete sich der Hersteller des Zeltes. Der freute sich über das Marketing, machte sich aber auch Sorgen, ob diese ungewöhnliche Kombination gut gehen würde. „Das Unternehmen lud uns in seine Zentrale ein, wo die Mitarbeiter Vollbelastungs- und Gewichtstests am Dachträger und am Auto selbst durchführten. Der Aufbau hat die Tests mit Bravour bestanden, auch wenn das Gewicht dreimal so hoch war wie für den Dachträger freigegeben. Nach der Prüfung und Bescheinigung entschied ich mich, das Zelt auf dem Auto zu lassen“, erinnert sich Keen.

Keen ließ noch ein paar kleine Änderungen an seinem Porsche vornehmen, darunter eine Kaltluftansaugung, Rallye-Leuchten und eine Absenkung des Fahrwerks um rund 2,5 Zentimeter. „Was eigentlich komplett bescheuert ist“, erzählt Keen. „Schließlich fahre ich offroad damit. Die Ölwanne hat auf jeden Fall schon ein paar Steine abbekommen. Aber so bleibt der Schwerpunkt niedrig. Ich bin mit dem Auto inklusive Dachzelt schon auf der Rennstrecke auf drei Rädern um die Kurve gefahren, das funktioniert also definitiv.“

Erste Nachahmer gibt es schon

Keens hat in der Porsche-Fan-Gemeinschaft schon fast so etwas wie einen Berühmtheitsstatus erlangt. Es scheint ihn anzuspornen, asphaltierte Wege mit seinem 911er immer häufiger zu verlassen. „An entlegene Orte gelangt man in der Regel über großartige Wege“, sagt er. „So kann ich tagsüber durch die Canyons fahren und habe nachts einen ganzen Sternenhimmel für mich.“

Und natürlich macht dieses Vorbild Schule. Ein Freund habe bereits seinen 88er Carrera mit einem Dachzelt ausgestattet. Für alle Autofreaks mit ähnlichen Ideen hat Keen eine klare Botschaft: „Habt keine Angst, eure Autos zu fahren. Wir haben mit unserem schon über 200.000 Kilometer absolviert. Sie sind dazu da, gefahren zu werden. Also ab hinters Steuer!“

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