Erdwärme

Landschaft mit Dampf aus geothermischen heißen Quellen
Foto: panthermedia.net/AlexGukBO

Was ist Erdwärme, wo kommt sie genau her und wie wird mit ihr geheizt? Wir haben die Antworten.

Erdwärme findet sich im zugänglichen Teil unserer Erdkruste. Die gespeicherte Wärme wird auch als thermische Energie bezeichnet. Energie ist also in der Erde gespeichert und kann dank Erdwärmeüberträger genutzt werden. Somit zählt Erdwärme zu den regenerativen Energien. Erdwärme findet beim Heizen oder bei der Kühlung Anwendung. Elektrischer Strom lässt sich ebenfalls erzeugen.

Wie ist die Erdwärme entstanden?

Wären Uran und Thorium nicht gewesen, gäbe es wohl auch keine Erdwärme. Der radioaktive Zerfall beider Elemente ist als Hauptquelle der Erdwärme zu bezeichnen. Radioaktivität trägt in erheblichem Maße zur geothermischen Wärmenutzung bei.

Heizen mit der Wärmepumpe

Statt Öl und Gas soll zunehmend mit Energie aus der Umwelt geheizt werden, das ist kein Geheimnis. Heizen mit Erdwärme ist energieeffizient und hat mit dem Einsatz von Wärmepumpen bereits ein lohnenswertes Konzept. Eine Wärmepumpe nutzt entweder die Außenluft, das Grundwasser oder die Erdwärme, um Häuser warm zu halten.

Bis zu 75 % Umweltwärme nutzen Wärmepumpen. Die restlichen Prozent werden mit Strom zur Wärmegewinnung ergänzt. Umweltwärme ist frei verfügbar, sie befindet sich direkt in unserer Erde, in der Luft und im Wasser. Diese Wärme produziert die Sonne. Lediglich ein Bruchteil ihrer Strahlungen kommt auf der Erde an, doch das reicht aus, um den Energiebedarf der Menschen zu decken.

Wer sich eine Wärmepumpe anschaffen möchte, sollte 15.000 bis 25.000 Euro investieren.

Wie funktioniert die Nutzung von Erdwärme genau?

Das Prinzip liegt erstmal nicht so nah, denn die Beheizung mit Erdwärme funktioniert wie ein Kühlschrank. Die Erde stellt das Innere des Kühlschranks dar und das Haus ist die Hinterseite des Kühlers. Die Wärme wird der Erde entzogen und an das Haus abgegeben. Das heißt: Ein Kältemittel verdampft und wird wieder flüssig gemacht.

Wie tief muss man bohren?

Das kommt drauf an, wie warm es werden soll. Je tiefer man bohrt, umso wärmer wird es. Bis zu 400 Meter reichen allerdings völlig aus. Hier spricht man von der oberflächlichen Geothermie. Faustregel: Pro 100 Meter Tiefe nimmt die Temperatur drei Grad zu (gilt für Mitteleuropa).

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