Recruiting Tag Blog 02.06.2015, 00:00 Uhr

Kleider machen Leute, aber wieviel Mode geht?

Heute möchten wir Ihnen in unserer Vortragsblogreihe Birgit Wolf vorstellen. Sie unterstützt unsere Recruiting Tage mit ihrem Know-how als Image- und Stilberaterin und hält außerdem Vorträge auf unseren Veranstaltungen.

Hallo Frau Wolf, man hat ja noch oft alte Bilder im Kopf, d.h. der Ingenieur tüftelt gerne herum, aber interessiert sich nicht für sein Outfit. Wenn ich aktuell Recruiting Tage besuche, empfinde ich das nicht so. Modetechnisch scheinen die Ingenieure aufzuholen. Sehen Sie das auch so?

Ja, das sehe ich auch so. Bei den Recruiting Tagen überwiegt inzwischen ein angemessener, gepflegter Kleidungsstil, also die klassische Business-Kleidung. Insofern habe ich den Eindruck, dass die Ingenieure inzwischen ihrem persönlichen Auftreten eine gewisse Bedeutung beimessen und sich ganz bewusst überlegen „Was ziehe ich an?“ Und das ist auch gut so, denn das Ziel sollte sein, die fachliche Kompetenz durch das persönliche Auftreten abzurunden und zu einem stimmigen Gesamtpaket zu schnüren.

Natürlich begegnet einem noch immer auf Recruiting Tagen der ein oder andere Fauxpas. Aber gerade auf unseren Veranstaltungen besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu potenziellen Arbeitgebern. Was geht denn bei Männern und Frauen gar nicht auf einer Jobmesse und womit ist man kleidungstechnisch auf der sicheren Seite?

Wie das Wort „Recruiting Tag“ besagt, handelt es sich um eine Bewerbermesse. Die Kontaktaufnahme zu einem potenziellen Arbeitgeber ist zwar nicht mit einem Vorstellungsgespräch gleichzusetzen, dennoch gelten hier in puncto optischem Auftreten grundsätzlich identische Spielregeln. Der erste Eindruck spielt dabei eine wichtige Rolle. Häufig prägen sich visuelle Dinge mehr ein als das gesprochene Wort. Ziel ist aber, dass die Person und nicht die Kleidung in Erinnerung bleibt.

Wie erreiche ich das? Indem die Kleidung in den Hintergrund tritt. Das bedeutet, dass die Kleidung die fachliche Kompetenz unterstreicht und nicht widersprüchliche Botschaften aussendet. Das bewirkt man am sichersten mit klassischer Business-Kleidung. Diese besteht bei Männern aus Anzug, Hemd und Krawatte. Frauen sollten ein Kostüm oder einen Hosenanzug mit passendem Top wählen (das muss jedoch nicht eine klassische Bluse sein).

Was bei Männern und Frauen gar nicht geht, ist ein ungepflegtes Äußeres. Ab und zu sehe ich ein ungebügeltes Hemd, fleckige Kleidung oder auch ungepflegte Haare und Hände. Auch wenn die Kleidung nicht richtig sitzt, erzeugt dies schnell einen ungünstigen Eindruck. Die Passform ist deshalb wichtig. Ein No-Go sind außerdem ungeputzte Schuhe und bei Frauen zu enge Kleidung, zu kurze Röcke oder zu hohe Schuhe.

Birgit Wolf auf dem VDI nachrichten Recruiting Tag in Düsseldorf im Mai

Birgit Wolf auf dem VDI nachrichten Recruiting Tag in Düsseldorf im Mai

Foto: Claudia Wigner-Ruf

Ich war gerade zum Kurzurlaub in Venedig und ich muss schon sagen, die Italiener waren modetechnisch wieder weit vorn. Toll sitzende Anzüge mit unglaublich mutigem Mustermix. Das sah super aus, aber wäre das etwas für einen Recruiting Tag oder ein Vorstellungsgespräch? Muss es immer der graue gediegene Anzug oder das Kostüme sein, wenn ich privat eigentlich mutiger und offener für Mode bin und gerne andere Sachen trage?

In einem Vorstellungsgespräch kommt es nicht auf das an, was man selbst und in der Freizeit am liebsten trägt. Individualität im Sinne mutiger Mode oder dem persönlichen Kleidungsstil ist in dieser Situation nicht gefragt. Vielmehr sind hier die Grenzen zwischen passend und unpassend relativ eng gesteckt. Ein Bewerbungsgespräch ist immer eine offizielle, besondere Situation, die mit dem Berufsalltag nichts gemeinsam hat. Auch wenn im Berufsalltag Jeans und T-Shirt oder andere legere Kleidung passend ist, so ist mein Rat, diese Kleidungsstücke für das Vorstellungsgespräch definitiv im Schrank zu lassen und ein oben beschriebenes Business-Outfit zu wählen.

Warum sind die Farben bei der Wahl meiner Kleidung so wichtig?

Nicht selten erfolgt gerade die Auswahl von Kleidungsfarben nach dem Zufallsprinzip. Der Einkauf richtet sich nach aktuellen Modefarben oder dem Motto „ach, diese Farbe hatte ich noch nie“. Dabei passt nicht jede Farbe zu jedem Menschen gleich gut. Dies ist vielmehr abhängig von der Haut-, Augen- und Haarfarbe. Individuell passende Farben lassen die Person frisch, fit und präsent erscheinen und erzeugen ein harmonisches Gesamtbild. Unpassende Farben dagegen lassen die Person eher müde und defensiv erscheinen oder lassen sie in den Hintergrund treten. Mein Tipp: Prüfen Sie im Spiegel, ob es den Blick immer wieder zur Kleidung oder zum Gesicht zieht. Wenn letztes der Fall ist, dann können Sie davon ausgehen, eine passende Farbe zu tragen.

Wissen sollte man auch, dass dunkle Farben, insbesondere in Kombination mit einem helleren Oberteil (zum Beispiel dunkelgraues Sakko, weißes Hemd) dem Träger mehr Präsenz und Kompetenz verleihen als eine Kombination aus hellen Farben (zum Beispiel beigefarbenes Sakko, cremefarbiges Hemd). Insofern lassen sich Farben auch ganz bewusst für bestimmte Anlässe und Situationen einsetzen, um der Person eine entsprechende Ausstrahlung zu verleihen.

Ich selbst bin auf einem Recruting Tag einmal in den Genuss einer Farbberatung bei Ihnen gekommen und ich muss sagen, das hat wirklich meinen Kleiderschrank positiv beeinflusst. Ich kann deshalb nur alle einladen, Sie am 9. Juni auf unserem VDI nachrichten Recruiting Tag in Bremen zu besuchen. Man sieht den Kleiderschrank danach mit anderen Augen. Frau Wolf, vielen Dank für das Interview.

Von Claudia Wiegner-Ruf

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