Gründer

Foto: panthermedia.net/peshkova

Sich etwas Eigenes aufbauen, sich selbstständig zu machen oder ein eigenes Unternehmen gründen, das ist der Traum vieler Berufstätiger. Deswegen geben wir an dieser Stelle einen Überblick über Hürden, Möglichkeiten und Bedingungen von Existenz- und Unternehmensgründung für angehende Gründer und Interessierte. Zuerst ein Blick auf den Gründer-Begriff.

Was bedeutet Gründer?

Als Gründer wird jemand bezeichnet, der etwas von Grund auf erschafft oder ins Leben ruft. In einem wirtschaftlichen Kontext lässt sich der Begriff in zwei Ausprägungen gliedern. Zum einen als Existenzgründer und zum anderen als Unternehmensgründer.

Die Existenzgründung

Mit der Existenzgründung ist der Aufbau einer beruflichen Selbstständigkeit gemeint, der in den meisten Fällen zur Gründung eines Einzelunternehmens führt. Deswegen besteht eine begriffliche Differenzierung zwischen der Existenz- und der Unternehmensgründung, die die Gründung eines größeren Unternehmens bezeichnet. Die Entscheidung selbstständig, als Freelancer zu arbeiten, sollte gut durchdacht sein. Schließlich erwarten mögliche Gründer verschiedene Herausforderungen.

Die Unternehmensgründung

Wie bereits erwähnt wird der Begriff Unternehmensgründung eher für größere Unternehmen verwendet. Hier kommt auch der Begriff Startup zum Tragen, der für junge Unternehmen auf Basis von besonders innovativen Ideen verwendet wird. Egal ob für die Gründung einer selbstständigen Existenz oder die Gründung eines Unternehmens. Nachfolgend haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Stationen zusammengefasst.

Checkliste für die Gründung

Mit einer Checkliste geben wir einen Überblick wichtiger Bestandteile einer Unternehmens- oder Existenzgründung.

  1. Das Finden der passenden Idee

Am Anfang der Gründung steht die Findung und Entwicklung der passenden Geschäftsidee. Hier sollten angehende Gründer die eigenen Interessen als Grundlage für die Generierung von Geschäftsideen verwenden. Mit der passenden Beratung lassen sich diese ersten Ideen zu Geschäftsmodellen formen. Auf Basis von Idee und Beratung entsteht im nächsten Schritt ein Businessplan.

  1. Entwicklung eines Businessplans

Das Wichtigste bei der Unternehmensgründung ist eine gründliche Planung im Voraus, um mögliche Problemstellungen und Engpässe zu identifizieren. Mit dem Businessplan wird die Platzierung der eigenen Idee im Marktumfeld festgelegt. Außerdem präzisieren Sie die vorher erdachte Idee, um mögliche Investoren zu einem Investment zu überzeugen. Ist die Finanzierung des eigenen Vorhabens geplant und gesichert, geht es an die Gründung des Unternehmens.

  1. Die Gründung des Unternehmens

Die Unternehmensgründung beginnt mit der Wahl einer Rechtsform, die sich nach den Umständen der Gründung richtet. Danach entscheidet sich, ob die Selbstständigkeit bereits mit einer Anmeldung beim Gewerbeamt startet oder ob eine Anmeldung beim Handelsregister nötig ist. Doch warum sollten Sie ein Unternehmen gründen? Nachfolgend blicken wir auf die Beweggründe einer Unternehmensgründung.

Warum Gründer werden

Für den Schritt in die Selbstständigkeit und die Gründung eines kleinen Unternehmens gibt es viele Gründe. Für viele folgt der Schritt in die Selbstständigkeit auf den Wunsch nach mehr Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit erstreckt sich sowohl auf unternehmerische Freiheiten als auch auf die Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Lebens. Schließlich liegt die Zeit- und Arbeitsplanung in den eigenen Händen, was die Motivation erhöht. Arbeitstag und Familienzeitplanung liegen damit in den eigenen Händen. Auch finanziell nehmen Gründer das Leben in die eigenen Hände und können selbst bestimmt leben. Außerdem geht es um die Verwirklichung einer Geschäftsidee. In einigen Fällen ist die Selbstständigkeit allerdings nicht selbstgewählt und vielmehr eine Alternative zur Arbeitslosigkeit.

Warum Gründer scheitern

Gründe für das Scheitern einer Existenz- oder Unternehmensgründung sind vielfältig. Einer der größten Stolpersteine ist mit Sicherheit die Finanzierung. Vielen Unternehmern geht schlicht das Geld aus. Das Problem beginnt schon während der Planung, wo die benötigten finanziellen Mittel falsch eingeschätzt werden. Dieser Fehler lässt sich im späteren Verlauf nur schwer ausgleichen und er setzt sich bei der Betrachtung der langfristigen Kalkulation fort. Mit in ein Scheitern spielen fehlende Kenntnisse der Branche, in der sich das Unternehmen bewegt. Dadurch wird auch falsch eingeschätzt wie und ob das eigene Produkt bei den Kunden ankommt. Die fehlerhafte Betrachtung und Einschätzung der Marktsituation ist ein weiterer Stolperstein, der bei der Gründung eines Unternehmens auftritt. Diese Entscheidungen beruhen häufig auf dem Alter und der Erfahrung der Gründer. Berufliche Erfahrungen und eine gute Ausbildung können die Zahl scheiternder Gründungen reduzieren. Auch eine gute und ausführliche Beratung hilft dabei, einem Scheitern vorzubeugen. Gründer in NRW haben dafür zahlreiche Möglichkeiten.

Gründer NRW

Wer in NRW gründen möchte, der findet ein vielfältiges Netz von Unterstützern. Eine gute Anlaufstelle ist das Startcenter NRW. Gründer finden hier ein breitgefächertes Angebot als Unterstützung beim Einstieg in die Selbstständigkeit. Neben Informationen zum Einstieg erhalten interessierte hier auch eine tiefgreifende Beratung. Ist die Entscheidung zur Gründung gefallen, gibt es in NRW auch finanzielle Unterstützung.

Wo bekommen Gründer Zuschuss?

Gründerzuschuss NRW

Um Gründer finanziell zu unterstützen, stehen in Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Mittel zur Verfügung, die sich über die Hausbank beantragen lassen. Unterstützung gibt es sowohl von der KfW als auch durch die NRW.Bank. Letztere bietet mit dem Gründungskredit einen Kredit von 25.000 bis 10 Millionen Euro. Die Bedingungen für die Vergabe des Gründerzuschusses sind simpel. So muss die Gründung in NRW stattfinden und mit einer gesicherten Finanzierung stattfinden. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, eine Ausfallbürgschaft zu beantragen, falls die nötigen Sicherheiten nicht vorhanden sind. Neben dem Gründungskredit steht der Universalkredit der NRW.Bank zur Verfügung, der sich an Freiberufler, Existenzgründer und Unternehmen des Mittelstandes richtet. Auch hier sind 25.000 bis 10 Millionen Euro als Kreditrahmen möglich. Zusätzlich sind bei KfW und NRW.Bank unterschiedliche Fördermittel für Gründer verfügbar.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.