Bautec 2016 15.02.2016, 13:14 Uhr

Leuchtender Beton bis Schrankhaus: Sieben tolle Neuheiten der Bautec

Eine Treppe, deren Beton leuchtet, Frischluft, die per Solarenergie aufgewärmt wird, oder ein 3D-Drucker, der aus topographischen Aufnahmen 3D-Modelle ausdruckt: Auch die 17. Auflage der Fachmesse Bautec präsentiert spannende Innovationen. Wir haben sieben besonders interessante Neuheiten zusammengestellt. 

Treppe aus Beton mit eingebauter Lichttechnik: Die Bautechnikmesse Bautec, die am 16. Februar in Berlin beginnt, stellt zahlreiche Innovationen aus dem Bausektor vor. Wir haben sieben spannende Innovationen für Sie herausgesucht.

Treppe aus Beton mit eingebauter Lichttechnik: Die Bautechnikmesse Bautec, die am 16. Februar in Berlin beginnt, stellt zahlreiche Innovationen aus dem Bausektor vor. Wir haben sieben spannende Innovationen für Sie herausgesucht.

Foto: Siut

Mehr als 500 Aussteller aus 17 Ländern erwartet die Branche ab morgen auf der Bautec in Berlin. Und die haben eine Menge Innovationen mitgebracht. Zum Beispiel diese.

Das Schrankhaus – Funktionalität auf zwölf Quadratmetern

In Messehalle 25 können Besucher das sogenannte Schrankhaus bestaunen. Das quadratisch-kompakte und einlandend möblierte Bauwerk ernsthaft als Haus zu bezeichnen, wäre aber vielleicht ein bisschen weit hergeholt. Das Gemeinschaftsprojekt angehender Möbel- und Interieur-Designer der FH Potsdam sowie Holztechnikstudenden der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde will dem zunehmenden Anspruch auf örtliche Flexibilität und Beweglichkeit gerecht werden. 

Im Schrankhaus der FH Potsdam gibt es sehr viel Stauraum auf wenig Platz.

Im Schrankhaus der FH Potsdam gibt es sehr viel Stauraum auf wenig Platz.

Foto: Bautec/FH Potsdam

Mit zwölf Quadratmetern Fläche basiert das Konzept auf zwei sich gegenüberstehenden Raumkörpern, die mit verschiedenen Stauräumen und Funktionen das Innere eines Schrankes versinnbildlichen. Jene „Schränke“ sind als Module mit verschiedenen Funktionen konzipiert und lassen sich auf die Bedürfnisse der Bewohner individuell anpassen. Das Besondere dabei ist die Übertragung beweglicher Mobilitätskonzepte auf ein Gebäude. Durch seine modulare Leichtbauweise ist ein Fundament nicht notwendig.

Halle 25, Stand 227

Leuchtender Beton: Baustoff mit eingebauter Technik

Unter dem Firmen- und Produktnamen Siut gibt es in Berlin einen neuartigen Lichtfaserbeton zu sehen. Für die Entwicklung zeichnet ein wissenschaftliches Spin-Off der TU Berlin verantwortlich – aus den Bereichen Baustoffe und Bauchemie. Die Firma entwickelt Betonfertigteile, die auf eine neue Art mit Lichtpunkten durchzogen sind. Diese leuchten aus dem Beton heraus, sind aber ausgeschaltet weder fühl- noch sichtbar. So können Linien, Schriften und Logos erscheinen und auch wieder verschwinden.

Waschtisch mit eingebauter Lichttechnik: Siut, eine Ausgründung der TU Berlin, hat einen Beton entwickelt, in dem die Lichttechnik schon eingelassen ist. Doch die Lichtquellen sind nicht fühlbar.

Waschtisch mit eingebauter Lichttechnik: Siut, eine Ausgründung der TU Berlin, hat einen Beton entwickelt, in dem die Lichttechnik schon eingelassen ist. Doch die Lichtquellen sind nicht fühlbar.

Foto: Siut

Die Farbpalette des Betons reicht von Weiß bis hin zu Anthrazit-Tönen und ermöglicht somit dezente, aber effektvolle Gestaltungsmöglichkeiten. Der Verbau ist einfach, denn beleuchtet werden die Betonfertigteile mit handelsüblichen LEDs.

Halle 25, Stand 220

Ganze Stadtteile aus dem 3D-Drucker 

Die Berliner Firma 3YOURMIND macht es möglich, aus verschiedensten Datenquellen – zum Beispiel von kommunalen Open-Source-Plattformen oder per Drohnenflüge erstellte Topologien – dreidimensionale Modelle einzelner Gebäude oder ganzer Stadteile zu drucken. Zudem betreibt das Unternehmen das 3D-Druck-Vergleichsportal 3D-button.com. Damit können Architekten und Ingenieure Modelle von Gebäuden in unterschiedlichsten Materialien und praktisch auf Knopfdruck direkt aus dem CAD-Programm heraus für den 3D-Druck optimieren und schließlich drucken lassen.

Die Berliner Firma 3YOURMIND hat eine Technik entwickelt, um beispielsweise per Drohnenflüge erstellte Topologien auszudrucken. Auch der Druck dreidimensionale Modelle einzelner Gebäude oder Bauteile ist möglich. Im Bild sehen Sie den 3D-Ausdruck einer Brunnenfilteranlage.

Die Berliner Firma 3YOURMIND hat eine Technik entwickelt, um beispielsweise per Drohnenflüge erstellte Topologien auszudrucken. Auch der Druck dreidimensionale Modelle einzelner Gebäude oder Bauteile ist möglich. Im Bild sehen Sie den 3D-Ausdruck einer Brunnenfilteranlage.

Foto: Bautec/3YOURMIND

3YOURMIND gehört zu den 100 besten deutschen Innovationen für eine digitale Welt und ist Preisträger 2015 beim Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“.

Halle 25, Stand 220a

Intelligenter aktiver Überströmer

Das Unternehmen bluMartin aus dem oberbayerischen Weßling stellt einen intelligenten aktiven Überströmer namens „freeAir plus“ vor. Das Gerät ist eine Ergänzung zum Außenwand-Lüftungsgerät freeAir 100 und ermöglicht es, weitere Räume an die Wohnraumlüftung anzuschließen. Und zwar ganz ohne zusätzliche Lüftungsleitungen. Das kann besonders bei der Sanierung von Gebäuden zum großen Vorteil werden.

Halle 22b, Stand 219

Vormontiertes Lüftungssystem in einer Betonwand: Jetzt hat das Unternehmen blu Martin ein Modul entwickelt, das auch die Innenbelüftung verbessert.

Vormontiertes Lüftungssystem in einer Betonwand: Jetzt hat das Unternehmen blu Martin ein Modul entwickelt, das auch die Innenbelüftung verbessert.

Foto: Bautec/bluMartin

Extrem effizient: Pellet-Kessel mit Brennwerttechnik

Mit der sogenannten Pellematic Condens präsentiert die Firma ÖkoFEN auf der Bautec 2016 ein außergewöhnliches Pelletkessel-Konzept: die zukunftsweisende Condens-Brennwerttechnik. Der Vorteil dabei ist, dass die neue Brennwert-Generation in jedem Wärmeverteilsystem laufen kann und somit auch für den Austausch alter Heizungen in Bestandsbauten geeignet ist.

Der Pellet-Brennwertkessel von ÖkoFEN kann in jede vorhandene Heizung eingebunden werden.

Der Pellet-Brennwertkessel von ÖkoFEN kann in jede vorhandene Heizung eingebunden werden.

Foto: Bautec/ÖkoFEN

Ein Wärmetauscher aus Edelstahl sowie eine speziell entwickelte Wärmetauscher-Geometrie machen dies möglich. Laut Hersteller ist das Gerät mit einem Wirkungsgrad von 107,3 Prozent derzeit die weltweit effizienteste Pelletheizung.

Halle 23b, Stand 213

Tablet anstelle der Magnettafel

Der Name Grom steht für „Get Rid of Magnets“ – zu deutsch: weg von den Magneten. Diese Software bietet eine Alternative zur herkömmlichen Magnettafel, die auch heute in vielen Betrieben zur Personal- und Einsatzplanung von Maschinen noch genutzt wird.

Grom ist der Name für eine Tablet-Software, die die gute alte Magnettafel ablösen will als Instrument für die Personal- und Einsatzplanung von Maschinen. 

Grom ist der Name für eine Tablet-Software, die die gute alte Magnettafel ablösen will als Instrument für die Personal- und Einsatzplanung von Maschinen. 

Foto: Bautec/CCVossel

Das Programm soll ebenso einfach und intuitiv zu bedienen sein wie eine gängige Magnettafel – ohne aufwendige Schulungen absolvieren zu müssen. Auf einen Blick bietet diese Software eine klar strukturierte Übersicht aller laufenden Projekte und kann individuell erweitert und angepasst werden.

Halle 21a, Stand 126

Solarenergie für Lüftungsanlagen nutzen

Erneuerbare Energien auch bei Lüftungsanlagen einsetzen: Das ist Leitidee hinter der Solarlüftung EnerSearch. Bei herkömmlichen Anlagen geht ein Teil der Heizungsenergie wieder verloren, die aber bei gedämmten Gebäuden erhalten bleiben soll, um Energie zu sparen. Noch besser ist es, mit Warmluft zur Lüftung den Heizungsbedarf sogar noch zu verringern.

Genau das ist das Konzept der EnerSearch Solarlüftung. Sie arbeitet mit einem in die Gebäudewand integrierten Luftkollektor, welcher durch solare Strahlungsenergie die kalte Außenluft erwärmt. Mit der EnerSearch Basic-Lüftung hat der Aussteller im unteren Preissegment die Alternative zu den gängigen Fensterfalzlüftungen gefunden.

Wohnhaus mit Lüftungsanlage: Die Außenluft wird mit Hilfe der Sonnenenergie aufgewärmt und zur Belüftung der Innenräume benutzt.

Wohnhaus mit Lüftungsanlage: Die Außenluft wird mit Hilfe der Sonnenenergie aufgewärmt und zur Belüftung der Innenräume benutzt.

Foto: Bautec/EnerSearch

Ein in das Wärmedämmverbundsystem integrierter Wärmetauscher, der nach dem Kreuzstromprinzip arbeitet, bringt kontinuierlich mit einer Wärmerückgewinnung bis zu 95 Prozent frische Außenluft, die über die Abluft erwärmt wird, ins Wohnungsinnere.

Halle 22b, Stand 200

Von Jan-Martin Altgeld

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