Baumaschinenmesse in München 18.04.2013, 14:00 Uhr

XXL-Fahrzeuge mit Superkräften: weltgrößte Muldenkipper und Kräne

Alle drei Jahre zieht die größte Baumaschinenmesse der Welt fast eine halbe Million Menschen nach München. Die Schau der Superlative wächst mit jeder Ausgabe: In diesem Jahr zeigen 3.400 Aussteller aus 57 Ländern auf insgesamt 570.000 Quadratmetern ihre Innovationen. China steht mit 323 Ausstellern hinter Italien (481) und Deutschland (1.366) schon an dritter Stelle der Ausstellerländer.

Der gigantische Muldenkipper T 264 von Liebherr erreicht voll beladen ein Gesamtgewicht von 385 Tonnen. Er ist einer der Publikumsmagneten auf der Bauma 2013 in München.

Der gigantische Muldenkipper T 264 von Liebherr erreicht voll beladen ein Gesamtgewicht von 385 Tonnen. Er ist einer der Publikumsmagneten auf der Bauma 2013 in München.

Foto: Bauma

Überblick über das Gelände der Bauma.

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Baumaschine für den Spezialeinsatz.

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Dicht umdrängt: Der haushohe Muldenkipper von Liebherr.

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Hoch hinaus: Das Außenareal mit den höchsten Kränen.

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Kleine Baumaschinen im Praxiseinsatz.

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Der Muldenkipper von Liebherr.

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Eine halbe Millionen Besucher kommen zur Bauma in München.

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Beeindruckend groß: Der XXL-Muldenkipper von Liebherr zum Einsatz in großen Minen.

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Multitalent: Ein Bagger, der auch zur Seite baggern kann.

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Alle drei Jahre findet die Bauma in München statt.

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Hopla: Der kleine Bagger kann auch kippeln.

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Auf jedem Untergrund einen guten Stand hat der Bagger von Kaiser.

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Nicht überraschend, dass die Männer den allergrößten Anteil der Baumaschinen-Liebhaber ausmachen. Das Interesse des Publikums gilt vor allem den XXL-Versionen von Fahrzeugen, die man nicht alle Tage zu Gesicht bekommen kann.

Wie zum Beispiel der „Surface Miner 4200 M“ der Firma Wirtgen. Wie der Name erahnen lässt, wird er im Großtagebau eingesetzt und hat beeindruckende Dimensionen: Knapp sechs Meter breit, bis zu 30 Meter lang, ein Dieseltank mit 3.000 Litern Fassungsvermögen und ein Gesamtgewicht von mehr als 200 Tonnen. Das Ganze wird mit 1.623 PS in Bewegung gebracht. Seinen Arbeitsplatz erklimmt der Fahrer über eine hydraulische Leiter.

Bergbausektor bei den Baumaschinen auf Wachstumskurs

Der Surface Miner ist auch ein Beispiel dafür, dass sich der Bergbausektor bei den Baumaschinen auf Wachstumskurs befindet. Inzwischen präsentieren fast 700 Aussteller auf der Bauma Produkte aus dem Miningbereich. Auch der gigantische Muldenkipper T 264 von Liebherr ist auf einem Minen-Gelände in Arizona, USA eingesetzt. Voll beladen hat er ein Gesamtgewicht von 385 Tonnen. Ein 2.700 PS starker Dieselmotor beschleunigt den Riesen-Kipper auf 64 Kilometer pro Stunde. Sein etwas kleinerer Kollege, der Caterpillar 777G, kommt immerhin auch noch auf 957 PS und eine Nutzlast von 96 Tonnen.

Die größte Caterpillar-Maschine ist der Tieflöffel-Hydraulikbagger 6020B mit einem Einsatzgewicht von 220 Tonnen, knapp übertroffen von der Konkurrenz, dem EX2600 von Hitachi. Er bringt es auf 254 Tonnen Einsatzgewicht und arbeitet ebenfalls in Minen und Steinbrüchen. Genau wie der Riesen-Bagger R 9400 von Liebherr. Die Schaufel fasst 22 Kubikmeter, der Motor hat 1.675 PS. Laut Hersteller sind derzeit auf der Welt mehr als dreißig R 9400 im Einsatz, zum Beispiel in einer Goldmine in Ghana.

Riesen-Reifen mit vier Metern Durchmesser

Für all das braucht man die entsprechende Bereifung und hier tut sich die Firma Bridgestone mit einem Superlativ hervor. Der „59/80R63 VRF“ ist mit vier Metern Durchmesser der größte EM Radialreifen der Welt. Das EM steht für „Earth Mover“, also Erdbeweger, was bei 5,2 Tonnen Reifengewicht gut vorstellbar ist. Der Earth Mover wurde für große Muldenkipper entwickelt und hält 400 Tonnen aus. Zum Einsatz kommt er unter anderem in den Kohle- und Kupferminen Nordamerikas.

Wer sich von der Vertikalen mehr beeindrucken lässt, wird auf der Bauma ebenfalls nicht leer ausgehen. Zwischen all den Kränen und Betonpumpen ragt die K80H der italienischen Firma Cifa deutlich heraus. Mit 80 Metern ist sie die längste Betonpumpe in Europa. Die elf Meter, die der LR1 1.000 von Liebherr erreicht, wirken dagegen beinahe zwergenhaft. Aber nur im direkten Vergleich, denn der größte Serienkran des deutschen Unternehmens kann immerhin 1000 Tonnen heben.

Liebherr hat nach eigenen Angaben in den Produktbereichen Baumaschinen und Mining 2012 ein Umsatzplus von 490 Millionen Euro oder 9 Prozent erzielt. Mit Verkaufserlösen von 5.870 Millionen Euro macht das zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Firmengruppe aus.

Von Gudrun von Schoenebeck

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