Die 10 höchsten Staudämme und Staumauern der Welt
Die höchsten Staudämme der Welt im Ranking: Jinping I führt mit 305 m. Doch Shuangjiangkou und Rogun sollen noch deutlich höher werden.
Die höchsten Staudämme und Staumauern der Welt erreichen mehr als 300 m Höhe. Hinter den Rekordbauwerken stehen sehr unterschiedliche Konstruktionsprinzipien – von massiven Betonmauern bis zu gewaltigen Schüttdämmen aus Fels und Erdmaterial.
Foto: picture alliance / Anadolu | Yusuf Okur
Mehr als 300 m vom Fundament bis zur Krone: Die höchsten Talsperren der Welt erreichen Dimensionen von Wolkenkratzern. Dabei bestehen sie keineswegs alle aus Beton. Einige der größten Bauwerke sind gewaltige Dämme aus Millionen Kubikmetern Fels und Erdmaterial.
Noch hält ein chinesisches Wasserkraftprojekt den Höhenrekord. Doch gleich zwei Anlagen im Bau sollen ihn übertreffen. Das macht das Ranking derzeit komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint.
Inhaltsverzeichnis
- Staudamm, Staumauer oder Talsperre, was ist der Unterschied?
- Wie wird die Höhe eines Staudamms gemessen?
- Die 10 höchsten fertiggestellten Staudämme und Staumauern
- Platz 10: Wudongde – 270 m und ungewöhnlich schlank
- Platz 9: Enguri – 271,5 m Beton im Kaukasus
- Platz 8: Yusufeli – 275 m hohe Bogenstaumauer in der Türkei
- Platz 7: Grande Dixence – 15 Mio. t gegen den Wasserdruck
- Platz 6: Xiluodu – 285,5 m in einem geologisch anspruchsvollen Tal
- Platz 5: Baihetan – 289 m hoch und 16 Turbinen mit je 1 GW
- Platz 4: Xiaowan – 294,5 m in einem schmalen V-Tal
- Platz 3: Nurek – 300 m Schüttmaterial statt Beton
- Platz 2: Lianghekou – 303 m Fels, Kies und Dichtungsmaterial
- Platz 1: Jinping I – 305 m hohe Betonwand
- Warum Shuangjiangkou noch nicht auf Platz 1 steht
- Rogun soll mit 335 m alle übertreffen
- Warum der Drei-Schluchten-Damm nicht unter den Top 10 ist
- Die höchsten Talsperren Deutschlands
Staudamm, Staumauer oder Talsperre, was ist der Unterschied?
Im Alltag werden die Begriffe häufig durcheinandergebracht. Technisch gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied.
- Eine Talsperre bezeichnet die gesamte Anlage, mit der ein Tal abgesperrt und Wasser gespeichert wird. Das eigentliche Absperrbauwerk kann eine Staumauer aus Beton oder Mauerwerk oder ein Staudamm aus geschüttetem Erd- und Felsmaterial sein.
- Bei Bogenstaumauern wird ein großer Teil des Wasserdrucks über die gekrümmte Betonwand in die seitlichen Felsflanken geleitet. Gewichtsstaumauern setzen dagegen vor allem ihre enorme Masse gegen den Wasserdruck.
- Schüttdämme funktionieren anders: Ihr Körper besteht aus verdichtetem Fels, Kies oder Erde. Eine besonders dichte Zone im Inneren oder eine Dichtung auf der Wasserseite verhindert, dass Wasser durch das Bauwerk strömt.
Wie unterschiedlich Talsperren konstruiert werden können, zeigt auch die Geschichte des deutschen Talsperrenbaus. Auf ingenieur.de lesen Sie dazu: So baute Otto Intze Deutschlands erste Talsperren.
Wie wird die Höhe eines Staudamms gemessen?
Genau hier liegt eine Ursache für widersprüchliche Ranglisten. Die Internationale Kommission für große Talsperren ICOLD verwendet für die Bauwerkshöhe den Abstand vom tiefsten Punkt der Gründung bis zur Krone. Je nach Quelle findet man daneben Höhen über dem ursprünglichen Flussbett oder über anderen Bezugspunkten. Dadurch können für dasselbe Bauwerk unterschiedliche Werte kursieren.
Für dieses Ranking gilt deshalb: Entscheidend ist die maximale konstruktive Höhe vom tiefsten Fundamentpunkt bis zur Bauwerkskrone. Berücksichtigt werden nur Anlagen, deren Damm oder Staumauer die vorgesehene Endhöhe bereits erreicht hat.
Das ist derzeit vor allem bei Shuangjiangkou und Rogun wichtig. Beide werden häufig bereits mit ihrer geplanten Endhöhe genannt, obwohl ihre Dämme noch wachsen.
Die 10 höchsten fertiggestellten Staudämme und Staumauern
| Platz | Talsperre | Land | Bauart | Höhe |
| 1 | Jinping I | China | Bogenstaumauer | 305 m |
| 2 | Lianghekou | China | Schüttdamm | 303 m |
| 3 | Nurek | Tadschikistan | Schüttdamm | 300 m |
| 4 | Xiaowan | China | Bogenstaumauer | 294,5 m |
| 5 | Baihetan | China | Bogenstaumauer | 289 m |
| 6 | Xiluodu | China | Bogenstaumauer | 285,5 m |
| 7 | Grande Dixence | Schweiz | Gewichtsstaumauer | 285 m |
| 8 | Yusufeli | Türkei | Bogenstaumauer | 275 m |
| 9 | Enguri | Georgien | Bogenstaumauer | 271,5 m |
| 10 | Wudongde | China | Bogenstaumauer | 270 m |
China dominiert die Rangliste mit sechs Bauwerken. Auffällig ist außerdem die Bauart: Unter den zehn höchsten Absperrbauwerken befinden sich sieben Betonmauern und drei massive Schütt- beziehungsweise Felsdämme.
Platz 10: Wudongde – 270 m und ungewöhnlich schlank
Die Wudongde-Talsperre steht am Jinsha, dem Oberlauf des Jangtse, an der Grenze der chinesischen Provinzen Sichuan und Yunnan. Ihre doppelt gekrümmte Betonbogenstaumauer ist 270 m hoch.

Ihre Besonderheit ist die schlanke Konstruktion. Betreiber China Three Gorges Corporation gibt ein Verhältnis von Kronenlänge zu Höhe beziehungsweise eine geometrische Schlankheit an, die Wudongde unter den sehr hohen Bogenstaumauern besonders macht. Beim Bau kam zudem Beton mit geringer Wärmeentwicklung zum Einsatz. Das ist bei solchen Dimensionen wichtig: Beim Abbinden großer Betonmengen entsteht Wärme. Zu große Temperaturunterschiede zwischen dem Inneren und der Oberfläche können Spannungen und Risse hervorrufen.
Das angeschlossene Wasserkraftwerk besitzt zwölf Maschinensätze und erreicht insgesamt 10,2 GW.
Platz 9: Enguri – 271,5 m Beton im Kaukasus
Die Enguri-Staumauer in Georgien erreicht 271,5 m. Sie sperrt eine enge Schlucht im Nordwesten des Landes und ist als Bogenstaumauer ausgeführt.

An ihrer Krone misst das Bauwerk rund 10 m Dicke. Im Bereich des Fundaments sind es bis zu 90 m. Die Krone erstreckt sich über rund 605 m. Mehrere Millionen Kubikmeter Beton waren nötig, um die Staumauer in der felsigen Schlucht zu errichten.
Das Kraftwerk liegt nicht unmittelbar unterhalb der Mauer. Ein umfangreiches System aus Stollen und Wasserwegen leitet das Wasser zum unterirdischen Maschinenhaus weiter.
Platz 8: Yusufeli – 275 m hohe Bogenstaumauer in der Türkei
275 m misst die Yusufeli-Staumauer am Çoruh im Nordosten der Türkei. Das Bauwerk ist eine doppelt gekrümmte Betonbogenstaumauer. Die türkische Wasserbehörde DSİ bestätigt die Höhe vom Fundament bis zur Krone mit 275 m.

Mehr als 4 Mio. m³ Beton wurden allein für den Dammkörper eingebaut. Die gekrümmte Form ermöglicht es, einen großen Teil des Wasserdrucks seitlich in die steilen Felswände des Tals abzuleiten.
Das Kraftwerk verfügt über 558 MW installierte Leistung. Der Bau der Talsperre veränderte zugleich die Region erheblich: Straßen, Brücken und Siedlungsbereiche mussten wegen des steigenden Wasserspiegels verlegt werden.
Platz 7: Grande Dixence – 15 Mio. t gegen den Wasserdruck
Die Grande Dixence im Schweizer Kanton Wallis unterscheidet sich konstruktiv deutlich von den meisten Bauwerken in dieser Liste. Sie ist keine Bogenstaumauer, sondern eine 285 m hohe Gewichtsstaumauer. Das Prinzip ist vergleichsweise einfach: Das Bauwerk setzt dem Wasserdruck vor allem seine eigene Masse entgegen.

Und diese Masse ist gewaltig. Rund 5,96 Mio. m³ Beton wurden verbaut. Der Betreiber gibt das Gewicht mit etwa 15 Mio. t an. An der Basis ist die Staumauer rund 200 m breit, oben nur noch 15 m. Hinter ihr können etwa 400 Mio. m³ Wasser gespeichert werden. Grande Dixence ging 1961 in Betrieb und ist bis heute die höchste Gewichtsstaumauer der Welt.
Platz 6: Xiluodu – 285,5 m in einem geologisch anspruchsvollen Tal
Nur einen halben Meter höher liegt Xiluodu in China. Die doppelt gekrümmte Betonbogenstaumauer am Jinsha erreicht 285,5 m. Diese Höhe ist auch in wissenschaftlichen Untersuchungen des Bauwerks dokumentiert.

Bei einer Bogenstaumauer hängt die Sicherheit nicht allein vom Beton ab. Die Felsflanken werden zu einem Teil des Tragwerks, weil sie die Kräfte aus der gekrümmten Mauer aufnehmen müssen.
Bei Xiluodu überwachen Ingenieurinnen und Ingenieure deshalb nicht nur das Bauwerk selbst, sondern auch Verformungen des umgebenden Gebirges. Messungen zeigten nach dem Einstau beispielsweise Bewegungen der Talflanken – ein Effekt, der wissenschaftlich intensiv untersucht wurde. Das Wasserkraftwerk verfügt über 18 Maschinensätze mit insgesamt 13,86 GW Leistung.
Platz 5: Baihetan – 289 m hoch und 16 Turbinen mit je 1 GW
Die Baihetan-Staumauer erreicht 289 m. Das Bauwerk am Jinsha gehört zu den technisch aufwendigsten Wasserkraftprojekten Chinas.
Besonders außergewöhnlich ist das Kraftwerk hinter der Staumauer: In zwei unterirdischen Maschinenhallen arbeiten 16 Wasserkraftmaschinen mit jeweils 1 GW Leistung. Zusammen ergeben sie 16 GW. Baihetan gehört damit zu den leistungsstärksten Wasserkraftwerken der Erde.

Wer die Talsperren nicht nach Höhe, sondern nach Generatorleistung vergleichen möchte, findet auf ingenieur.de ein eigenes Ranking: Die 10 größten Wasserkraftwerke der Welt.
Der Vergleich zeigt zugleich: Eine hohe Staumauer bedeutet nicht automatisch eine hohe Kraftwerksleistung. Dafür sind vor allem Wassermenge, nutzbare Fallhöhe und die Auslegung der Turbinen ausschlaggebend.
Platz 4: Xiaowan – 294,5 m in einem schmalen V-Tal
Die Xiaowan-Staumauer am Lancang, dem chinesischen Oberlauf des Mekong, ist 294,5 m hoch. Damit verfehlt sie die 300-m-Marke nur knapp. Eine ingenieurwissenschaftliche Übersicht zu den höchsten Bogenstaumauern nennt zudem eine Kronenlänge von knapp 893 m.

Xiaowan steht in einem engen, steilen Tal. Solche Standorte sind für Bogenstaumauern grundsätzlich günstig, weil die seitlichen Felsflanken die Kräfte aus dem Bauwerk aufnehmen können.
Gleichzeitig steigen mit der Höhe die Anforderungen an Beton, Felsgründung, Fugen, Temperaturführung und Bauwerksüberwachung. Bei fast 300 m Wassersäule wirken enorme Drücke auf die unteren Bereiche der Staumauer.
Platz 3: Nurek – 300 m Schüttmaterial statt Beton
Mit Nurek in Tadschikistan wird erstmals die Marke von 300 m erreicht. Jahrzehntelang war die Anlage der höchste Staudamm der Welt.
Nurek ist keine Betonmauer. Das Absperrbauwerk besteht aus rund 56 Mio. m³ geschüttetem Material und besitzt einen zentralen Erdkern als Dichtung. Unter dem Damm reicht ein Injektionsschirm stellenweise mehr als 100 m tief in den Untergrund.

Ein solches Bauwerk muss sich in gewissen Grenzen verformen können. Anders als bei einer Betonmauer gehören Setzungen des gewaltigen Schüttkörpers zum konstruktiven Verhalten. Gleichzeitig darf der innere Dichtungskern dabei nicht seine Funktion verlieren.
Seit 2019 wird das mehr als 50 Jahre alte Wasserkraftwerk umfassend modernisiert. Dazu gehören neue Turbinen und Generatoren sowie Arbeiten an sicherheitsrelevanten Anlagenteilen.
Platz 2: Lianghekou – 303 m Fels, Kies und Dichtungsmaterial
Bei Lianghekou zeigt sich besonders deutlich, warum Ranglisten zu hohen Dämmen voneinander abweichen können. Ältere Veröffentlichungen nennen häufig 295 m. Neuere Arbeiten, die die konstruktive Gesamthöhe einschließlich der Gründung zugrunde legen, kommen auf 303 m. Guinness World Records bestätigte diese Höhe 2024 und führt Lianghekou als höchsten fertiggestellten Felsschüttdamm der Welt. Damit steht Lianghekou in diesem Ranking vor dem 300 m hohen Nurek-Damm.

Das Bauwerk besteht im Wesentlichen aus aufgeschüttetem Felsmaterial. Im Inneren sorgt ein dichter Kern dafür, dass das Wasser zurückgehalten wird. Bei einem mehr als 300 m hohen Schüttkörper werden selbst kleine prozentuale Verformungen schnell zu großen absoluten Bewegungen. Setzungen und Verschiebungen müssen deshalb während Bau und Betrieb engmaschig überwacht werden. Seit März 2022 sind alle sechs 500-MW-Maschinensätze des Kraftwerks in Betrieb.
Platz 1: Jinping I – 305 m hohe Betonwand
An der Spitze steht derzeit Jinping I am Yalong in der chinesischen Provinz Sichuan. Die doppelt gekrümmte Betonbogenstaumauer erreicht 305 m. Chinesische Behörden bezeichnen sie als höchste Bogenstaumauer der Welt. Von der Krone bis zur tiefsten Gründung fehlen nur wenige Meter zur Höhe des Eiffelturms einschließlich Antenne.

Die Dimension allein wäre konstruktiv jedoch nicht ausreichend. Bei einer Bogenstaumauer wird ein erheblicher Teil der Last in die Talflanken übertragen. Die Qualität und Stabilität des umgebenden Felses sind deshalb Teil des Tragkonzepts.
Das unterirdische Wasserkraftwerk verfügt über sechs Maschinensätze mit insgesamt 3,6 GW Leistung. Der Rekord von Jinping I dürfte allerdings nicht dauerhaft bestehen.
Warum Shuangjiangkou noch nicht auf Platz 1 steht
Aktuelle chinesische Meldungen sorgen bei diesem Ranking für Verwirrung. Sie bezeichnen die Shuangjiangkou-Talsperre in Sichuan bereits als „höchsten Damm der Welt“ und nennen eine Höhe von 315 m. Die 315 m sind jedoch die vorgesehene Endhöhe.
Am 29. Mai 2026 hatte die Schüttung nach Angaben aus dem Projekt eine Höhe von rund 260 m erreicht. Die chinesische Energiebehörde bestätigte Anfang Juli ebenfalls, dass der Damm zu diesem Zeitpunkt etwa 260 m hoch war und noch um weitere 55 m wachsen soll. Die Fertigstellung der Dammschüttung ist für 2027 vorgesehen. Deshalb wird Shuangjiangkou in dieser Top 10 noch nicht mit 315 m gezählt.
Technisch ist das Projekt dennoch außergewöhnlich. Der Schüttdamm erhält einen zentralen Kies-Boden-Kern und soll insgesamt mehr als 46 Mio. m³ Material enthalten. Bereits die derzeit erreichte Höhe reicht aus, um Strom zu erzeugen.
Am 31. August 2026 waren drei der vier vorgesehenen 500-MW-Maschinensätze in Betrieb. Die vierte Einheit soll folgen. Das Kraftwerk kommt im Endausbau auf 2 GW.
Rogun soll mit 335 m alle übertreffen
Noch höher ist Rogun in Tadschikistan geplant. Der Schüttdamm am Wachsch soll im Endzustand 335 m erreichen. Auch hier ist diese Höhe noch Zukunft. Am 25. August 2026 meldete das Bauunternehmen Webuild, dass der Damm eine Höhe von etwas mehr als 190 m erreicht habe. Rund 49 Mio. m³ Material seien bis dahin eingebaut worden.
Das Projekt verfolgt dabei ein ungewöhnliches Bau- und Betriebskonzept: Strom wird bereits erzeugt, während der Damm weiter wächst. Zwei Maschinen sind in Betrieb. Mit steigendem Wasserstand wächst die nutzbare Fallhöhe.
Im Endausbau sind nach der derzeitigen Projektplanung sechs Maschinensätze und eine Dammhöhe von 335 m vorgesehen. Die Weltbank nennt für das Gesamtprojekt eine Leistung von bis zu 3,78 GW und sieht die endgültige Kronenhöhe nach aktuellem Zeitplan um 2032 erreicht.
Erst wenn Rogun diese Höhe tatsächlich erreicht, kann das Bauwerk auch in einem Ranking nach fertiggestellter konstruktiver Höhe auf Platz 1 rücken.
Warum der Drei-Schluchten-Damm nicht unter den Top 10 ist
Bei riesigen Talsperren denken viele zunächst an den Drei-Schluchten-Damm in China. Im Höhenranking spielt er allerdings keine Spitzenrolle.
Seine Staumauer ist rund 181 m hoch – deutlich weniger als die zehn Bauwerke dieser Liste. Trotzdem befindet sich dort mit 22,5 GW das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Erde.
Das verdeutlicht noch einmal, dass Höhe und Kraftwerksleistung zwei völlig unterschiedliche Größen sind. Entscheidend für die Stromerzeugung ist die Kombination aus Wasserdurchfluss und nutzbarer Fallhöhe.
Zum Drei-Schluchten-Projekt gehört zudem eines der spektakulärsten Schiffshebewerke der Welt. ingenieur.de hat die Technik hier ausführlich vorgestellt: Weltgrößtes Schiffshebewerk geht am Jangtse in China in Betrieb.

Die höchsten Talsperren Deutschlands
Gegenüber den asiatischen Rekordbauten fallen deutsche Talsperren deutlich kleiner aus. Die höchsten Absperrbauwerke erreichen aber immerhin mehr als 100 m.
Platz 1: Rappbode-Talsperre – 106 m
Deutschlands höchste Staumauer steht im Harz. Die Rappbode-Talsperre erreicht 106 m. Das Bauwerk wurde 1959 in Betrieb genommen und dient unter anderem der Trinkwasserversorgung, dem Hochwasserschutz und der Energieerzeugung. Das Land Sachsen-Anhalt bestätigt den Status als höchste Staumauer Deutschlands.
Platz 2: Leibis/Lichte – 102,5 m
Die Talsperre Leibis/Lichte in Thüringen erreicht 102,5 m und ist eine massive Beton-Gewichtsstaumauer. Die Anlage dient vor allem der Rohwasserbereitstellung für die Trinkwasserversorgung, daneben dem Hochwasserschutz und der Wasserkraftnutzung.
Platz 3: Schmalwasser – 80,7 m
Auf Platz 3 folgt die Talsperre Schmalwasser bei Tambach-Dietharz. Ihr Absperrbauwerk ist kein Betonbau, sondern ein 80,7 m hoher Steinschüttdamm mit Asphaltbetonkerndichtung. Die Thüringer Fernwasserversorgung bezeichnet Schmalwasser als höchsten Staudamm Deutschlands.
Wer statt der Bauwerkshöhe das gespeicherte Wasservolumen vergleichen möchte, findet hier das separate ingenieur.de-Ranking: Die größten Stauseen in Deutschland.alsperre in China werden, sobald sie fertiggestellt sind, die TOP 3 der höchsten Staumauern der Welt neu ordnen. Diese Megaprojekte unterstreichen die wachsende Bedeutung von Wasserkraft und zeigen, dass Ingenieurskunst und Technologie stets neue Höhen erreichen.
Quellen
- ICOLD: Definition der Höhe großer Talsperren
- Guinness World Records: Lianghekou – 303 m hoher Felsschüttdamm
- Engineering: Fachdaten zu Jinping I, Xiaowan und Xiluodu
- China Three Gorges Corporation: Baihetan – 289 m hohe Bogenstaumauer und 16 GW Leistung
- Grande Dixence: Technische Daten der 285 m hohen Gewichtsstaumauer
- DSİ Türkei: Yusufeli – 275 m Höhe und 558 MW Leistung
- Weltbank: Modernisierung des Wasserkraftwerks Nurek
- Chinesische Energiebehörde: Shuangjiangkou – Bauhöhe von 260 m im Juli 2026 und geplante Endhöhe von 315 m
- SASAC: Shuangjiangkou – drei 500-MW-Einheiten seit August 2026 in Betrieb
- Webuild: Aktueller Baufortschritt am 335 m hohen Rogun-Projekt
- Thüringer Fernwasserversorgung: Technische Daten der Talsperre Leibis/Lichte
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