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Betriebspensionen der DAX- und MDAX-Unternehmen

Die Vermögenswerte für Betriebspensionen der DAX- und MDAX-Unternehmen stiegen im vierten Quartal 2011 nach deutlichen Abwärtstendenzen in den ersten drei Quartalen wieder leicht an. Aufgrund der turbulenten ersten drei Quartale sank der Ausfinanzierungsgrad in der Gesamtjahresbetrachtung gleichwohl um 2,4 Prozentpunkt im DAX und MDAX.

Grund für Optimismus: Risikomanagement sichert Betriebspensionen.

Grund für Optimismus: Risikomanagement sichert Betriebspensionen.

Foto: panthermedia.net/olly18

Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Towers Watson mit ihrer Hochrechnung „German Pension Finance Watch“. Die Studie analysiert seit 2003 die aktuellen Entwicklungen der Betriebspensionen auf der Verpflichtungsseite sowie die Erträge der für Pensionsverpflichtungen reservierten Kapitalanlagen anhand von Musterplänen für DAX- und MDAX-Unternehmen.

Schwankungen in einer gewissen Bandbreite sind für den Ausfinanzierungsgrad von Betriebspensionen nicht ungewöhnlich und ihre Auswirkungen lassen sich durch ein sorgsames Risikomanagement gut eingrenzen. Ein im Jahr 2003 zum Start der vierteljährlichen Erhebungen voll ausfinanzierter Musterpensionsplan wies in den zurückliegenden sechs Jahren trotz einiger Schwankungen durchgehend eine vollständige Vermögensdeckung auf. Es gibt also Gründe, leicht optimistisch zu sein.

Stabilisierung der Betriebspensionen

Denn zum einen hat das vierte Quartal für eine gewisse Stabilisierung der Vermögens- und Verpflichtungsentwicklung gesorgt. Zum anderen kann die Hochrechnung das unterjährige Gegensteuern der Unternehmen nicht berücksichtigen. Da aber die meisten Unternehmen die Entwicklung ihrer Vermögen für Betriebspensionen kontinuierlich prüfen und gegebenenfalls die Vermögensanlage umschichten, ist zu vermuten, dass die tatsächliche Entwicklung günstiger verlaufen ist als die Hochrechnung annehmen lässt. Wie gut den Unternehmen das Gegensteuern gelungen ist, zeigen die Geschäftsberichte, die viele DAX-Unternehmen im ersten Quartal 2012 vorlegten, genauer.

Der Ausfinanzierungsgrad bei Betriebspensionen hat über das Jahr 2011 betrachtet merklich abgenommen: um 2,4 Prozentpunkte im DAX und MDAX. Dieses Ergebnis ist vor allem der gegenläufigen Entwicklung von Planvermögen und Pensionsverpflichtungen geschuldet. Im DAX wuchsen die Verpflichtungen bis zum Ende des dritten Quartals um etwa 1,6 Prozent. Jedoch sank im gleichen Zeitraum das Planvermögen um 3,7 Prozent.

Im vierten Quartal kehrte sich diese Entwicklung um: Die Verpflichtungen für Betriebspensionen sanken um etwa 0,4 Prozent, das Planvermögen stieg hingegen um ca. 1,2 Prozent. Die ausgeprägte Schwankung des Ausfinanzierungsgrads im Jahresverlauf 2011 lässt sich in weiten Teilen auf diese Gegenläufigkeit zurückführen. Der Ausfinanzierungsgrad des DAX-Plans zum Jahresende 2011 (63,4 Prozent) bewegt sich in etwa auf dem Niveau der anhand der Geschäftsberichte für die Jahre 2008 bis 2010 bestimmten Ausfinanzierungsgrade.

Risikomanagement sichert Betriebspensionen

Ändern sich der Verpflichtungsumfang und das Planvermögen um den gleichen Prozentsatz, bleibt der Ausfinanzierungsgrad unverändert. Der vollständig ausfinanzierte Musterpensionsplan würde daher unter diesen Voraussetzungen stets bei 100 Prozent Ausfinanzierungsgrad verharren. Tatsächlich sind diese idealen Rahmenbedingungen jedoch nicht immer erfüllt. So schwankte der Ausfinanzierungsgrad in 14 der 32 Quartale seit Beginn der vierteljährlichen Erhebungen zwischen +/- 2,5 Prozent. Das deutlichste Auseinanderlaufen von Vermögen für Betriebspensionen und Verpflichtungen zeigte sich zum Jahresende 2010 (+ 9 Prozent).

Insbesondere in Quartalen, in denen sich der Rechnungszins deutlich verändert, driften das Planvermögen für Betriebspensionen und Verpflichtungsumfang auseinander, und diese Veränderung kann meist nicht unmittelbar in den Folgequartalen ausgeglichen werden. Dies unterstreicht noch einmal, dass bei der Gestaltung von Pensionsplänen die Zusagestruktur und die Finanzierung optimal aufeinander abgestimmt werden sollten. Werden zudem die Pensionspläne durch ein fortlaufendes Risikomanagement gut „gewartet“, lassen sich unliebsame Überraschungen weitgehend ausschließen. Die Beratungspraxis von Towers Watson zeigt, dass viele Unternehmen gerade das Risikomanagement, aber auch die grundlegende Gestaltung ihrer Pensionspläne in den zurückliegenden Jahren geprüft und optimiert haben, so dass sie auch bei etwaigen Marktturbulenzen gut aufgestellt sind.

www.towerswatson.de

 

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