Ranking 15.05.2019, 16:20 Uhr

Das sind die umsatzstärksten Chemiekonzerne

Ohne Chemie wären viele Produkte des Alltags nicht denkbar. Welche Chemiekonzerne zu den größten gehören und wer den meisten Umsatz 2018 erwirtschaftet hat, lesen Sie in unserem Ranking.

Labor mit chemischen Gefäßen

Foto: panthermedia.net/ kwanchaidp

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Die weltweite Chemieindustrie ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Die 3 größten Unternehmen BASF, Bayer und Linde befinden sich unter den 10 größten Chemiekonzernen der Welt.

Top 10 Chemiekonzerne in Deutschland

10. Beiersdorf (7,2 Milliarden Euro)

Der Hersteller von Nivea und Labello sitzt in Hamburg und erzielte 2018 einen Umsatz von 7,2 Milliarden Euro. Hautpflege ist das Hauptstandbein des Unternehmens.  In diesem Bereich wird geforscht und entwickelt. Insgesamt arbeiten 20.000 Mitarbeiter für Beiersdorf.

9. Lanxess (9,6 Milliarden Euro)

Knapp unter 10 Milliarden Euro hat die Lanxess AG mit Sitz in Köln zuletzt umgesetzt. Das entspricht einem Umsatzanstieg um 25,5 % von 7,7 Milliarden auf 9,6 Milliarden. Damit belegt der Spezialchemiekonzern Lanxess Platz 9 im Ranking. Sein Geld verdient Lanxess mit Kautschuk, Kunststoffen sowie Spezial-, Basis- und Feinchemikalien.

8. Evonik Industries (14,4 Milliarden Euro)

Auf Platz 8 findet sich ein Unternehmen aus dem Ruhrpott wieder. In Essen sitzt die Evonik Industries AG und generiert einen Jahresumsatz von mehr als 14 Milliarden Euro. 36.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern fokussieren sich auf Spezialchemie und Hochleistungsmaterialien.

7. Merck (15,3 Milliarden Euro)

Das Darmstädter Unternehmen Merck erzielte zuletzt einen Umsatz von guten 15 Milliarden Euro und beschäftigt 52.880 Mitarbeiter. Merck bezeichnet die Wissenschaft selbst als das „Herzstück“ ihrer Arbeit. Die Merck KGaA ist unabhängig vom US-amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co., Inc. Beide Unternehmen gehen aber auf die deutsche Industriellen-Familie Merck zurück.

6. Linde (17,1 Milliarden Euro)

Die Spezialchemiekonzern Lanxess ist ein führendes Unternehmen in den Bereichen Gase, Engineering und Gesundheitswesen. Linde ist als Gruppe in 100 Ländern vertreten und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro. Der Marktführer für Industrie-, Prozess- und Spezialgase zählt mit dem 6. Platz als eines der profitabelsten Engineering-Unternehmen.

5. Boehringer Ingelheim (17,5 Milliarden Euro)

Boehringer Ingelheim ist ein Pharmaunternehmen, das bereits 1885 von Albert Boehringer in Ingelheim am Rhein gegründet wurde. Das Kerngeschäft von Boehringer Ingelheim ist das Erforschen, Entwickeln, Herstellen und Vertreiben von Arzneimitteln. Im Jahr 2018 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von 17,5 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entsprechen mit 3 Milliarden Euro 18 % der Umsatzerlöse.

4. Henkel (19,8 Milliarden Euro)

Henkel belegt mit einem Umsatz von knappen 20 Milliarden Euro den 4. Platz. Die Düsseldorfer sind bekannt für weltweite Marken und Techniken aus den Bereichen Laundry & Home Care, Beauty Care und Adhesive Technologies. Perwoll, Loctite und Schwarzkopf zählen unter anderem zum Konzern. Das Unternehmen ist in 125 Ländern der Welt vertreten.

3. Fresenius (33,5 Milliarden Euro)

Fresenius erzielte 2018 einen Umsatz von 33,5 Milliarden Euro. Der Gesundheitskonzern aus dem hessischen Bad Homburg ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Der Gesundheitskonzern Fresenius SE bietet Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und ambulante Versorgung von Patienten.

2. Bayer (39,5 Milliarden Euro)

Der bekannte Konzern aus Leverkusen liegt mit mehr als 39 Milliarden Jahresumsatz auf Platz 2 in Deutschland. Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % gesteigert werden. Knapp 100.000 Mitarbeiter sichern der Bayer AG diesen Rang. Aus dem Hause Bayer ist v.a. das Heilmittel gegen Kopfschmerzen berühmt: Neben Aspirin, steht Bayer aber für viele weitere Produkte in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Das Agrargeschäft ist nach der Akquisition deutlich gestiegen, so Bayer selbst. Bayer hat 2018 den US-Saatguthersteller Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar gekauft.

1. BASF (62 Milliarden Euro)

BASF führt das Ranking deutlich an. Mit 62,6 Milliarden Euro Jahresumsatz 2018 ist BASF der nach Umsatz weltweit größte Chemiekonzern. Insgesamt arbeiten über 115.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern bei der BASF SE. Der Konzern betreibt über 390 Produktionsstandorte weltweit, ihr Hauptsitz befindet sich in Ludwigshafen am Rhein.

Das Ranking für Deutschland bezieht sich auf Angaben des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG und speist sich aus Statista-Quellen.

Top 10 internationale Chemiekonzerne

Die deutschen Top Chemiekonzerne kennen Sie jetzt. Wie viele finden sich davon im internationalen Ranking wider? Die nachfolgende Liste bezieht sich auf Angaben der US-Fachzeitschrift “Chemical & Engineering News” (C&EN), die jedes Jahr ein Ranking der größten Chemiekonzerne nach Umsatz erstellt. Ingenieur.de stellt im Folgenden einen Auszug der Top 25 ausländischen Firmen dar. Hier wird der US-Umsatz in Dollar gewertet.

10. Sabic

Sabic bezeichnet sich selbst als den größten Chemie- und Stahlproduzenten im Nahen Osten. Das Unternehmen sitzt mit 40.000 Mitarbeitern in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Sabic produziert knapp 60 Millionen Tonnen Chemieprodukte im Jahr. Sabic wurde 1976 gegründet, um die Weiterverarbeitung der natürlichen Ressourcen, insbesondere Erdöl und Erdgas, im eigenen Land vornehmen zu können. Mit 8,9 Milliarden Euro sank der Umsatz des Chemiekonzerns im ersten Quartal 2019 jedoch um 7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den USA liegt der Umsatz bei knappen 4 Millionen US-Dollar. Dies führt zum 10. Platz im Ranking der Top 50 Chemieunternehmen 2018, bewertet von der Fachzeitschrift Chemical & Engineering News.

9. Evonik Industries

Spezialchemie aus dem Ruhrpott begeistert auch international: Evonik Industries sitzt in Essen, bezeichnet sein Betätigungsfeld aber selbst als „die ganze Welt“. Dies macht sich mit dem 9. Platz im internationalen Ranking bemerkbar. Evonik Industries ist in über 100 Ländern aktiv und betreibt Produktionsanlagen in 28 Ländern. Der Umsatz für 2018 beträgt knappe 15 Milliarden Euro. In den USA erwirtschaftet der Konzern einen Umsatz von über 4 Millionen US-Dollar.

8. Covestro

Platz 8 belegt Covestro, der Werkstoffhersteller mit Sitz in Leverkusen. Das Unternehmen ist 2015 aus der ehemaligen Kunststoffsparte der Bayer AG hervorgegangen und firmierte bis dahin unter Bayer MaterialScience. Covestro entwickelt, produziert und vertreibt Polymerwerkstoffe an etwa 30 Standorten in Europa, Amerika und Asien. In den USA setzte das Unternehmen 4,2 Millionen US-Dollar um. Insgesamt verzeichnet Covestro einen Umsatz für 2018 von circa 15 Milliarden Euro

7. Linde

Die Linde AG ist ein führendes Unternehmen in den Bereichen Gase, Engineering und Gesundheitswesen. Linde ist als Gruppe in 100 Ländern vertreten und erwirtschaftete bereits 2017 einen Umsatz von 17 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2018 betrug der Konzernumsatz 8,6 Milliarden Euro. Auf den US-Markt entfallen fast 4,4 Millionen US-Dollar. Dies bewertet C&EN mit dem 7. Platz im Ranking. In Deutschland liegt die Linde AG auf Platz 6.

6. Bayer

Wer kennt sie nicht: die Aspirin der Bayer Aktiengesellschaft aus Leverkusen. 2018 belief sich der Umsatz auf 39,5 Milliarden Euro. 5,5 Millionen US-Dollar Umsatz kommen aus den USA. Das heißt Platz 6 für Bayer. Die Aktiengesellschaft beschäftigt rund 116.000 Mitarbeiter. Die beiden Schwerpunkte des Konzerns sind Arzneimittel und Pflanzenschutzmittel.

5. Ineos

Ineos, eine Gruppe chemischer Betriebe, hat ihren Hauptsitz in London. Doch auch in Köln findet sich eine Niederlassung, in der Chemieingenieure arbeiten können. Als Petrochemiestandort ist Köln ein wichtiger Rohstofflieferant der chemischen Industrie. Insgesamt arbeiten 20.000 Beschäftigte an 171 Standorten in 24 Ländern. 2017 lag der Umsatz bei 30 Milliarden Euro. Fast 6,2 Millionen US-Dollar konnte Ineos 2018 in den USA erwirtschaften. Damit liegt die Ineos-Gruppe mit Platz 5 in der goldenen Mitte.

4. Air Liquide

Air Liquide ist eines der führenden Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. Der französische Hersteller technischer Gase bietet auch verwandte Dienstleistungen für die Medizin und die meisten Industriebranchen, wie Chemie, Automobilbau und Elektronik, an. Die Zentrale sitzt in Paris. Insgesamt betrug der Umsatz über 21 Milliarden Euro. In den USA wurden 9,4 Millionen US-Dollar umgesetzt. Für C&EN der 4. Platz.

3. Lyondellbasell Industries

Das Chemieunternehmen feiert 2019 erst 11. Geburtstag. Dennoch zählt es bereits zu den größten Konzernen der Chemiebranche. Die 13.000 Mitarbeiter erzielen in den Niederlanden einen Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro. Lyondellbasell Industries ist der größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren sowie eines der weltweit führenden Unternehmen bei der Entwicklung und der Lizenzierung von Polypropylen- und Polyethylenprozessen. Mit über 10 Millionen US-Dollar Umsatz in den USA kann das Unternehmen sich den 3. Platz sichern.

2. Nutrien

Nutrien sitzt in Kanada und ist ein Bergbauunternehmen. Nutrien stellt den weltweit größten Produzenten von Kalidünger dar. Zudem ist das Unternehmen der zweitgrößte Hersteller von Stickstoffdünger. Nutrien entstand 2018 durch die Fusion der beiden kanadischen Düngemittelproduzenten Potash Corporation of Saskatchewan und Agrium. Der Umsatz aus dem Jahr 2018 liegt bei 19,6 Milliarden US-Dollar. 11 Millionen US-Dollar entfallen auf den reinen US-Markt.

1. BASF

Deutschland führt das Ranking der Top 25 an. BASF SE erzielte 2018 einen Jahresumsatz von 62 Milliarden Euro. Der Marktführer hat seinen Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Der Jahresumsatz errechnet sich sowohl durch die Chemieindustrie als auch durch den Handel von Öl und Gas. Das Firmenprofil von BASF SE zeigt weitere Informationen zum Spitzenreiter. Mit über 19 Millionen US-Dollar Umsatz in den USA liegt BASF klar an der Spitze des C&EN Rankings.

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