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Homeoffice: Diese Räume sollten Sie meiden

16. Februar 2021

Homeoffice: Diese Räume sollten Sie meiden
Wer sein Homeoffice im Keller einrichten möchte, sollte die Radon-Konzentration prüfen – und gegebenenfalls Rohrzuleitungen und Risse abdichten. Foto: panthermedia.net/AndreyPopov
Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Homeoffice-Räumen im Keller. Wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.
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Kellerräume erleben vielerorts in diesen Tagen eine gewisse Aufwertung: vom Lagerraum zum dauerhaften Arbeitszimmer. Im Corona-Lockdown arbeiten zahlreiche Menschen im Homeoffice, häufig werden mehr oder weniger provisorische Arbeitsräume im Untergeschoss eingerichtet.

Das birgt Gefahren, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilt. Die Behörde warnt wegen einer möglichen Radonbelastung vor dauerhaftem Arbeiten im Keller-Homeoffice. In Kellerräumen würden demnach mitunter Radon-Konzentrationen erreicht, die gesundheitsgefährdend sein könnten.

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Homeoffice im Keller: Behörde warnt

Radon ist ein natürlich vorkommendes, sehr bewegliches radioaktives Edelgas, das beim radioaktiven Zerfall von Uran entsteht. Uran wiederum kommt im Erdboden und Gestein, aber auch in Baumaterialien vor. Man kann Radon weder sehen, noch riechen oder schmecken. Beim Zerfall sendet das Edelgas Strahlung aus.

Bei Menschen, die Radon und seine radioaktiven Folgeprodukte über einen längeren Zeitraum einatmen, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Laut dem BfS ist Radon tatsächlich nach dem Rauchen eine gewichtige Ursache für Lungenkrebs. Rund Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in der Bevölkerung sind aktuellen Erkenntnissen zufolge auf Radon und seine Zerfallsprodukte in Gebäuden zurückzuführen.

Was ist Radon?

Radon gelangt aus dem Erdboden ins Freie. Außerhalb von Gebäuden vermengt es sich mit der Umgebungsluft, die Radon-Konzentration ist dann so gering, dass das Edelgas kaum negative Auswirkungen hat. In Kellerräumen hingegen kann sich das Edelgas ansammeln, bis es zu erhöhten Konzentrationen kommt.

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Homeoffice führt laut Studie zu Milliardenschäden

Eine erste Maßnahme: Regelmäßiges und intensives Lüften der Räumlichkeiten – wenngleich das in Kellerräumen nicht immer ohne weiteres möglich ist. Neue Gebäude sollten durchgehend gegen Bodenfeuchte abgedichtet werden – damit wird auch das Eindringen von Radon aus dem Erdboden verhindert. In bestehenden Gebäuden können undichte Stellen identifiziert und nachträglich abgedichtet werden.

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Ist mein Homeoffice belastet? Wo kommt Radon besonders häufig vor?

Die Verteilung  von Radon in Deutschland ist abhängig von den regionalen geologischen Beschaffenheiten der jeweiligen Region. Ind der norddeutschen Tiefebene ist die Radonkonzentrationen etwa meist niedrig, während sie in den meisten Mittelgebirgen eher höher liegen.

Foto: Bundesamt für Strahlenschutz

Wie hoch die Konzentration von Radon in einem Gebäude ist, wird durch Faktoren beeinflusst: Welche Witterungsverhältnisse gibt es? Wie oft und wie intensiv wird gelüftet? Wer es genau wissen will: Die Radon-Konzentration im Homeoffice lässt sich relativ unkompliziert messen.

Foto: Bundesamt für Strahlenschutz

Wie kann ich Radon im Homeoffice messen?

Das BfS empfiehlt, die Messungen in den wichtigsten Aufenthaltsräumen durchzuführen, also den Räumen, in denen man am längsten aufhält: Wohnzimmer, Schlafzimmer und aktuell eben Arbeitsräume im Homeoffice.

Weniger Strahlung durch empfindlichen Röntgendetektor

Am einfachsten lässt sich die Radon-Konzentration in der Raumluft mit einem passiven Detektor, einem sogenannten Kernspurdosimeter, messen. Die kleinen Plastikbehälter brauchen keinen Strom und senden weder Licht noch Geräusche aus, stören also nicht. Sie müssen lediglich ausgelegt werden, in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten. Radon aus der Raumluft dringt dann in den Behälter ein. Die beim Zerfall entstehenden Alphateilchen hinterlassen dann winzige Spuren auf der Detektorfolie im Inneren des Dosimeters.

Anschließend werden die passiven Messgeräte eingeschickt: In einem Messlabor bestimmen Spezialisten dann anhand der Spuren auf der Detektorfolie die Radon-Konzentration in der Luft des Raumes.

Es reicht, im Keller ein solches Messgerät aufzustellen, da dort die höchsten Konzentrationen zu erwarten sind, heißt es beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Woher bekomme ich Radon-Messgeräte?

Im Jahresdurchschnitt sollte die Radon-Konzentration 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten. In Gebieten lassen sich aber 1.000 bis 10.000 Becquerel im Keller messen. Rohrzugänge und Risse in Wänden und Boden sollten im Homeoffice dann abgedichtet werden. Auch kleine Lüftungsanlagen können helfen.

Die Messgeräte können direkt bei den Laboren bestellt werden. Eine Anerkennung durch das BfS haben folgende Anbieter:

  • ALTRAC Radon-Messtechnik, Striegistal
  • Baubiologie-Umweltmesstechnik, Bio-Synergetics, Leichlingen
  • Dipl.-Ing Alexey Palatschew, Würzburg
  • Dosimetrics GmbH, München
  • Dr. Thomas Haumann, Essen
  • IAF-Radioökologie GmbH, Radeberg
  • IGU Institut für angewandte Isotopen-, Gas- und Umweltuntersuchungen, Wörthsee
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe
  • Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen, Dortmund
  • Nuclear Control & Consulting GmbH, Braunschweig
  • Radonova Laboratories, Uppsala (Schweden)
  • RadonTec, Wittislingen
  • Dr. J. Kemski, Bonn
  • Sachverständigenbüro Münzenberg, Fürth
  • Safetec Entsorgungs- und

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