25.01.2016, 09:26 Uhr | 0 |

Mit 61 kg abgehoben Mega-Drohne katapultiert Studenten ins Guinness-Buch der Rekorde

Spektakulärer „Flug“ in Oslo: Eine gigantische Riesen-Drohne schwebt mit einer Last von 61 kg in der Luft. Den Weltrekord holten sich Studenten der Universität Oslo. 

Schwebender Megakopter
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Der Megakopter schwebt mit einer Last von 61 kg länger als 30 Sekunden über dem Boden: Für diese Leistung kommt er ins Guinness-Buch der Rekorde.

Foto: Guiness World Records

Die gigantische Drohne heißt „Megakopter“. Das norwegische Team holte sich den Titel im Guinness-Buch der Rekorde in der Kategorie „Heaviest payload lifted by a remote-controlled multicopter“. Beim Rekordversuch im Oslo Science Park lief alles wie am Schnürchen.

Videoquelle: Guinness World Records

Der Megakopter hob problemlos ab und blieb mit 37 Sekunden sogar länger als nötig in der Luft. Die Vorgaben lauteten: Das zivile Flugobjekt muss mindestens einen Meter hoch fliegen, dort wenigstens 30 Sekunden in der Luft bleiben und dabei eine Last von 61 kg tragen. Die Drohne selbst soll schon 76 kg wiegen. Gängige Flugdrohnen können sonst nur geringe Lasten tragen – etwa kleine Kameras oder Medikamente.

Megakopter hat 48 Rotoren

Der Bau des Megakopters wurde von dem Ingenieur Henning Pedersen geleitet. Bis alles perfekt war, hat er mit seinen Studenten 18 Monate an dem Flugobjekt gearbeitet. Zum Bau wurde Aluminium und Sperrholz verwendet. Die Studenten haben acht Hexacopter zu einem großen Multicopter zusammengefügt. Die griechische Silbe „Hexa“ steht für die Zahl sechs und gibt die Anzahl der Motoren an beziehungsweise Rotoren. Der Megacopter ist mit 48 Rotoren ausgestattet – genug, um die hohe Traglast sicher oben zu halten.

Dreiecke sind die stabilste Form

Die Konstruktion besteht aus lauter Dreiecken – horizontal und vertikal. Aus einem bestimmten Grund: Dreiecke sind in der Geometrie die stabilste Form. Sie können viel aushalten. Einmal fixiert wackeln und verbiegen sie nicht. Deshalb sind sie auch ein zentraler Bestandteil von Brücken und hohen Gebäuden.

Der Rekordversuch war Teil des „Experiences project“ der Universität Oslo. Damit sollte auch für das Ingenieurwesen dort geworben werden. Auftrag erfolgreich ausgeführt, kann man da nur sagen! Auf Facebook kann man einsehen, wie das Team an der Drohne gearbeitet und dem großen Tag entgegen gefiebert hat.

Viele Einsatzmöglichkeiten für Drohnen denkbar

Drohnen sind längst nicht mehr nur als umstrittenes Kriegsgerät bekannt. Seit Jahren erforschen Wissenschaftler auch ihren nicht-militärischen Einsatz. Das chinesische Unternehmen Ehang etwa hat einen Quadrocopter entwickelt, das dank seines 142-PS-Motors einen Menschen transportieren kann.

Und Facebook will mit Hilfe von Drohnen abgelegenste Gegenden der Erde mit dem Internet verbinden. Aquila heißt eine 43 m große Riesen-Flugdrohne, an der Facebook-Techniker arbeiten. Die Aufträge und Einsätze für Drohen sind extrem ausbaufähig.

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Von Lisa von Prondzinski
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