Ranking 02.11.2020, 15:42 Uhr

Das sind die größten Chemiekonzerne

Ohne Chemie wären viele Produkte des Alltags nicht denkbar. Welche Chemiekonzerne zu den größten gehören und wer den meisten Umsatz pro Jahr erwirtschaftet, lesen Sie in unserem Ranking.

Labor mit chemischen Gefäßen

BASF führt das Ranking an.

Foto: panthermedia.net/ kwanchaidp

Die weltweite Chemieindustrie ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen.

Dieser Artikel informiert über:

Top 10 umsatzstärksten Chemiekonzerne in Deutschland

10. Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim ist ein Pharmaunternehmen, das bereits 1885 von Albert Boehringer in Ingelheim am Rhein gegründet wurde. Das Kerngeschäft von Boehringer Ingelheim ist das Erforschen, Entwickeln, Herstellen und Vertreiben von Arzneimitteln. Der Umsatz von Boehringer Ingelheim in Deutschland lag 2019 bei mehr als 1,7 Milliarden Euro – das entspricht rund neun Prozent des Gesamtumsatzes.

9. B. Braun Melsungen AG

Die B. Braun Melsungen AG ist ein deutsches Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen mit Sitz in Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen. 2019 setzten sie 7,4 Milliarden Euro um. 64.500 Mitarbeiter arbeiten für Braun Melsungen.

8. Beiersdorf

Der Hersteller von Nivea und Labello sitzt in Hamburg und erzielte 2019 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Hautpflege ist das Hauptstandbein des Unternehmens.  In diesem Bereich wird geforscht und entwickelt. Insgesamt arbeiten 20.000 Mitarbeiter für Beiersdorf. Die Beiersdorf AG hat im Geschäftsjahr 2019 ihren Umsatz organisch um 4,1 % gesteigert.

7. Covestro AG

Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Konzernumsatz 12,4 Milliarden Euro. Das reicht für Platz 7 im Ranking. Covestro ist ein Werkstoffhersteller mit Sitz in Leverkusen. Das Unternehmen ist 2015 aus der ehemaligen Kunststoffsparte der Bayer AG hervorgegangen. Heute arbeiten hier 17.200 Mitarbeiter.

6. Evonik Industries

Auf Platz 6 findet sich ein Unternehmen aus dem Ruhrpott wieder. 2018 lag Evonik noch auf Platz 8. In Essen sitzt die Evonik Industries AG und generiert einen Jahresumsatz von mehr als 13 Milliarden Euro. 32.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern fokussieren sich auf Spezialchemie und Hochleistungsmaterialien.

5. Merck KGaA

Das Darmstädter Unternehmen Merck erzielte zuletzt einen Umsatz von guten 16,5 Milliarden Euro und beschäftigt 57.000 Mitarbeiter. Merck bezeichnet die Wissenschaft selbst als das „Herzstück“ ihrer Arbeit. Die Merck KGaA ist unabhängig vom US-amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co., Inc. Beide Unternehmen gehen aber auf die deutsche Industriellen-Familie Merck zurück.

4. Henkel AG & Co. KGaA

Henkel belegt mit einem Umsatz von 20 Milliarden Euro den 4. Platz und setzt sich damit auf dieser Position fest. Die Düsseldorfer sind bekannt für weltweite Marken und Techniken aus den Bereichen Laundry & Home Care, Beauty Care und Adhesive Technologies. Perwoll, Loctite und Schwarzkopf zählen unter anderem zum Konzern. Das Unternehmen ist in 125 Ländern der Welt vertreten.

3. Fresenius SE & Co. KGaA​

Fresenius erzielte 2019 einen Umsatz von 35 Milliarden Euro. Der Gesundheitskonzern aus dem hessischen Bad Homburg ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Der Gesundheitskonzern Fresenius SE bietet Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und ambulante Versorgung von Patienten. Bei Fresenius arbeiten 294.134 Mitarbeiter.

2. Bayer AG

Der bekannte Konzern aus Leverkusen liegt mit mehr als 43,5 Milliarden Jahresumsatz auf Platz 2 in Deutschland. Das entspricht 15 % mehr als im Vorjahr. Knapp 100.000 Mitarbeiter sichern der Bayer AG diesen Rang. Aus dem Hause Bayer ist vor allem das Heilmittel gegen Kopfschmerzen berühmt: Neben Aspirin, steht Bayer aber für viele weitere Produkte in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Das Agrargeschäft ist nach der Akquisition deutlich gestiegen, so Bayer selbst. Bayer hat 2018 den US-Saatguthersteller Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar gekauft.

1. BASF

BASF führt das Ranking deutlich an. Mit 59,3 Milliarden Euro Jahresumsatz 2019 ist BASF der nach Umsatz weltweit größte Chemiekonzern. Insgesamt arbeiten über 115.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern bei der BASF SE. Der Konzern betreibt über 390 Produktionsstandorte weltweit, ihr Hauptsitz befindet sich in Ludwigshafen am Rhein.

Das Ranking für Deutschland bezieht sich auf Angaben des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG und speist sich aus Statista-Quellen.

Top 10 internationale Chemiekonzerne

Die deutschen Top Chemiekonzerne kennen Sie jetzt. Wie viele finden sich davon im internationalen Ranking wider? Die nachfolgende Liste bezieht sich auf die Forbes Global 2000-Liste und die Angabe in US-Dollar.

10. Henkel

Der Düsseldorfer Konsumchemikalienhersteller Henkel ist 2020 unter den Top 10 der größten Chemiekonzerne weltweit.  Das liegt weniger am gewachsenen Umsatz, denn Henkel schrumpfte von 22,8 auf 22,5 Millionen US-Dollar. Viele andere Chemieunternehmen legten aufgrund der Pandemie eine schlechtere Performance hin.

9. LG Chem

Platz 9 belegt der koreanische Chemiekonzern LG Chem. 2019 erzielte der Konzern einen Umsatz von 23,5 Milliarden US-Dollar.

8. Air Liquide

Platz 8 geht an das französische Unternehmen Air Liquide. Die Franzosen erzielten einen Umsatz von 24,5 Milliarden US-Dollar. (Vergleich Vorjahr 24,05 Mrd. USD) Air Liquide produziert Industriegase und flüssige Gase für Anwendungen in der Öl- und Stahlverarbeitung, in der Papier- und Glasherstellung sowie im Gesundheitswesen und der Halbleiter- und Photovoltaikindustrie.

7. Linde

Die Linde AG ist und bleibt auf Platz 7. Das führende Unternehmen in den Bereichen Gase, Engineering und Gesundheitswesen kann auch in der Corona-Krise seinen Platz behaupten. Linde ist als Gruppe in 100 Ländern vertreten und erwirtschaftete bereits 2017 einen Umsatz von 17 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2018 betrug der Konzernumsatz 8,6 Milliarden Euro. Auf den US-Markt entfallen fast 4,4 Millionen US-Dollar.

6. Mitsubishi Chemical Holdings

25 Milliarden US-Dollar Umsatz bescheren der Mitsubishi Chemical Holdings Platz 6. Mitsubishi Chemical Holdings Corporation ist ein japanisches Unternehmen, das im Oktober 2005 aus der Fusion von Mitsubishi Chemical Corporation und Mitsubishi Pharma Corporation gegründet wurde. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Tokio.

5. Sabic

Sabic aus Saudi-Arabien führt das Top-5-Ranking an. Der Jahresumsatz 209 lag bei 32,5 Milliarden US-Dollar. Nach eigenen Angaben ist Sabic der führende Metallproduzent im Nahen Osten.

4. Lyondellbasell Industries

Das Chemieunternehmen feierte 2019 erst 11. Geburtstag. Dennoch zählt es bereits zu den größten Konzernen der Chemiebranche. Letztes Jahr lag Lyondellbasell allerdings noch auf dem 3. Platz. Lyondellbasell Industries ist der größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren sowie eines der weltweit führenden Unternehmen bei der Entwicklung und der Lizenzierung von Polypropylen- und Polyethylenprozessen. Mit über 34 Milliarden US-Dollar Umsatz reicht es nun für den 4. Platz im internationalen Ranking.

3. Dow Chemical

Platz 3 sichert sich der US-Konzern Dow. 43 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz sprechen für sich. Dow war einst ein international tätiges Chemieunternehmen mit Sitz in Midland in den Vereinigten Staaten. Am Umsatz gemessen stellte das Unternehmen den zweitgrößten Chemiekonzern der Welt (nach BASF) dar. 2017 fusionierte Dow Chemical mit dem Konkurrenten DuPont zur DowDuPont Inc.

2. Sinopec

Sinopec gehört zu den drei größten Mineralölunternehmen in China und belegt Platz 2. 2016 war Sinopec sogar das Öl- und Gasunternehmen mit dem weltweit größten Umsatz.

1. BASF

Deutschland führt das weltweite Ranking an. BASF SE erzielte 2019 einen Jahresumsatz von 66 Milliarden US-Dollar. Das ist eine Steigerung von 4 Milliarden USD gegenüber dem Vorjahr. Wie sich die Corona-Pandemie auf die Umsätze 2020 auswirken, ist noch nicht vollends abzusehen. Der Marktführer hat seinen Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Der Jahresumsatz errechnet sich sowohl durch die Chemieindustrie als auch durch den Handel von Öl und Gas. Das Firmenprofil von BASF SE zeigt weitere Informationen zum Spitzenreiter.

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Von Sarah Janczura

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