Reduzierte Kosten und Bauzeit 31.01.2015, 08:51 Uhr

Chinesische Ingenieure bauen Villa mit 3D-Drucker

WinSun ist es gelungen, eine Prachtvilla mit dem 3D-Drucker herzustellen. Künftig will sich das chinesische Unternehmen sogar an Hochhäuser und Brücken wagen. Kosten und Bauzeit verringern sich drastisch.

Diese 1100 Quadratmeter große Villa besteht aus Bauteilen aus dem 3D-Drucker. Kostenpunkt: 161.000 US-Dollar.

Diese 1100 Quadratmeter große Villa besteht aus Bauteilen aus dem 3D-Drucker. Kostenpunkt: 161.000 US-Dollar.

Foto: WinSun

Den 6,6 Meter hohen, zehn Meter breiten und 40 Meter langen Drucker hat Ingenieur Ma Yihe entwickelt, der zehn Jahre Erfahrung mit dem Bau solcher Geräte hat. Herzstück der Druckers ist eine Betonpumpe, deren Austrittsöffnung sich in alle Richtungen bewegen lässt.

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3D-Drucker nutzt Zement als Tinte

WinSun setzt einen schnell härtenden Zement ein, der noch mit einem zusätzlichen Härter angereichert ist. Vermischt wird er mit Sand sowie gemahlenem Bauschutt und Glas.

Ma Yihes Betondrucker versteht die Baupläne, die Architekten anfertigen. Sie werden in den Computer eingelesen, der den Betonrüssel steuert. Ohne Änderung der Hardware lassen sich so beliebige Teile fertigen – viel schneller als mit Gussformen. Die Bauteile werden Schicht für Schicht aufgebaut. Wenn eine Schicht abgebunden hat, also hart ist, folgt die nächste. Öffnungen für Fenster und Türen sowie Wasser- und Abwasserrohre werden ausgespart.

Herzstück des 3D-Druckers ist eine Betonpumpe, die Bauteile Schicht für Schicht ausdruckt. Als Tinte kommt Zement zum Einsatz, der mit Sand, gemahlenem Bauschutt und Glas vermischt ist.

Herzstück des 3D-Druckers ist eine Betonpumpe, die Bauteile Schicht für Schicht ausdruckt. Als Tinte kommt Zement zum Einsatz, der mit Sand, gemahlenem Bauschutt und Glas vermischt ist.

Quelle: WinSun

Die Fertigbauteile für die Außenwände haben Hohlräume, in die Dämmmaterial, stählerne Verstärkungen, elektrische Kabel und Rohrleitungen eingelegt werden. Die fertigen Teile werden zur Baustelle gefahren und dort zusammengefügt. Zehn kleinere Häuser haben die WinSun-Monteure an einem Tag schon bauen können. Die Villa hat eine Wohnfläche von 1100 Quadratmetern, ein Appartementhaus des Unternehmens – ebenfalls aus dem 3D-Drucker – fünf Stockwerke.

Druck der Villa kostete 161.000 US-Dollar

Die Vorteile des 3D-Drucks liegen für WinSun auf der Hand: Der 3D-Druck der Häuserteile reduziert den Abfall um 30 bis 60 Prozent, verglichen mit klassischem Mauern.

Das Innenleben der Villa aus dem 3D-Drucker. Als Nächstes will WinSun die Technik nutzen, um Wolkenkratzer zu errichten.

Das Innenleben der Villa aus dem 3D-Drucker. Als Nächstes will WinSun die Technik nutzen, um Wolkenkratzer zu errichten.

Quelle: WinSun

Die Bauzeit sinke um 50 bis 70 Prozent und die Kosten lägen 50 bis 80 Prozent unter denen der normalen Bautechnik. Die große Villa koste gerade mal 161.000 US-Dollar. Das Unternehmen will seine 3D-Technik künftig auch nutzen, um etwa Brückenteile und Wolkenkratzer zu errichten.

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

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