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EBRO S700 HEV: Spanischer Hybrid-SUV startet durch

18. Februar 2026

EBRO S700 HEV
EBRO baut wieder Autos in Barcelona – jetzt auch als Hybrid. Der S700 HEV ergänzt die Baureihe und zeigt, wohin die Marke will. Foto: EBRO SUV
EBRO startet in Barcelona die Produktion des S700 HEV. Der 224-PS-Vollhybrid soll mit ECO-Label, flexibler Antriebspalette und EU-Strategie punkten.
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In Barcelona hat die Fertigung des SUV S700 HEV begonnen, der Hybridvariante des erfolgreichsten Modells im EBRO-Portfolio. Damit setzt die spanische Marke ihren Aufstieg fort, der bereits im Jahr 2025 mit beachtlichen Resultaten und der Markteinführung des Topmodells S900 Fahrt aufgenommen hatte.

Der neue Hybrid-SUV vervollständigt die S700-Baureihe, die damit in drei Antriebsvarianten erhältlich ist: als Verbrenner, als Plug-in-Hybrid und als klassisches Hybridmodell. Diese Vielfalt macht die Reihe zu einer der flexibelsten Optionen im Kompakt-SUV-Segment. Für Käufer und Käuferinnen ohne Ladestation stellt der HEV die praktischste und alltagstauglichste Wahl innerhalb des EBRO-Portfolios dar.

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Technik des Ebro S700 HEV

Das Herzstück des S700 HEV ist ein kombiniertes Antriebssystem: Ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung arbeitet mit einem Elektromotor zusammen und liefert eine Gesamtleistung von 224 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Automatikgetriebe. Es handelt sich um einen Vollhybrid. Das heißt, anders als bei Plug-in-Hybriden ist kein externer Ladevorgang notwendig – das System regeneriert sich selbstständig während der Fahrt.

Lesen Sie dazu: Mild, Voll oder Plug-in? Der große Hybrid-Realitätscheck

Dieser Antriebsansatz verschafft dem Ebro-Modell den Zugang zum begehrten ECO-Label, das in Spanien mit steuerlichen Vorteilen und Zugangsrechten in bestimmten Stadtgebieten verbunden ist. Im Wettbewerbsumfeld misst sich der S700 HEV mit Konkurrenten wie dem MG HS Hybrid, dem Renault Austral E-Tech sowie dem Toyota Corolla Cross.

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Der Produktionsstandort im Ebro-Werk

Gefertigt wird das Fahrzeug in der Zona Franca in Barcelona – einem Industriegelände, das erst vor rund einem Jahr seine Tore für die Fahrzeugproduktion unter dem Namen EBRO wiedereröffnet hat. Zuvor war es von Nissan genutzt worden, bis der japanische Konzern die Produktion einstellte.

Das Werk entwickelt sich schrittweise weiter. Während zunächst die Endmontage im Vordergrund stand, wurden nach und nach weitere Fertigungsprozesse integriert, darunter Schweißen, Lackieren und die Komplettmontage. Langfristiges Ziel ist eine höhere Fertigungstiefe, die auch die lokale Zuliefererindustrie stärkt. Bis 2029 wird eine Jahreskapazität von 150.000 Fahrzeugen angestrebt.

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Start mit Traktoren – EBROs Geschichte

Wer wissen will, was hinter dem Namen EBRO steckt, muss weit zurückblicken. Die Marke geht auf Motor Ibérica zurück, die aus der Barceloner Ford-Niederlassung entstand. Da der englische Markenname aus politischen Gründen unerwünscht war, erfolgte in Anlehnung an den längsten Fluss des Landes die Umbenennung in Ebro.

In den 1960er- und 1970er-Jahren erlebte die Marke ihre erfolgreichste Phase. Das Unternehmen wuchs auf 20 Produktionsstätten in 13 spanischen Provinzen und beschäftigte bis zu 11.000 Mitarbeitende. Als Nissan 1986 die Kontrolle übernahm, verschwand der Name EBRO aus den Fahrzeugkatalogen.

Modelloffensive und Ebro-Pläne für Europa

Vier Jahrzehnte später kam das Comeback der Marke: Im Rahmen eines Joint Ventures zwischen dem spanischen Unternehmen EV Motors und dem chinesischen Hersteller Chery wurde 2024 die Produktion in Barcelona wieder aufgenommen. Chery gilt als größter Fahrzeugexporteur und drittgrößter Hersteller Chinas.

Das Produktionsmodell basiert auf CKD-Paketen, also angelieferten Bausätzen aus chinesischer Fertigung, die in Barcelona montiert werden. Für Chery bietet die Kooperation strategischen Wert: Durch die europäische Produktionsstätte lassen sich Importzölle umgehen, mit denen chinesische Fahrzeuge auf dem EU-Markt belastet werden. Die spanische Seite profitiert von Investitionen von rund 400 Millionen Euro und bis zu 1.200 Arbeitsplätzen bis 2026.

EBRO kündigt Facelift des S700 an

EBRO beschränkt sich nicht auf die Einführung des S700 HEV. Für 2026 hat das Unternehmen ein Facelift des S700 angekündigt sowie Updates für die Modelle S400 und S800. Das Ziel ist ein Produktportfolio, das verschiedene Kundenbedürfnisse abdeckt und die Wettbewerbsfähigkeit der Marke langfristig sichert.

Parallel dazu verfolgt EBRO ehrgeizige Expansionspläne für den europäischen Markt. Das Vertriebsnetz wurde in Spanien bereits auf 45 bestätigte Verkaufspunkte ausgebaut. Eine internationale Expansion ist in Planung, wobei der Standort Barcelona als industrielle Basis dienen soll. Die erste Phase sieht für 2026 eine Expansion nach Portugal, Bulgarien, Slowenien und Kroatien vor.

EBRO-Modelle in Deutschland

Wer ein EBRO-Fahrzeug nach Deutschland holen möchte, ist derzeit auf private Importeure angewiesen. Im Internet tauchen entsprechende Angebote auf, darunter französische Vertriebler, die sich auf den Import spanischer Modelle spezialisiert haben, einen geregelten Händlerweg gibt es hierzulande derzeit nicht.

Das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt wächst zwar, bewegt sich aber noch auf bescheidenem Niveau. Online sind EBRO-Fahrzeuge zu Preisen ab rund 22.000 Euro gelistet, die überwiegend von spanischen Händlern und Privatverkäufern angeboten werden. Das ist angesichts der erst 2024 wieder gestarteten Produktion wenig überraschend – der Gebrauchtmarkt kann naturgemäß erst wachsen, wenn eine nennenswerte Zahl an Fahrzeugen im Umlauf ist.



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