Start-up Szene in NRW

Pitch me if you can: Start-up-Szene trifft sich auf dem Digital Demo Day

Der Digital Demo Day ist eine der führenden Start-up-Expo & Tech-Konferenzen für die Industrie. Am 13. Februar sind rund 4.000 Besucher, Investoren und Aussteller im Areal Böhler in Düsseldorf zusammengekommen. Wir waren vor Ort und haben die besten Ideen der Tech-Szene aufgeschnappt.

Stage Digital Demo day

Hier pitchen die Start-ups um ein attraktives Fördergeld.

Foto: Sarah Janczura

Früher glühten hier die Dampfkessel der Stahlindustrie, heute gibt die Eventlocation Start-ups eine Bühne: Im Areal Böhler präsentierten sich am 13. Februar mehr als 175 Start-ups aus der Tech-Szene. Ziel der Veranstaltung: Neue Partner, Kunden und Investoren treffen. Neben der Ausstellungshalle konnten die Teilnehmer in der Main Stage Vorträge von Referenten wie Frank Thelen oder Marie-Helene Ametsreiter von speedinvest hören. Am Mittag zeichnete das Handelsblatt eine Live-Folge ihres Podcast “Handelsblatt Disrupt” auf. Besonders spannend war das Programm auf der Start-up Stage. Hier konnten Gründer ihre Ideen und Produkte in einem realen Pitch vorstellen. Bei den Pre Finals erhielt stets ein Presenter den Einzug ins Finale. Gewonnen hat das Start-up “Your anastomosis”. Die Gründer bieten technische Lösungen für das chirurgische Training zur Beurteilung von Gefäßnähten. Ergebnisse und Analysen können Mediziner in der Ausbildung mit Anastomosis zum Beispiel auf mobilen Endgeräten prüfen. Die Gewinner erhielten für ihren Pitch ein Preisgeld von 3.000 Euro, das von der NRW.BANK gestiftet wird. Ehrengast des Finales war NRW Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart.

Smarte Sensoren, intelligente Zugkameras oder Digitallösungen für den Mittelstand

Die Aussteller, darunter circa 50 internationale Start-ups aus 10 verschiedenen Ländern, decken ein breites Spektrum ab: Dennoch wird klar, dass viele Start-ups sich auf den Mobilitätssektor konzentrieren. Züge und Busse, die mit Kamerasensoren ausgestattet werden, erfassen beispielsweise in Echtzeit, ob Abteile ausgelastet sind und spielen diese Daten dem Fahrer zu. Die Ansage “Bitte im Zug weiter durchgehen” kann also durchaus auf das System von “visensys” zurückzuführen sein. Das Start-up automatisiert Kameraaufzeichnungen bei Großveranstaltungen. Mit der Deutschen Bahn startet bereits ein Pilotprojekt.

Der Sensorzug

Der Sensorzug.

Foto: Sarah Janczura

Am Stand der RWTH Aachen stellt Martin Welsing die Digitallösungen für den Mittelstand vor. Die Initiative der Universität richtet sich explizit an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). „Die Erstberatung ist für kleine Firmen kostenfrei“, erklärt Welsing, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH. „Das löst aber meistens erstmal Skepsis aus“, gibt er danach zu. Da das Start-up aus Aachen von der Wirtschaftsförderung unterstützt wird, kann die Erstberatung kostenlos angeboten werden. Welsing erzählt, dass ihnen daran gelegen sei, auch für kleines Geld profitable Lösungen anzubieten. Dazu zählt zum Beispiel eine Digitalisierung des Inventars, denn viele KMU pflegen ihre Bestände immer noch auf Papier.

Dass Cloud und Sensoren voneinander profitieren, zeigen die Vertreter von Delta Systems und engidesk. An ihrem Stand fährt eine kleine Lok über ein Gleis, die einen Sensor mit sich zieht. Dieses anschauliche Beispiel zeigt, wie Daten vom Sensor an die verbundene Cloud übertragen werden. Fährt der Zug über ein Hindernis an den Schienen, erscheint auf einem ausgestellten Display eine rote Fehlermeldung. Nach diesem Prinzip lässt sich das System auf jegliche Maschinen übertragen. Zu den Kunden des Start-ups gehört zum Beispiel Mitsubishi. Papierrollen wurden mit den Sensoren ausgestattet, die mögliche Fehler in der Produktion direkt in die Cloud übertragen. Auch ein Schokoladenhersteller setzt auf die innovative Technik. So wird gewährleistet, dass die Süßigkeit gleichmäßig gegossen wird.

Die Organisatoren hinter dem Digital Demo Day

Das Event wird vom “digihub Düsseldorf/Rheinland” organisiert. Das Förderprojekt der Initiative “Digitale Wirtschaft NRW” unterstützt schon seit 2016 Start-ups in Nordrhein-Westfalen. Gesellschafter sind die Landeshauptstadt Düsseldorf, die IHK Düsseldorf, der Rhein-Kreis Neuss und die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach. „Mit dem Digital Demo Day haben wir ein international sichtbares Leuchtturm-Event geschaffen und wollen die besten Industrie-Startups weltweit nach NRW bringen“, so Dr. Klemens Gaida und Peter Hornik, Geschäftsführer des digihub und Veranstalter des Digital Demo Day.

Podcast-Folge: Wenn Ingenieure gründen

Klemens Gaida von digihub war vor dem Digital Demo Day zu Gast beim Podcast “Technik aufs Ohr”. Hier können Sie in die Folge “Wenn Ingenieure gründen wollen” reinhören.

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Pitch Content: Getbaff macht das Potenzial von Augmented Reality deutlich

Getbaff bei ihrem Pitch.

Getbaff bei ihrem Pitch.

Foto: Sarah Janczura

Auf der Bühne der Pitch Stage präsentierte unter anderem Getbaff eine Augmented Reality (AR) Lösung. Video-Content in der Zeitung: Das macht Getbaff möglich. Bewegtbilder lassen sich über eine AR-Anwendung in Büchern, Zeitungen und anderen Medienformaten abspielen. „Wir sehen riesiges Potential Augmented Reality im Alltag einzusetzen. Sei es morgens beim Aufschlagen der Tageszeitung mit zusätzlicher Video-Berichterstattung, im Fitnessstudio, um Trainingsanweisungen direkt am Gerät anzusehen oder im Supermarkt“, sagt Hendrik Gottschalk von getbaff. Mit der Technologie können alltägliche Objekte und Oberflächen auf eine smarte und spielerische Art und Weise mit Video Content verbunden werden. Ob es daran liegt, dass es Getbaff nicht in das  Finale der Pitchrunden geschafft hat, da AR keine neue Lösung auf dem Markt ist, bleibt ungewiss.

Digital Demo Day ist eine Ideale Bühne für Start-ups

Alles in allem ist der Digital Demo Day eine ideale Möglichkeit, um Start-ups – vor allem aus Nordrhein-Westfalen – zusammenzubringen und Investoren sowie Partner für sich zu gewinnen. Der Fokus lag auf B2B-Produkten und Lösungen für die Industrie. Dank Stände der IHK Düsseldorf und Co. können sich Besucher auch unmittelbar über Fördermöglichkeiten informieren.

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